Superhelden mal anders

Marvel's Midnight Suns im Test: Dämonischer Spaß für Marvel-Fans

7.12.2022 von Laura Pippig

Marvel's Midnight Suns ist ein neues Taktik-RPG von Firaxis. Mit einem eigens erstellten Charakter geht es hier Hydra und Dämonen an den Kragen. Unser Test zum Spiel!

ca. 11:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Marvel Midnight Suns
Hier erlebt man die magische Seite des Marvel-Universums.
© 2K Games
EUR 52,33
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Pro

  • interessante Geschichte mit vielen Wendungen
  • Vielzahl bekannter Marvel-Charaktere
  • motivierendes Kampfsystem
  • wuchtige Angriffe und Effekte
  • zahlreiche Dialoge
  • viele Anpassungsmöglichkeiten für eigenen Charakter

Contra

  • veraltete Charaktermodelle
  • Missionen und Gegner wiederholen sich oft
  • zu viele unnötige Nebenbeschäftigungen
  • deutsche Vertonung schwächelt

Fazit

Marvel's Midnight Suns ist ein packendes Taktik-RPG, das uns jede Menge Möglichkeiten bietet. Die zahlreichen Marvel-Charaktere machen das Spiel zu einem echten Erlebnis, auch wenn die Technik hier und da veraltet ist und sich das Gameplay häufiger mal wiederholt.


Gut

So gut wie jeder Marvel-Fan, der auch gerne Videospiele spielt, hat sich bestimmt schon mal eins gewünscht, in dem man direkt in die Welt der größten Superheldinnen und Helden eintauchen kann. Am besten gleich mit einem selbst kreierten Charakter, durch dessen Augen man alles erleben kann... Wie schön das doch wäre!

Dieser Wunsch scheint jetzt in Erfüllung zu gehen, denn genau das bietet Marvel's Midnight Suns im Kern. Und noch viel mehr! Denn das Spiel hat nicht nur die offizielle Marvel-Lizenz, sondern ist auch noch ein RPG mit viel Tiefe, ein Runden-Strategiespiel mit packenden Kämpfen, ein Dating-Sim mit zahlreichen Dialogen... Moment, der Reihe nach.

In unserem Test verraten wir, was Marvel's Midnight Suns alles bietet und wie gut das Spiel am Ende wirklich ist. Dazu haben wir die PC-Version ausgiebig gespielt und einige Eindrücke gesammelt.

Marvel's Midnight Suns | Official Launch Trailer

Quelle: Marvel Entertainment/2K

Marvel's Midnight Suns: Die Story

In Marvel's Midnight Suns erleben wir eine waschechte Marvel-Story, die lose auf den Comics der "Midnight Sons" basiert. Hierbei wird die Dämonenmutter Lilith von einigen fanatischen Hydra-Anhängern wiedererweckt, um die Welt mit ihren Monstern zu zerstören. Die einzigen, die sie davon abhalten können, sind die Midnight Suns (hier mit U geschrieben).

Diese erwecken im Gegenzug Hunter, das Kind von Lilith. Hunter fiel nach dem letzten Kampf gegen Lilith nämlich in einen tiefen Schlaf und muss nun erneut versuchen, ihre Pläne zu vereiteln. An Hunters Seite stehen dabei nicht nur die Midnight Suns, bestehend aus Nico, Magik, Blade, Ghost Rider und ihrer Anführerin Sara alias Caretaker, sondern auch die Avengers, X-Men und weitere bekannte Charaktere aus dem Marvel-Universum.

Diese müssen wir nach und nach rekrutieren, um beispielsweise an der Seite von Spider-Man, Captain America, Wolverine oder dem Hulk zu kämpfen. Die Story findet dabei in diversen Missionen statt, die mit Zwischensequenzen ausgeschmückt sind. Dazwischen können wir in unserer Basis, der Abtei, immer wieder unsere Kräfte sammeln sowie die Heldinnen und Helden besser kennen lernen.

Marvel Lilith
Im Spiel müssen wir uns gegen unsere eigene Mutter, die dämonische Lilith behaupten.
© 2K Games

Die Story ist dabei packend inszeniert und mit zahlreichen Wendungen versehen, die die Spannung aufrecht erhalten. Lilith ist als Widersacherin genau so mysteriös wie furchteinflößend, wenn sie ihre korrumpierten Kreaturen auf uns hetzt. Gerade zu Beginn muss unser Team noch zahlreiche Niederlagen hinnehmen, was den Einsatz zusätzlich erhöht.

