Starkes Gaming Notebook

Medion Erazer Beast X30 im Test

24.11.2022 von Oliver Ketterer

Das Medion Erazer Beast X30 wartet im Test mit der besten Hardware-Ausstattung auf, die sich ein Gamer wünschen kann. Mit 3.800 Euro darf man das auch erwarten.

ca. 4:50 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Medion Beast X30 MD 62398
Das Medion Best X30 bedient vornehmlich Gamer mit hohem Anspruch-
© Christoph Mukherjee

Pro

  • Hohe Leistung
  • Hohe Auflösung des Displays
  • Viele Anschlüsse
  • Beste mobile Grafik

Contra

  • Laute Lüfter
  • Schweres Netzteil

Fazit

Das Medion X30 punktet mit brachialer Leistung. Das gilt sowohl für Gaming als auch für Content Creation. Gerade auch wegen des großen 17,3-Zoll-Bildschirms und der hohen WQHD- Auflösung Ist es auch für Kreative und Medienschaffende geeignet. Etwas störend ist das relativ hohe Lüftergeräusch.

Mit einem Preis von 3800 Euro ist das Medion Erazer Beast X30 ganz sicher kein Schnäppchen. Mit einem Blick auf die üppige Ausstattung des Notebooks wird sofort klar, dass es sich um ein High-End-Gaming Notebook handelt. Medion ist eigentlich bekannt für ausstattungsstarke Computer-Hardware zu günstigen Preisen. Das Erazer Best X30 kostet jedoch knapp 3.800 Euro. Zu finden ist es beispielsweise bei Saturn. Sehen wir uns zunächst an, was man für diesen Preis bekommt.

Die Ausstattungsmerkmale des Medion X30 Beast

Unter der Haube des Medion X30 Beast steckt ein sehr potenter Motor von Intel. Der Intel Core i9-12900HK verfügt über eine Taktfrequenz von 2.5 GHz und kann sich laut Ausstattungstabelle auf bis zu 5 GHz hochschrauben. Die CPU verfügt über sechs sogenannte Powerkerne und acht E-Cores und damit über insgesamt 20 Threads. Flankiert wird der Rechenkern von einer Grafikkarte aus dem Hause Nvidia und zwar der Geforce RTX 3080 Ti, die derzeit die schnellste mobile Grafiklösung darstellt. Der Grafikchip verfügt über 16 Gigabyte GDDR6 Arbeitsspeicher. Als Systemspeicher verbaut Medion im X30 zweimal 16 Gigabyte DDR 5 RAM. Für ausreichend Speicherplatz sorgen gleich zwei NVMe SSDs die beide über M.2-PCIe-Anschlüsse eingebaut wurden und jeweils ein Terabyte Speicherkapazität bereitstellen.

Bei dieser geballten Rechenleistung verwundert nicht, das Medion sich beim Display nicht für eine Full-HD-, sondern für eine WQHD-Anzeige entschieden hat. Der Bildschirm liefert eine Diagonale von 17,3 Zoll oder 43,9 Zentimetern, basiert auf IPS- Panel-Technologie und erlaubt eine Bildwiederholfrequenz von 240 Hz, außerdem wurde es im häufig anzufindendem 16:9-Format gefertigt.

PC Magazin CHECK! sehr gut
PC Magazin CHECK! sehr gut
© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Welche Anschlüsse wurden beim Medion X30 Beast verbaut?

Beim Medion X 30 Beast wurden zwei USB 3.2 Gen 1 Anschlüsse vom Typ A verbaut, die früher unter der Bezeichnung USB 3.0 bekannt waren und theoretisch 5 Gigabit pro Sekunde an Datentransfer erreichen, was in der Praxis maximal 400 Megabyte pro Sekunde bedeutet. Ein dritter USB Anschluss vom Typ A folgt der Spezifikation 3.2 Gen 2 und erreicht somit bis zu 900 Megabite pro Sekunde beim Datentransfer. Beim vierten USB-Anschluss handelt es sich um einen USB 3.2 Gen 2 vom Typ C mit implementiertem Thunderbolt 4. Thunderbolt ist eine Mischung aus Displayport und USB. Für die Praxis bedeutet dies, dass das Laptop mit einem Netzteil über diesen Anschluss geladen werden kann, dass ein Monitor angeschlossen werden kann, und eine Datenrate von 20 Gigabit pro Sekunde erreicht wird mit USB-Geräten. Schließt man beispielsweise eine Thunderbolt-Festplatte an, dann erhöht sich die Übertragungsgeschwindigkeit auf 40 Gigabit pro Sekunde. Des Weiteren wurde ein HDMI-2.1- Anschluss verbaut und ein RJ-45 Port für eine kabelgebundene LAN-Verbindung zum Router.

