Testbericht

Loewe Individual 40 Compose LED 400 DR+

10.8.2010 von Roland Seibt

Loewes Individual-Serie wird jetzt noch flacher und bietet interessante technische Neuerungen. Wir haben uns ein Compose-System in 40 Zoll näher angeschaut.

ca. 3:00 Min
Testbericht
  1. Loewe Individual 40 Compose LED 400 DR+
  2. Fazit
fernseher, loewe
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© Video Homevision

Bei Loewe wurde Individualität schon immer großgeschrieben. So kann sich jeder Kunde ein Modell der neuen Individual-Compose-LED-Serie aus tatsächlich vielen Zehntausend Varianten zusammenstellen. Loewe bietet dabei nicht nur Bildgrößen von 32 bis 55 Zoll an, sondern unterteilt die Geräte bei ähnlichem Look basistechnisch in "Selection" (200 Hz) und "Compose" (400 Hz).

Multipliziert man das breit gefächerte Angebot aus Sound-Lösungen, Aufstellungsvarianten und farbigen Intarsien, so wird schnell klar, dass kaum ein verkaufter Loewe-Fernseher dem anderen gleichen muss.

Wir haben das kleine Topmodell Individual 40 Compose LED 400 DR+ zum Test bestellt. Es bietet neben der 400-Hz-Elektronik das immer noch beste am Markt befindliche Empfangskonzept. Jeweils zwei Empfänger sind für HDTV-Stationen integriert, die über Kabel, aus der Luft oder vom Satelliten kommen - natürlich zusätzlich zu zwei Analog-Tunern.

Bildergalerie

anschlüsse, loewe

Loewe Individual 40 Compose LED 400 DR+

Loewe geizt nicht mit Spezialbuchsen, die eine Integration in Sound- und Steuersysteme ermöglichen.

Hiermit lässt sich nicht nur jegliche Kombination von Bild-im-Bild nutzen, sondern auch eine Sendung auf der integrierten Festplatte ("DR+") aufzeichnen, während man eine andere anschaut.

Empfohlener Sehabstand [ mindestens ]

  • TV: 2,9 m
  • PAL -DVD: 2,6 m
  • HD: 1,7 m

Damit das auch im Kabel funktioniert, arbeitet das Aufnahmesystem mit den CI-Plus-Schächten zusammen, in die man Entschlüsselungsmodule von Kabel Deutschland oder HD-Plus einführen kann. Natürlich muss sich Loewe an die Aufnahmerestriktionen halten, die HD-Anbieter ihren Programmen mit auf den Weg geben dürfen.

Da das Material jedoch in neu verschlüsseltem Zustand gespeichert wird, kann Loewe es sogar auf die hauseigene externe Speicherlösung MovieVision DR+ transportieren. Die Sendungen können dann zwar nicht am Rechner illegal gebrannt werden, lassen sich jedoch auf jedem Loewe-TV neuester Bauart wiedergeben.

loewe, medenzugriff
Im Gegensatz zu den Individuals älterer Bauserien bekommen die neuen LED-Geräte umfangreiche Medienzugriffe direkt mit auf den Weg.Im Gegensatz zu den Individuals älterer Bauserien bekommen die neuen LED-Geräte umfangreiche Medienzugriffe direkt mit auf den Weg.
© Video Homevision

Als noch einfachere Methode, eine Aufnahme mit ins Schlafzimmer zu nehmen, entwickelt Loewe gerade eine Streaming-Lösung, die sogar als Update in jetzt verkauften Geräten funktionieren soll. So weit sind die selbsternannten Technologieführer aus Japan und Korea beim Multi- Room-Komfort lange noch nicht.

Auch was den Systemgedanken betrifft, ist Loewe immer noch führend. Wir haben beispielsweise bereits einige Soundbars und Steuersysteme getestet, doch nirgendwo haben wir eine perfekte Integration gefunden, die - wie in unserem Beispiel den neuen 7.1 Sound Projector - so verinnerlicht, dass man niemals eine zweite Fernbedienung benötigt.

Natürlich lässt sich Loewe diesen Luxus gut bezahlen, doch das Geld ist gut angelegt, wenn es einem graue Haare erspart. Jedenfalls ist der neue Loewe-Fernseher mit mehreren integrierten Endstufen, Surround-Decodern, einem Center-Eingang und einigen proprietären Steuerverbindungen auf mehr Kombinations- und Systemvarianten vorbereitet als jedes andere TV-Gerät auf dem Markt.

Design spielt bei Loewe eine wichtige Rolle, doch die Kronacher lassen sich nicht in die Ecke der Blender drängen, für die allein das Aussehen zählt. Zwar lassen sich Fernseher mit Rand-LED-Beleuchtung noch viel flacher und spektakulärer bauen, doch Loewe sieht eher das Gesamtkonzept und geht beim System keine Komprogut misse ein.

So stehen die angeschlossenen Stecker bei den Ultra-Flat-TVs oft hässlich nach hinten ab, während Loewe weiterhin darauf besteht, dass sich alle Kabel vollständig hinter Abdeckungen verstecken und durch die Aufstellungslösungen führen lassen. Und dafür, dass vier Doppel-Tuner, eine Festplatte und sämtliche Systemvorbereitungen integriert sind, macht der Individual 40 Compose LED 400 DR+ eine exzellent schlanke Figur.

Optimale Einstellungen

Modus: Öko-StandardHelligkeit: 10Kontrast: 18Farbintensität: 10Schärfe: 1Farbtemperatur.: softDNC: einAuto-Dimmung - Video (VBD+): ein

In puncto Bildqualität war Loewe lange Jahre ganz vorn mit dabei, kann diese aber nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal nutzen. Hier haben die Mitbewerber enorm dazugelernt, besonders Firmen, die selbst Panels herstellen und damit auf Innovationen viel früher entwicklungstechnisch zugreifen können. Loewe hat jetzt erstmals 400 Hz integriert, wobei die ausgereifte 200-Hz-Bewegungsglättung durch pulsierende Hinterleuchtung verdoppelt wird.

Das Panel zeigt die übliche, nicht ganz perfekte Ausleuchtung der Rand-LED-Technik, bietet aber einen überdurchschnittlich guten Blickwinkel. Die edel spiegelnde Kontrastscheibe prägt den Bildcharakter. 3D scheint für die Entwickler noch kein Thema zu sein, wenngleich es auf der letzten IFA bereits Prototypen zu sehen gab. 3D wird wohl im kommenden Jahr angeboten - aber nur, wenn die Nachfrage der Konsumenten das wirklich rechtfertigt.

Über den erstaunlich räumlichen Klang des neuen 7.1-Sound-Projektors, der allerdings noch einmal mit 1.600 Euro zu Buche schlägt, wollen wir in unserer nächsten Ausgabe berichten.

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