Wer bisher nur Berühungspunkte mit dem Marvel Cinematic Universe hatte, sollte allerdings etwas aufpassen. Denn Marvel's Midnight Suns bezieht sich vor allem auf die Comics, wodurch das Aussehen und die Hintergründe vieler Charaktere leicht anders ausfallen. Das stört aber kaum, zumal wir jederzeit im Spiel nachfragen oder nachlesen können, was wir eventuell nicht verstehen.

Die Interpretation des Entwicklerteams von Marvel's Midnight Suns finden wir zumindest sehr gelungen, vor allem da sie uns einige beliebte Heldinnen und Helden als fiese Bossgegner gegenüber stellen. Auch der emotionale Aspekt kommt gut rüber, wenn es darum geht, ein Team aus teilweise komplett unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammenzuhalten. Nur Hunter fällt dabei manchmal etwas blass aus, da der Charakter hauptsächlich durch den Kampf gegen Lilith definiert wird.

Marvel Wanda
Lilith korrumpiert viele bekannte Charaktere aus dem Marvel-Universum und macht sie zu Monstern. Hier sieht man die gefallene Scarlet Witch.
© 2K Games

Marvel's Midnight Suns: Das Gameplay

Zu Spielbeginn dürfen wir selbst festlegen, ob unser Hunter männlich oder weiblich ist sowie das dazugehörige Aussehen anpassen. Der Charakter-Editor fällt zwar nicht wahnsinnig umfangreich aus, besonders da die Auswahl des Gesichts begrenzt ist und Optionen für einzelne Partien oder Proportionen komplett fehlen. Später können wir immerhin noch weitere Merkmale wie Make-Up, Accessoires oder Outfits freischalten.

Nach einer kurzen Tutorial-Mission geht es dann auch gleich ins Spiel. Die nahende Bedrohung durch Lilith muss dringend aufgehalten werden, doch erst einmal lernen wir unser Team kennen, laufen durch die Abtei, sammeln Gegenstände ein, streicheln unseren süßen Hund Charlie und vergessen dabei total die Zeit. Währenddessen hätte die Welt schon längst untergehen können, während das Spiel uns mit Nebensächlichkeiten beschäftigt!

Doch keine Sorge, ohne Hunter geht das Spiel und auch der Untergang der Welt nicht weiter. Anders als in der XCOM-Reihe, den vorherigen Spielen vom Entwicklerteam Firaxis, drängt uns kein blinkender Timer dazu, schnell in der Hauptstory weiterzumachen. Trotzdem gibt es die typische Missionskarte, auf der wir Einsätze auswählen und unser Team zusammenstellen können. Zu Release gibt es neben Hunter zwölf weitere Charaktere, die wir mitnehmen können. Später sollen mehr per DLC folgen.

Deadpool

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Nach einer kurzen Sequenz, die unsere aktuelle Lage erklärt, geht es auch schon in den Kampf. Hierzu nutzt Marvel's Midnight Suns einen Mix aus Rundenkämpfen und einem Karten-System. Wir landen also mit unserer Truppe, bestehend aus maximal drei Helden, auf einer eng begrenzten Karte (deutlich kleiner als in XCOM!) und bekommen aus der Vogelperspektive eine bestimmte Anzahl an Gegnern sowie Zielen serviert. Egal ob wir ein Artefakt bergen, einen Helikopter aufhalten oder ein Ritual stoppen müssen - es läuft meistens auf Feinde verkloppen hinaus.

Hierzu bringt jeder einzelne Held ein Set an Karten mit sich, das aus Angriffen, Skills und Heldentaten besteht. Diese können wir in regulär drei Zügen pro Runde einsetzen und selbst entscheiden, welcher Charakter wie oft angreift. Einmal pro Zug dürfen wir uns zudem über die Karte bewegen, Gegenstände werfen oder besondere Umgebungsangriffe ausführen. Nachziehen ist bei Bedarf ebenfalls möglich, besonders starke Angriffe kosten zudem Heldenmut, den wir mit jeder Aktion generieren.

Marvel Midnight Suns
Die Kämpfe finden mal auf den Straßen New Yorks, mal in finsteren Verstecken oder an bekannten Schauplätzen wie dem Sanctum Sanctorum statt.
© 2K

Was anfangs etwas hakelig klingt und von Marvel-Fans mit viel Skepsis betrachtet wurde, entwickelt sich mit jeder gespielten Mission immer mehr zu einem großen Spaß. In einer Runde mehr und mehr Gegner K.O. zu schicken, teilweise sogar mit einem einzigen Schlag, ist einfach sehr befriedigend. Kennt man erst einmal die Vorzüge seiner Heldinnen und Helden und weiß um einige mächtige Kombinationen sowie Manöver, kommt man außerdem in einen angenehmen Flow.

