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65-Zoll-LCD-TV

LG 65NANO867NA im Test

LG hat sich nicht allein der OLED-Produktion verschrieben, sondern ist auch einer der weltweit größten und qualitativ besten LCD-Lieferanten. Durch eine Nano-Versiegelung werden Blickwinkel und Farbvielfalt des IPS-Panels nochmals verbessert – hier im neuen 65-Zoll-TV. Lesen Sie unseren Test hierzu.

© LG Electronic Deutschland GmbH

Zum Kauf dieses TV-Gerätes gibt es ein halbes Jahr sky Ticket obendrauf.
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EUR 1078,95

Pro

  • Nano-LCD-Panel mit 100 Hz
  • viele smarte Funktionen
  • moderne Bedienung

Contra

  • keine echte HDR-Power
  • Dimming fällt manchmal auf

Fazit

video-Check: sehr gut

Der günstige 65NANO867NA stellt die Mittelklasse von LGs NanoCell-Geräten dar. Er wird neben 65 Zoll (164 cm Bilddiagonale) auch in 55 und 49 Zoll angeboten.

Von den deutlich teureren LCD-Modellen unterscheidet ihn fast nur sein Backlight, dessen LEDs sich am Bildrand verbergen, statt direkt hinter dem Panel zu sitzen. So ist kein wirklich feines lokales Dimmen möglich.

Dafür besitzt der NANO867 denselben Chip zur Bildverarbeitung wie die großen Brüder: alpha7 Gen. 3. Und der macht die gute Bildwiedergabe vor allem von klassischen HDTV-Bildquellen und SD-Streaming aus.

Er bereinigt und skaliert das Bild hochwertig. Abgesehen davon bieten LGs Top-LCDs „999“ und „979“ die absurd hohe 8K-Auflösung, die kein Mensch aus drei Metern Abstand differenzieren kann.

Preislich noch viel höher angesiedelt bietet LG natürlich auch OLED-TVs an: besondere Leckerbissen für Freunde des perfekten Bildes.

Hier sollten jedoch HDR-Gamer und Vielnutzer vorsichtig sein, denn wie stark das Risiko von Einbrennen bei HDR-Belastung nach 1000 oder mehr Stunden Betrieb mit kaum wechselnden Bildquellen ist, darüber streiten sich Experten immer noch vortrefflich.

Mit dem LCD-Gerät 65NANO867NA ist man jedenfalls auf der sicheren Seite, und vor allem für Gamer bietet er ein paar ganz besondere Bonbons.

© WEKA Media Publishing GmbH

Die Magic Remote lenkt einen Mauszeiger über den TV-Schirm und besitzt ein Mikro zur Sprachsteuerung

Überaus modern

LG unternimmt wirklich höchste Anstrengungen, um seine TV-Geräte mit allen Formaten, neuen Techniken und Anbietern von Quellen kompatibel zu halten. Leuchtendes Beispiel war die frühe Unterstützung von Dolby Vision und Dolby Atmos, die dieses Gerät natürlich auch wieder bietet. 

Rein aus politischen Gründen wird auf HDR10+ verzichtet, ein alternatives szenenadaptives HDR-Format, das jedoch in Quellmedien kaum Verwendung findet. 

Viel wichtiger ist, dass auf Wunsch die HDR-Dynamik nun mittels Lichtsensor an die Raumsituation angepasst wird, und man in machen Szenen Inhalte erkennen kann, für die es sonst im Raum stockfinster hätte sein müssen, und die man oft eh nur auf einem OLED-TV differenzieren konnte. 

Dies funktioniert sogar in Dolby Vision (hier nennt sich das "IQ") und im Filmmaker-Mode. Letzterer wird ja als Ultimum der Natürlichkeit gehypt, wir sehen ihn dennoch gern mit etwas erhöhter Strahlkraft. 

Eine Bewegungskompensation ist hier nicht so dringend nötig wie bei OLED, weil das Panel deutlich langsamer reagiert, doch sie ist vorhanden und kann unter etwaiger Akzeptanz vereinzelt auftretender Klötzchen jegliches Stottern elmininieren. 

© LG Electronic Deutschland GmbH

Der Fernseher ist nicht ultraflach, obwohl das Backlight am Rand sitzt.

