UHD-Projektor

LG Largo HU70LS im Test

26.3.2020 von Roland Seibt

Ultra-HD-Auflösung, angetrieben von farbreinen LED-Lampen: Das ist die Innovation der Beamertechnik, die LG schon lange vorantreibt. Im „Largo“ entfernt man sich etwas vom sonst gepriesenen Mobilkonzept, bringt aber ernst zu nehmende Bildqualität ins Spiel. Lesen Sie unseren Test zum Largo HU60LS.

ca. 1:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
LG Largo HU70LS im Test
LG Largo HU70LS im Test - Großer Kleinbeamer
© LG

Pro

  • jede Menge Multimedia und Smart-TV
  • HDR
  • 4-LED -Lichtquelle
  • scharfes Ultra-HD

Contra

  • Schwarzwert
  • ext. Netzteil

Fazit

video Testurteil: gut


73,0%

Der Hersteller LG hat seine Marktlücke im Projektionssegment durch innovative Produkte gefunden, die besonders smart sind und neue Einsatzszenarien eröffnen. 

Das Portfolio reicht vom portablen Taschenbeamer über Lasergeräte mit Bildspiegel und einrollbarem Netzkabel bis hin zu besonders hochwertigen Ultrakurzdistanzgeräten. 

In dieser Welt der hybriden Ideen ist der „Largo“ HU70LS fast der langweiligste Klassiker zum ausgereiften Heimeinsatz für Filmspaß, Sportevents oder Gamingsessions vor einer Leinwand. Er bietet nämlich überzeugende Bildqualitäten.

LG Largo HU70LS im Test - Anschlüsse
Die Anschlussvielfalt ist enorm. Auch unser Laptop ließ sich über USB-C verbinden (Displayport). Dabei sieht man nicht einmal die Buchsen für WLAN, Bluetooth, DLNA und Miracast.
© LG

Was den kompakten Projektor vom Einsatz fest installiert im dunklen Heimkino abhält, ist dabei nicht etwa geringe LED-Lichtstärke – die ist nämlich erstaunlich hoch – sondern allein schon seine weiß glänzende Farbe, vor allem aber das externe Netzteil. 

Man findet eigentlich keinen schlüssigen Grund, warum der große Klotz nicht ins Gehäuse integriert wurde. Portabel ist das Leichtgewicht allemal, und seine Aufstellung gelingt schnell. Dabei ist der Zoomfaktor mit über 1,2 vergleichsweise groß, aber für Heimkinos meist zu klein. 

LG Largo HU70LS im Test - Screenshot
LG s Betriebssystem WebOS 4.5 stellt den Zugriff auf eine riesige Menge an smarten Apps sicher. Zusätzlich werden viele Medien über USB und Netzwerk wiedergegeben.
© Screenshot: video

Von einem Lensshift kann man nur träumen, dafür gibt es eine automatische Trapezkorrektur, die gut funktioniert, aber etwas Auflösung kostet. Typisch portabler Beamer. 

Wir haben den LG vor der Unterkante unserer Steward Referenzleinwand positioniert und das Trapez deaktiviert – und siehe da: Das kleine Beamerchen zauberte mehr Ultra-HD-Details auf den Schirm als andere Geräte unter 2000 Euro. 

Die Bildecken fielen aber in ihrer Schärfe ab und verfärbten leicht. Dabei hielt sich die Geräuschentwicklung des Gerätes vornehm zurück. Einer der Vorteile der LED-Technik. Der andere liegt in versprochenen 30.000 Stunden Lebensdauer, die LG zu einer erweiterten Garantie von drei Jahren überzeugte.

Zur Erhöhung der Lichtleistung wurden gar vier LEDs integriert. Von den im Datenblatt versprochenen 1500 Lumen konnten wir im dynamischen HDR-Modus gute 1000 nachmessen, in HDTV bei sauberen Farben noch 900. 

[Testsiegel] video Magazin Testurteil gut
video Magazin Testurteil: gut
© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

Das Kontrastverhältnis wurde durch den mäßigen Schwarzwert von 1,5 Lumen geprägt, der nicht durch Dimmingtricks der LEDs optimiert werden konnte.

Während sich andere Projektoren auf mehr oder weniger Monitorfähigkeiten beschränken, bietet der LG Largo das komplette wunderbare Potenzial des Smart-TV Betriebssystems WebOS 4.5. 

Bei den fulminanten HDRStreaming-Apps, Netzwerk- und USB-Wiedergabe bis hin zur Smartphone-Spiegelung und Ansteuerung von Soundsystemen über Bluetooth bleibt kein Auge trocken. 

Als Bonus profitiert das Gerät von der ausgereiften Kalibrierbarkeit, vielen Bildverbesserungen und einer übergelegten Zwischenbildberechnung.

Fazit

Der portable Largo ist ein toller Ultra-HD-LED-Beamer für anspruchsvolle Filmevents im Wohnzimmer. Seine multimedialen Fähigkeiten sind mit großem Abstand marktführend.

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