A propos Vorzüge: Diese bringen jede Menge taktische Tiefe ins Spiel. Denn jeder Charakter lässt sich prinzipiell in eine Rolle einteilen, vom Schadensausteiler über Unterstützer bis hin zu Tanks, die durch Blocken besonders viel einstecken können. Unser Team können wir aber nach Lust und Laune zusammenstellen (sofern es keine Vorgabe für die aktuelle Mission gibt) und müssen oft nicht mal Hunter selbst mitnehmen, wenn wir nicht wollen.

Dadurch ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Kämpfe richtig interessant zu gestalten. Mit dem Vampirjäger Blade verursachen wir beispielsweise in jeder Runde Blutungsschaden, mit Magik erschaffen wir Portale auf dem Schlachtfeld und Magierin Nico kann mit Zufallseffekten jede Menge Chaos stiften. Hunter selbst bringt ebenfalls sehr starke Angriffe mit und steht den Marvel-Ikonen in nichts nach.

Marvel Hunter
Hunter kann mit hellen oder dunklen Fähigkeiten angreifen, was einen Einfluss auf ihren moralischen Kompass hat.
© 2K Games

Im Fall von Hunter können wir sogar aus zwei Pools von Fähigkeiten wählen, die auf heller oder dunkler Magie basieren. Das hängt auch mit Hunters Gesinnung im Spiel ab, die wir durch den Einsatz von Karten und Dialogentscheidungen Richtung Licht oder Dunkelheit kippen können. Auf den Verlauf der Story hat das allerdings wenig Einfluss, sondern eher auf die eigene Wahrnehmung unserer Aufgabe. Besonders starke Angriffe sehen damit zudem besonders fies oder heldenhaft aus.

Auch die mächtigen Kombo-Attacken, in denen zwei Helden zusammen ein Ziel angreifen, machen ebenfalls einiges her - Auch wenn sie mit den neutralen Hintergründen und übertriebenen Animationen etwas an ein Mobile Game erinnern. Davon abgesehen ist das Kampfsystem von Marvel's Midnight Suns aber sehr effektreich und äußerst motivierend, wenn man sich für dieses Genre generell begeistern kann.

Marvel's Midnight Suns | The Hunter Gameplay Showcase

Quelle: 2K

In den Missionen treffen wir zudem immer wieder auf besonders starke Bossgegner. Dabei handelt es sich um andere Marvel-Charaktere, meistens Schurken, die von Lilith korrumpiert wurden. Sie greifen daher besonders rücksichtslos an, haben besondere Fähigkeiten und müssen in der Regel mehrmals ausgeschaltet werden innerhalb einer Mission.

Zu den Gegnern gehören hierbei vor allem Venom, Crossbones, Sabretooth, aber auch dämonische Versionen von ehemaligen Helden wie Scarlet Witch oder dem Hulk. Diese begegnen uns nicht nur einmal, sondern mehrmals in den Story-Missionen. In Nebenmissionen können sie ebenfalls per Zufall erscheinen, was besagtes Level zwar interessanter gestaltet. Doch leider verlieren die Begegnungen dadurch etwas an Spannung.

Dennoch bleiben diese Kämpfe ein Highlight, zumal sich das Missionsdesign und auch die Gegnertypen ansonsten schnell wiederholen. Im ersten Abschnitt des Spiels bekommen wir es vor allem mit Hydra zu tun, später auch mit anderen Feinden. Dennoch fehlt hier die Abwechslung, selbst wenn wir immer wieder etwas kniffligere Aufgaben lösen müssen.

Marvel’s Midnight Suns | “Darkness Falls” Trailer

Quelle: Marvel Entertainment
Der neueste Trailer zu Marvel's Midnight Suns

So viel zum Taktik-Part. Doch wie viel Rollenspiel steckt in Marvel's Midnight Suns? Nun, sehr viel, denn dieser Aspekt macht gut die Hälfte des Spielerlebnisses aus. Außerhalb der Kämpfe erleben wir nämlich nicht nur viele Zwischensequenzen, sondern auch unheimlich viele Dialoge. In der Abtei wechseln wir in die Third-Person-Ansicht und können uns vor sowie nach Missionen so lange aufhalten wie wir wollen - und verquatschen uns dabei jedes Mal.