Für das Protokoll: Die Bewegungsschärfe ist zwar nicht so hoch wie bei OLEDs oder QLED-VA-Panels, doch deutlich besser als bei allen 50/60 Hz-Panels. Unregelmäßiges Pulldown-Stottern braucht man nicht zu befürchten, und Schwenks erscheinen schön homogen.

Schaltet man in den Spielemodus, was durch ALLM (Auto Low Latency Modus) auch selbstständig passieren kann, sinken die Latenzraten von 90 auf tolle 15 Millisekunden – sogar inklusive Skalierung.

Eine Variable Refreshrate (VRR) wird als Feature von HDMI 2.1 angeboten und AMD Freesync soll gerade per Update angekommen sein. Allein auf Nvidia G-Sync verzichtet LG offiziell.

Die 2.1-fähige HDMI-Buchse Nummer drei liefert 120 Hz Eingangssignale in Ultra-HD-Auflösung. Na, wenn das nicht zum Zocken einlädt?

© Screenshot: video

Das Hauptmenü vom WebOS 5.0 verdeckt nur den unteren Rand des Bildes.

LG setzt empfangstechnisch auf Zukunftstechnologien wie IPTV (das Bouquet "LG-Channels" ist in der Senderliste integriert), hat aber dafür den zweiten Tuner geopfert. Auf eine USB-Festplatte aufnehmen kann man also nur, was man gerade anschaut, oder mithilfe einer Timerprogrammierung. Das laufende Programm anhalten, also TimeShift, klappt aber auch so.

Neben den vier HDMI-Eingängen und dreimal USB findet sich noch ein analoger Videoeingang. Das ist allerdings nicht gerade zukunftsweisend. Schon eher gehen Bluetooth 5.0 (LE) und WLAN-ac in diese Richtung. Und hier gibt es auch kein wichtiges Format, mit dem der TV nicht kommunizieren könnte.

USB-Wiedergabe, DLNA-Heimnetz, Funklautsprecher, App-Casting und Bildschirmspiegelung. Alles vorhanden. Sogar Apple wird Tribut gezollt, mit Airplay-2 als Zuspielvariante und Apple-TV als VoD-App.

© LG Electronic Deutschland GmbH

Der gebürstete Standfuß sieht stabil aus, ist aber kein Vollmetall.

All diese Vorzüge sind mehr oder minder in jedem modernen Top-TV von LG vorhanden – mit selektiven Unterschieden in Betriebsgeschwindigkeit und Ausprägung. Man muss sich nur überlegen wie groß der TV werden soll, und wie gut die Bild- und Tonqualität passt.

Für die Ansprüche der pingeligen video-Redaktion befinden wir uns hier in der Mittelklasse (der Top-TVs). Es gibt deutlich brillantere Modelle, sowie Geräte, die im dunklen Raum ein erheblich satteres Schwarz erzeugen – die aber auch schnell das Doppelte bis Vierfache kosten. 

Großer Vorteil des NanoCell-Panels auf IPS-Basis ist ein besonders großer Blickwinkel (±30° bei 50% Kontrast), wobei Farben nach unseren Messungen sehr schön stabil bleiben.

© WEKA Media Publishing GmbH

video CHECK! Preis/Leistung: sehr gut

Beim Gaming von vorn bleibt der mäßige Kontrast gut erhalten. Das Dimming der Hintergrundbeleuchtung basiert auf gerade einmal sechs horizontalen Zonen, die bei Cinemascope-Filmen schnell in den schwarzen Balken sichtbar werden.

Aber für den gewünschten Kontrastumfang einer klassischen HDTV-Produktion ist LGs verwendetes Panel locker hinreichend. Hier sollte man nur wissen, dass die voreingestellten Bildmodi "Spar" und "Standard" recht flächig und zu glattgebügelt wirken, dazu noch grobe Kanten akzentuieren. 

Der Filmmaker-Mode ist da viel unspektakulärer, aber wirklich näher an den Produktionsnormen – angenehm natürlich, fast analog anmutend. Wer allein Ultra-HD HDR schaut, wird lieber auf teurere Modelle ausweichen, die LG ja auch zu Genüge in allen Größen anbietet. 

Fazit

Durch NanoCell Technologie holt LG mehr aus IPS-Panels heraus als jeder andere Hersteller. Der 65NANO867NA sticht durch eine großartig multimediale Ausstattung, coole Bedienung mittels Mauszeiger-Fernbedienung und saubere Farben heraus.

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