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65-Zoll-NANO-TV

LG 65NANO869PA im Test

Durch Nanotechnologie optimierte Farben leuchten unverfälscht einen enormen Blickwinkel aus. Das ist LGs Serie von NANO-TVs, die ebenfalls durch eine Unmenge smarter Extras überzeugt. Lesen Sie unseren Test zum 65NANO869PA von LG.

© LG

LG 65NANO869PA im Test

Pro

  • Dolby VisionIQ+Atmos
  • sehr guter Blickwinkel
  • viele smarte Optionen
  • drei Sprachassistenten
  • Mauszeiger-Steuerung
  • 100 Hz
  • Gaming

Contra

  • maues Tiefschwarz durch Edge-Dimming

Fazit

video-Testurteil: sehr gut (866 von 1005 Punkten)
86,0%

Die Mittelklasse muss nicht langweilig sein, wie LG mit dem 65NANO869PA beweist. Vergleicht man seine Ausstattung – vor allem die zukunftsweisenden Extra – mit LGs Spitzenmodellen, ist der Unterschied eher marginal.

Hardwareseitig fehlt der zweite Tunerzug, mit dem man TV-Material aufzeichnen kann, während man einen anderen Sender schaut. Aber wer tut dies heutzutage noch, wo es Mediatheken, Videostreaming und Cloud-Recording gibt? Genau hier schöpft LGs neues Betriebssystem webOS 6.0 aus dem Vollen.

Alles, was an Video-on-Demand-Anbietern Rang und Namen hat, ist genauso vertreten wie Optionen zum Spiegeln von Smartphoneinhalten, Bluetoothquellen oder Netzwerkdateien.

© Samsung / Montage: video

Es gibt eine ganze Menge an Ein- und Ausgangsoptionen, die per Kabel oder Funk genutzt werden können. Das "Home Dashboard" bündelt die Möglichkeiten.

Die einzigen Ausnahmen, die vor allem hierzulande relevant sind, stellen MagentaTV und die Integration von HD+ dar. Davon einmal abgesehen, stehen viele Dutzend Dienste bereit, die einwandfrei und in höchster Qualität funktionieren – bis hin zur Applewelt. Gleich drei Sprachassistenten samt der Brücke in die Welt des Internets der Dinge sind wie bei allen anderen guten LG Fernsehern integriert.

© LG / Montage: video

(links) Der neue Magic Remote liegt super in der Hand und ist besonders smart. (rechts) Mit 4,5 cm ist dieser NANO-TV für Edge-LED-Technik recht tief. An der Wand trägt er dennoch kaum mehr auf als ein Bilderrahmen.

Smarte Fernbedienung

Ein winziger Rotstift wurde bei der Fernbedienung angesetzt. Die neue schlankere Magic Remote verzichtet auf die NFC-Funktion, die sowieso kaum genutzt wird. Natürlich klappt die Steuerung des Mauszeigers, der den gesamten Fernseher bedient, immer noch wunderbar, und das mit einem Navigationsfeld kombinierte Scrollrad reagiert präziser denn je.

Über separate Tasten ist das eingebaute Mikrofon nun wahlweise für ThinQ, den Google Assistant oder Alexa zuständig, je nachdem, von welchem Assistenzsystem man sich bessere Antworten oder Steuerfunktionen verspricht.

© Samsung / Montage: video

Künstliche Intelligenz ist das Buzzword, unter dem automatische Optimierungen von Bild und Ton, aber auch Programmhinweise laufen.

Display

Gespart hat LG jedoch beim Display. Wir würden es als ADS-Panel charakterisieren, das bei seitlichem Blickwinkel sogar eine bessere Farbstabilität besitzt als ein OLED-TV. LGs Nanobeschichtung sorgt für sattere und exzellent abgestimmte Farben, die den HDTV-Farbraum äußerst harmonisch abbilden.

© WEKA Mediapublishing GmbH

Das in allen Modi etwas erhöhte Gamma sorgt für einen satteren Kinolook. Dabei ist die Abstimmung der Grautreppe und von Mischfarben schon sehr gut gelungen, ab Werk aber noch nicht ganz perfekt.

In HDR erkennt man die Grenzen des TVs jedoch schnell. Sie sind hauptsächlich auf das einfache Backlight zurückzuführen, das aus nur sechs Zonen im unteren Rand besteht. Das lokale Dimmen wirft lange vertikale Lichthöfe, die aber nur im abgedunkelten Raum, und dann vor allem bei seitlichem Blickwinkel stören.

© WEKA Mediapublishing GmbH

Bildmessung HDR - Mit 91% Abdeckung des Farbraums DCI-P3 liegt die Buntheit des NANO unter LGs teureren QNED Mini LED Modellen. Erst im HDR Modus werden die Unterschiede auch in Brillanz und Schwarzwert spürbar. HDR wird wunderbar dynamisch angepasst.

Der TV verbraucht lobenswert wenig Strom, reflektiert dafür Raumlicht matt mit einem hohen Faktor von 3,6 %. Die Lichtstärke liegt in der LCD-Oberklasse (ebenfalls vergleichbar mit OLED), bei passabler Ausleuchtung. Dafür arbeitet die Bewegungsglättung des Alpha7-Gen4-Chips sehr ordentlich.

Lesetipp: LG-TVs 2021: Alle Infos zu neuen OLED-, QNED- und Nanocell-Fernsehern

Überhaupt ist die Schärfe des 120-Hz-Panels hoch, was auch Freunde des gehobenen Gamings freut. Damit liefert LG ein hochwertiges Paket mit einer starken Preisleistung im Alltagseinsatz.

© video Magazin / WEKA Media Publishing GmbH

video Magazin Testurteil: sehr gut

Fazit

Was smarte Eigenschaften und Bildqualität von HDTV betrifft, kann der LG 65NANO869 leicht mit doppelt so teuren Geräten mithalten. Allein Sahnehäubchen wie Tiefschwarz im abgedunkelten Raum oder Maximalbrillanz von HDR sind für den guten Preis nicht realisierbar.

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