Wie gut ist die Leistung des Medion X 30 Beast?

Medion Beast X30 MD 62398
Das Medion Beast X30 verfügt über einen Knopf passend für jedes Szenario.
© Christoph Mukherjee

Wie man es auch dreht und wendet, das Medion X 30 ist in puncto Leistung ein wirkliches Biest, insofern passt der Name ganz gut. Ein Blick auf den 3D Mark Benchmark und unsere Spieletests zeigt, dass dieses Notebook für Gamer ein echter Traum ist. Beim 3D Mark Fire Strike erreicht das Medion X 30 hervorragende 25825 Punkte und bescheinigt sich damit selbst beste Spieleeigenschaften für DirectX 11 Games, denn mit diesem Wert erreicht man Bildwiederholraten weit jenseits von 100 fps. Mit dem 3D Mark Time Spy werden DirectX 12 Spiele getestet und auch hier erzielt das Medion X 30 mit 11741 Punkten einen sehr guten Wert, der in unserem Testlabor bisher nur von einem einzigen anderen Gaming Notebook übertroffen wurde.

Geht es also nach dem 3D Mark Time Spy, so generiert das X 30 selbst bei der hohen, nativen Auflösung des Notebooks (WQHD) Für aktuelle Spiele Frameraten zwischen 65 und knapp 80 Bildern pro Sekunde. Und das kann sich wirklich sehen lassen. Auch bei unseren Standardtests in FullHD-Auflösung erzielt das X30 sehr hohe Frameraten, die ein problemloses und völlig flüssiges Spieleerlebnis garantieren. So messen wir zum Beispiel bei Deus Ex Mankind Devided im Schnitt 115 fps und bei Rise of the Tomb Raider sind es durchschnittlich 113 Bilder pro Sekunde. Auch beim aktuelleren Laura Croft Spiel Shadow of the Tomb Raider, erreicht das Medion ohne DLLS-Unterstützung und der höchsten Grafikeinstellung sehr gute 98 fps. Für Medien-Erschaffende könnte sich ein Blick auf das X30 durchaus auch lohnen.

Ist das Medion X30 auch für Content-Creator und Youtuber geeignet?

Wer für die Produktion von Videos keinen Power PC zur Verfügung hat und gezwungen ist auf einem Laptop zu arbeiten, ist ohnehin ziemlich gestraft. In einem solchen Fall macht es Sinn etwas mehr Geld auszugeben, um ein wirklich leistungsstarkes Notebook für die Unterstützung der eigenen Arbeit und Kreativität zu gewährleisten. Das Medion X30 gehört zweifelsohne in diese Kategorie. Mit 5376 erreichten Punkten beim PC Mark 10 wird dem X30 ein sehr hoher Wert für die allgemeine Produktivität bescheinigt. Doch blickt man etwas tiefer in den Benchmark, so fällt der Wert von 5541 Punkten für Digital Content Creation positiv ins Auge. Das Medion erledigt damit Aufgaben im Foto- und Videobereich, wozu auch das Rendering der Videos gehört, was bekanntermaßen besonders lange dauern kann, sehr viel schneller als gewöhnliche oder deutlich günstigere Laptop.