Denn jeder Charakter hat so viel zu erzählen, sowohl zur aktuellen Entwicklung als auch zum Heldendasein an sich, inklusive Kindheitstrauma. Das scheint bei den meisten Charakteren jedenfalls vorprogrammiert zu sein. Daher müssen wir beim Sympathiesammeln durchaus mal aufpassen, nicht an der falschen Stelle einen unangebrachten Witz zu machen und damit unseren Kollegen zu verärgern - fast wie im echten Leben.

Zusätzlich können wir das Wohlwollen des Teams steigern, indem wir sie mit auf Dates (oder Ausflüge) nehmen, ihnen Geschenke geben oder Komplimente machen... klingt kurios, passt aber erstaunlich gut ins Spiel. Vor allem Fans der Bioware-Spiele werden das lieben, denn wie in Dragon Age oder Mass Effect wachsen uns viele der Charaktere schnell ans Herz und wir fiebern dem nächsten Treffen schon entgegen, um mehr über sie zu erfahren.

Zu schade ist es deshalb, dass die Beziehungen im Spiel rein platonisch ausfallen. Denn auch nach zahlreichen Treffen, aufmerksamen Geschenken und Komplimenten wollen die Heldinnen und Helden immer nur Freundschaft mit uns. Unter ihnen bahnt sich aber durchaus die eine oder andere Romanze an, wenn auch nicht gerade dort, wo man sie erwarten würde.

Immerhin haben die Beziehungen innerhalb des Teams auch spielerische Vorteile. Denn durch die Interaktionen schalten wir nicht nur neue Outfits und Fähigkeiten frei, sondern werden insgesamt immer stärker, beispielsweise wenn wir die bereits erwähnten Kombo-Attacken nutzen. Wer also denkt, man kann diesen Teil des Spiels getrost überspringen, der verpasst zumindest ein bisschen was.

2K
Mit der Zeit können wir unser Team im Partnerlook auftreten lassen - und den Feinden stilvoll gekleidet in den Hintern treten!
© 2K

Neben Story, Taktik-Kämpfen und Teambuilding geht es in Marvel's Midnight Suns noch um eine weitere große Sache: Das Sammeln. Denn das tun wir quasi die ganze Zeit. Wir sammeln neue Karten, Ressourcen für das Aufwerten von Karten, Artefakte, Infospeicher, Outfits, Outfitfarben, Reagenzien für Tränke und so weiter. Bei all der Sammelei fühlt man sich teilweise fast wie ein Laufbursche, und an manchen Punkten hat es das Entwicklerteam auch etwas übertrieben mit den Nebenbeschäftigungen.

Immerhin sorgen die Trainingseinheiten, Heldenmissionen und Forschungsaufgaben, die wir nebenbei verteilen und automatisch ablaufen, für nützliche Boni und haben somit einen direkten Einfluss auf die Kämpfe. Auf dem Abteigelände können wir dann auch noch Geheimnisse aufdecken, wenn uns immer noch langweilig ist, die uns noch mehr Items bescheren. Daher ist es an vielen Stellen notwendig, auch ein bisschen Sammelwahn zu betreiben. Besonders dann, wenn man coole neue Skins für Hunter und Co. freischalten möchte.

Um bei diesem Punkt direkt den Hulk im Raum anzusprechen: Ja, in Marvel's Midnight Suns können wir auch Helden-Kostüme für Echtgeld kaufen. Hier hat man ein paar besondere Outfits designed, die optisch etwas aus dem Spiel herausfallen und daher sowieso nur etwas für Liebhaber sind. Außerdem bieten sie keine spielerischen Vorteile gegenüber den normalen Klamotten und sind daher kein großes Problem.

Wer möchte, kann sein eigenes Team aber auch ohne Geld vielseitig gestalten und die Möglichkeiten voll ausschöpfen. Und nur durch die Steigerung des Freundschaftslevels schalten wir das legendäre Midnight Suns Outfit für jeden Charakter frei, was besonders im Team eigentlich am besten aussieht.

Filmplakate der Titel Dr. Strange 2, Spider-Man: No Way Home, Eternals

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Um das Ganze kurz zusammenzufassen: Marvel's Midnight Suns bietet jede Menge Spielmechaniken, die auf dem Papier wie ein Overkill klingen. Und an manchen Stellen hat Firaxis es aus zugegebenermaßen etwas übertrieben, denn so viele Nebenbeschäftigungen hätte es in unseren Augen gar nicht gebraucht. Wer vor allem auf das Kämpfen aus ist, könnte diese sogar als lästig empfinden.

