Testbericht

Komplettsysteme: Der neue Aldi PC im Test

Der Aldi-Rechner ist für alle ein Kauftipp, die einen schnellen, gut ausgestatteten Rechner suchen. Wer aufrüsten will, wird wegen des kleinen Formats von Gehäuse und Mainboard nicht glücklich.

© Testlabor Printredaktionen

Komplettsysteme: Der neue Aldi PC im Test

Vier Monate nach dem letzten Aldi-PC stand am 26. März der brandneue Medion-Rechner in den Regalen von Aldi Süd. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert, denn das Gehäuse ist bis auf eine erhebliche Verbesserung der Klappe vor dem Kartenleser identisch mit dem Vormodell. Die Klappe lässt sich nun über eine breite Taste problemlos öffnen und wieder schließen.

Wie der Vorgänger ist auch der neue Aldi-Bolide nur mittelmäßig verarbeitet. Die Kabel wurden mit wenig Sorgfalt verlegt, baumeln aber auch nicht lose herum. Für Erweiterungen bleibt im Gehäuse kaum Platz: Ein Diskettenlaufwerk, eine weitere Festplatte, ein zweiter Speicherriegel und eine PCI-Karte - mehr passt nicht hinein. Der zweite freie PCI-Steckplatz wird vom Lüfter der Grafikkarte verdeckt und lässt sich im Grunde nicht nutzen. Allerdings ist der Rechner so üppig ausgestattet, dass Erweiterungen nur für die wenigsten Anwender notwendig sein dürften. Als Grafikkarte kommt laut Aldi eine ATI Radeon 9600TX zum Einsatz. Hierbei handelt es sich nicht um eine Karte mit Radeon 9600-, sondern mit einem fabrikseitig höher getakteten 9500-Chip). Der Preis ist im Vergleich zum Vormodell um 20 Euro gesunken, während die Ausstattung nochmals verbessert wurde. Der Hauptspeicher wurde auf 512 MByte verdoppelt, die Festplatte wuchs von 120 auf 160 GByte, und eine Funkfernbedienung ermöglicht die Steuerung des DVD-Spielers durch die heimischen Wände. Der Empfänger der Fernbedienung wird per Kabel an einen USB-Port angeschlossen. War der Vorgänger noch mit einem 40xCD-Brenner ausgestattet, protzt der Nachfolger mit einem 4xDVD-Brenner von Pioneer. Die Hardware- Ausstattung wird durch eine ordentliche Tastatur und eine Mircosoft-Maus vervollständigt.

Das Softwarepaket wurde um Pinnacle's Instant Copy erweitert und um ein Tool zum Kopieren von DVDs ohne Kopierschutz. Weiterhin umfasst es PowerDVD und den PowerDirector vor Cyberlink, die Microsoft-Programme Word, Works 7.0, Picture It! Photo 7.0, Autoroute 2002 und Encarta 2003 sowie die Brennsoftware Nero.

Im Praxistest konnten alle Komponenten überzeugen. Die Grafikkarte erreichte mit 11.570 3DMark-Punkten ein herausragendes Ergebnis. Gleiches lässt sich über die Festplatte von Seagate sagen, die sowohl in der Zugriffszeit als auch bei der Lesegeschwindigkeit Bestnoten einfuhr. Gut, aber nicht herausragend schnell waren das DVDLaufwerk und der Brenner. Interessanterweise war der Brenner im CD-Test schneller als das DVD-Laufwerk. Im neuen Aldi-Rechner kommt wie im Vorgänger ein sehr leiser Lüfter zum Einsatz. Selbst bei geöffnetem Gehäuse macht sich der Titanium somit kaum bemerkbar. Zur niedrigen Geräuschkulisse trägt der ebenfalls kaum hörbare Lüfter der ATI-Grafikkarte bei.

Etwas weniger genügsam als sein Vorgänger zeigte sich der Titanium MD 8008 beim Energieverbrauch. 154 Watt beim Festplattenzugriff und besonders 4,7 Watt in ausgeschaltetem Zustand sind keine guten Werte. Hier ist es deshalb ratsam, den Rechner zusätzlich über eine Steckleiste oder den Netzschalter auf der Rückseite abzuschalten.

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