34-Zoll-Curved-Monitor

LG 34UC98-W im Test

11.4.2016 von Matthias Metzler

Der LG 34UC98-W spielt die Vorteile seiner gekrümmten 21:9-Anzeige überzeugend aus. Womit der LG noch punktet, lesen Sie in unserem Testbericht.

ca. 3:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
LG 34UC98-W
Der LG 34UC98-W ist mit seiner Metalloptik und der weißen Rückseite ein echter Blickfang.
© LG

Pro

  • hohe Farbgenauigkeit
  • weite Blickwinkel
  • empfehlenswerte Ergonomie
  • 21:9-Breitbildanzeige
  • höhenverstellbar
  • Bedienung per Software möglich

Contra

  • teuer

Fazit

PC Magazin Testurteil: sehr gut


86,0%

Mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, das sogenannte Multitasking, gehört zum beruflichen Alltag vieler Arbeitnehmer. Gut, wenn einem die Hardware dabei unterstützt, wie im Fall des LG 34UC98-W. Der 34-Zoll-Monitor bringt dazu eine gebogene Bildschirmdiagonale von 86,4 cm mit. Die Krümmung soll die Augen entlasten und Übermüdungen entgegenwirken. In der Tat bevorzugten alle unsere Testpersonen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase den Curved-Monitor gegenüber einem gleichwertigen, herkömmlichen Modell.   

Die breite Displayfläche des LG 34UC98-W im 21:9-Format besitzt eine Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln - reichlich Platz um mehrere Bildschirmelemente gleichzeitig darzustellen. Das können Windowsfenster, aber auch die Anzeigen externer Geräte wie Notebooks oder Spielekonsolen sein.

Wer trotzdem noch unter Platzmangel leidet, kann natürlich zwei oder mehr LG 34UC98-W nebeneinander betreiben. Das ist angesichts des schmalen Gehäuserahmens keine schlechte Idee, auch wenn der Bildschirminhalt nicht ganz bis zum Rand reicht, wie ein erster Augenschein fälschlich vermuten lässt. Effektiv bleibt immer ein Abstand von 0,9 mm Zentimeter zum Rahmen.

Blickfang für die Augen

Rein äußerlich ist der LG 34UC98-W auf jeden Fall ein Blickfang: dafür sorgen vor allem die weiße Rückseite und der Standfuß in Metalloptik. Die gelungene Optik sorgt dafür, dass der Monitor trotz seiner Übermaße elegant auf dem Schreibtisch steht. Weniger schick sieht es dagegen aus, wenn viele Kabel angeschlossen sind, die hinten senkrecht aus dem Gehäuse stehen. Eine andere Kabelführung wäre angebracht, aber das ist am Ende nur ein optischer Aspekt.  

Eine Höhenverstellung sorgt auf jeden Fall für mehr Komfort. Eine Pivotfunktion fehlt - macht bei einem gebogenen Bildschirm aber auch kaum Sinn.            

Nur über den DisplayPort ist übrigens eine Ansteuerung mit 10 Bit möglich, der Bildschirm kann dann 1 Milliarde statt der üblichen 16,7 Mio. Farben darstellen. Doch aufgepasst: Zum Einrichten eines vollständigen 10-Bit-Workflows müssen bekanntlich auch andere Komponenten wie die Grafikkarte und die verwendete Software mitspielen.

Lesetipp

Monitore

Bedienung per Software möglich

Auf jeden Fall mitinstallieren sollte man "OnScreen Control". Über die LG-Software lassen sich Einstellungen wie Helligkeit und Bildmodus bequem einstellen. Das erspart das Navigieren durch die Bildschirmmenüs mittels eines kleinen "Joysticks" unterhalb des Rahmens.

Nützlich: Einzelnen Anwendungen lassen sich Bildmodi wie "Foto", "Dunkler Raum" oder "FPS Spiel" zuordnen. Diese werden automatisch aktiviert, wenn das entsprechende Programm gestartet wird oder das entsprechende Fenster im Vordergrund ist. Die Einstellung gilt dann immer für den gesamten Bildschirm. Denkbare unterschiedliche Einstellungen für verschiedene Bildbereiche sind nicht möglich. Das Hinzufügen neuer Anwendungen zu dieser "My Display Presets"-Liste ist nicht sehr intuitiv gelöst. Ein Wechsel der Signaleingänge ist per Software nicht möglich.

Schließt man zwei externe Bildquellen gleichzeitig an - etwa den Desktop-PC über DisplayPort und das Notebook über HDMI - dann wird das Bild in der Mitte halbiert. Jedem Gerät stehen dann 1.720 x 1.440 Pixel zur Verfügung. Mehr als zwei externe Bildquellen gleichzeitig lassen sich nicht darstellen.

Aus dem Testlabor

Wie sieht es mit den Leistungsdaten aus? Das verbaute IPS-Panel deckt den sRGB-Farbraum praktisch vollständig ab und ist trotz der Übergröße gleichmäßig ausgeleuchtet. Graustufen- und Farbverläufe werden sauber dargestellt. Helligkeit, Kontrast und die Farbdarstellung liegen auf einem sehr guten Niveau, das auch beim seitlichen Blick auf den Bildschirm überzeugt.       

Ein so breiter Monitor lädt auch zum Spielen ein, schließlich sorgt das große Blickfeld für mehr Übersicht im Geschehen. Auch Filmfans werden das Gerät schätzen, lassen sich doch "Cinemascope"-Filme ohne Beschnitt zur Vollbildanzeige bringen. Mit einer mittleren Reaktionszeit von 13,2 ms schlägt sich der LG 34UC98-W hier überraschend gut. Dabei profitiert er von einer mehrstufigen Funktion zur Optimierung der Reaktionszeit, die man im Bildschirmmenü unbedingt aktivieren sollte. Dass die native Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln erhöhte Anforderungen an die Hardware der angeschlossenen Geräte stellt - nicht nur beim Gaming - sollte dabei klar sein.

Fazit

Insgesamt spielt der LG 34UC98-W die Vorteile seiner gebogenen 21:9-Breitbildanzeige überzeugend aus. Mit hoher Farbgenauigkeit, weiten Blickwinkeln und empfehlenswerter Ergonomie macht der LG 34UC98-W nicht nur im Office eine hervorragende Figur, sondern eignet sich auch für ambitionierte Heimanwender.

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Quelle: PC Magazin
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