Rendering-Aufgaben werden weitgehend vom Prozessor des Rechners übernommen und hier macht der verbaute Intel Core i9-12900HK einen guten Job, zumindest wenn es nach dem Rendering-Benchmark Cinebench R15 geht. Mit diesem erzielt das X30 einen Score von 2927 für die CPU Leistung und damit den besten Wert für alle Notebooks die bisher in unserem Labor getestet wurden. Man kann also sagen, dass das Medion X30 für Videobearbeitung ebenso gut geeignet ist wie für das Spielen, insbesondere auch mit Hinblick auf die deutlich höhere Auflösung des Displays, als dies für gewöhnlich bei Gaming Notebooks der Fall ist.

Notebook-Vergleich: 9 Laptops für Job und Heim im Test

Notebooks unter und über 1000 Euro

Notebook-Vergleich: 9 Laptops im Test

Der Notebook-Boom der vergangenen Jahre hat sich in den letzten Monaten etwas verlangsamt. Das könnte im Weihnachtsgeschäft dazu führen, dass viele…

Was hat uns am Medion X30 nicht so gut gefallen?

Mit 2247 Gramm ist das X30 noch vergleichsweise leicht, zum Beispiel im Vergleich zum Acer Nitro 5, das bereits über 3 Kilo auf die Waage bringt. Jedoch sind 988 Gramm für das Netzteil überdurchschnittlich viel, so dass das Reisegepäck mit dem Medion X30 mit deutlich über 3,2 Kilogramm belastet wird und das ist relativ viel. Zwar verfügt das X30 über einen Direktwahlknopf um verschiedene Arbeitsmodi einzustellen, also zum Beispiel für Gaming oder Office, jedoch scheint das keinen großen Einfluss auf eine notwendige Kühlung zu nehmen.

Das hat den großen Nachteil, dass man stets von einer relativ hohen Geräuschentwicklung des Gerätes belästigt wird. Mit anderen Worten: am Lüfter-Management könnte Medion noch etwas nachbessern. Kreativ-Arbeiter werden beim Beast zwar viel Freude mit der enormen Rechenleistung haben, aber womöglich einen Touch-Bildschirm mit Stiftbedienung vermissen. Das hat das X30 nicht zu bieten.

Notebook, Tablet oder Convertible

Vor- und Nachteile der Geräteklassen

Notebook, Convertible oder Tablet?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ein Notebook, ein Convertible oder doch ein Tablet? Wir verraten für wen sich was eignet und wo die Produkttypen…

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links

Marvel-Filme- und -Serien: Das ist die richtige Reihenfolge

Neuerscheinungen in der Übersicht

Netflix: Neue Filme und Serien

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Video: Neuheiten

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Schenker-XMG-Core15-re-1-

Gaming-Notebook

Schenker XMG Core 15 M21 im Test

Der Schenker XMG Core 15 M21 hat in der vorliegenden Variante einige interessante Besonderheiten. Der Test! zu bieten. Was das Gerät leistet, lesen…

Notebook-Duell_2021-08

High-End-Gaming-Notebooks

Asus ROG Zephyrus S17 GX703H und Asus ROG Strix G733Q im…

Intel hat bei den Tiger-Lake-CPUs ordentlich nachgelegt. Wir ergreifen die Gelegenheit beim Schopf und vergleichen zwei aktuelle Gaming-Notebooks.

Dell G15 Ryzen Edition im Test

Gaming-Notebook

Dell G15 Ryzen Edition im Test

84,0%

Zugegeben: Auch 1319 Euro sind eine ganze Stange Geld, aber normalerweise sind für leistungsstarke Gaming-Notebooks weit höhere Kaufpreise fällig. Was…

MSI-Stelth-GS77-Notebook

Gaming Notebook

MSI Stealth GS77 12UHS-063 im Test

93,0%

Das brandneue Stealth GS77 12UHS-063 von MSI ist mit einer Intel-CPU der zwölften Generation ausgestattet. - So schneidet der Edelgamer im Test ab.

MSI GE76 Raider im Test

Gaming-Notebook für Profis

MSI GE76 Raider im Test

91,0%

Ein kurzer Blick auf die Komponenten zeigt sofort: Das neue MSI GE76 Raider ist so ziemlich mit allem ausgestattet, was ein modernes Gaming-Notebook…