Immerhin kann aber keiner behaupten, dass man hier für sein Geld zu wenig Spielzeit bekommt, zumal die Hauptstory allein bereits zwischen 40 und 50 Stunden lang beschäftigt. Mit allen Nebenbeschäftigungen dürfte es gut doppelt so viel sein, je nach Spieltempo und gewähltem Schwierigkeitsgrad.

Außerdem finden wir, dass man hier die Marvel-Lizenz effektiv genutzt und überall eingewoben hat, wodurch man überall mit kleinen Eastereggs und Anspielungen belohnt wird. Das ist sehr erfreulich, vor allem da hierdurch die Avengers quasi eine zweite Chance in Spielform erhalten nach dem gefloppten Marvel's Avengers von 2020.

Logos der Projekte X-Men 97, Echo, Spider-Man: Freshman Year, Agatha: House of Harkness, Marvel Zombies, She-Hulk, Ms. Marvel, Moon Knight, What If...?, I Am Groot, Ironheart und Secret Invasion

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Marvel's Midnight Suns: Die Technik

Kommen wir zur Technik von Marvel's Midnight Suns. In unserem Test lief das Spiel auf dem PC jederzeit flüssig und erfreulich bugfrei, was heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Selbst in Kämpfen mit vielen Gegnern und Effekten gab es kaum Framedrops und nur hin und wieder brauchten Charaktere mal etwas länger, um sich richtig für einen Angriff zu positionieren.

Ansonsten überzeugen die Kämpfe auf technischer Ebene mit vielen wuchtigen Effekten, dazu passenden Sounds sowie angemessen epischer, musikalischer Untermalung. Auch die Umgebungen sehen gut aus, besonders das Abteigelände hat uns mit seinen dichten Wäldern und vielen versteckten Pfaden gut gefallen.

Schlechter sieht es allerdings bei den Charaktermodellen aus. Denn auch wenn die Outfits der Heldinnen und Helden gut designed sind, wirken ihre Gesichter oft leblos und wenig detailliert. Mimik sieht man hier kaum, selbst wenn ein Charakter im Dialog tiefes Bedauern oder Freude ausdrückt. Das ist schade, vor allem da wir im Gespräch von Angesicht zu Angesicht so immens viel Zeit verbringen.

Nach einer Weile gewöhnt man sich zwar daran, doch ein Spiel von 2022 sollte besser aussehen - besonders auf Basis der Unreal Engine, die eigentlich deutlich mehr kann. Raytracing und DLSS-Unterstützung bringt das Spiel ebenfalls, davon merkt man aber aufgrund der Perspektive in den Kämpfen recht wenig. Bei schwächeren Systemen leidet Berichten zufolge außerdem die Performance darunter.

In Punkte Vertonung empfehlen wir zudem die englische Originalfassung. Denn auch wenn die meisten Rollen recht passend besetzt wurden und sich offenbar viel Mühe gegeben wurde, klingt die deutsche Version teilweise doch sehr hölzern. Zudem haben sich einige Übersetzungsfehler eingeschlichen, Eigennamen werden falsch betont oder ein weiblicher Hunter spricht plötzlich mit männlicher Stimme.

Marvel's Midnight Suns: Fazit

Marvel's Midnight Suns ist ein gelungenes Taktik-RPG, das vor allem mit seinen motivierenden Kämpfen und der spannenden Story punktet. Als Hunter, dem ersten frei gestaltbaren Charakter in einem Marvel-Spiel, erleben wir zusammen mit den Midnight Suns, den Avengers und vielen weiteren Marvel-Charakteren eine erstaunlich gute Spiel-Umsetzung der zugrundeliegenden Comics.

Der Rollenspiel-Aspekt ist zwar vor allem etwas für Liebhaber von ausschweifenden Dialogen und wurde mit zu vielen Nebenbeschäftigungen etwas übertrieben, da diese vom Hauptgeschehen sehr ablenken. Dennoch greifen beide Systeme gut ineinander und fügen sich zu einem Gesamtwerk, das sich sehen lassen kann.

Lediglich bei den steifen Gesichtern sollte man nicht zu genau hinschauen, denn hier gibt es noch viel Nachholbedarf. Wer darüber hinwegsehen kann und sowieso lieber auf die Effekte in den Kämpfen schaut, bekommt hier allerdings ein sehr unterhaltsames Action-Feuerwerk im Marvel-Setting.

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