Subwoofer

Klipsch R-10 SW im Test

16.8.2016 von Stefan Schickedanz

Bei der Suche nach einem neuen Subwoofer lohnt ein Blick auf den Klipsch R-10 SW. Wir machen den Test.

ca. 1:40 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Klipsch R-10SW
Der Klipsch R-10 SW kommt immerhin bis 29 Hz runter, steigt aber oben schon bei 75 Hz aus. Der Peak bei 40 Hz erschwert die Anpassung zusätzlich.
© Klipsch

Pro

  • schiebt mächtig an fürs Geld
  • ideal für preissensible Einsteiger

Contra

  • Die optimale Justage erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl

Fazit

Testurteil: gut, Preis/Leistung: sehr gut


69,0%

Der Subwoofer Klipsch R-10 SW erregt im Test ungeachtet seines kleinen Preises großes Aufsehen. Seine 10-Zoll-Membran besteht aus Metallkeramik und hat eine nach innen gewölbte Staubkalotte. Der Treiber des Front-Fire-Subwoofers wurde auf große Auslenkungen optimiert und soll mit seiner leichten, steifen Membran niedrige Verzerrungen produzieren.

Das achtfach mit der Schallwand verschraubte Cerametallic-Chassis versprüht einen Hauch von High-Tech und fügt sich nahtlos in den Look bisheriger Klipsch-Boxen ein. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Bassreflex-Abstimmung. Die Öffnung befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses. Darunter sitzt das Anschlussfeld, das sich wegen des knappen Budgets aufs Nötigste konzentriert.

Reduce to the max

Die Übergangsfrequenz lässt sich nahtlos anpassen, während sich die Phase nur zwischen 0 und 180 Grad umschalten lässt. Ansonsten gibt es eine Lautstärkeregelung und einen Stereo-Cinch-Eingang sowie die allgemein übliche Anpassung für die Einschaltautomatik - das war's.

Klipsch R-10SW Rückseite
Auf dem Anschlussfeld des Klipsch-Woofers findet sich nur das Nötigste. Die Phase lässt sich nur umschalten.
© Klipsch

Die integrierte Digital-Endstufe liefert allerdings mit 150 Watt Sinus eine solide Leistung und stellt bei Impulsen sogar das Doppelte bereit - kaum zu glauben, wenn man die winzigen Elektronikeinschübe betrachtet.

Wenn man den leichten Würfel hebt, erwartet man auch kaum, wie viel Bass der Klipsch emittiert. Wer weniger Wert auf Musik legt, wo man Schwächen in Timing oder Präzision besonders deutlich zu spüren bekommt, kann mit ihm sein Heimkino für ein kleines Geld richtig fett aufrüsten. Für preisbewusste Einsteiger eignet sich der Amerikaner damit optimal. Oder für jene, die ihre Raumakustik nur mit Double Bass Array in den Griff kriegen. So kostet ein DBA aus vier Subwoofern mit dem R-10 SW gerade die Hälfte dessen, was man bei Elac für einen 2090 hinlegt. Auf sich alleine gestellt, bot der R-10 SW mehr Quantität als Qualität.

 Fazit

Der Klipsch wirkte wenig konturiert. Er war nicht leicht an die Hauptlautsprecher anzukoppeln, ohne mal zu dünn, mal zu aufgeblasen zu wirken. Wenn alles passte, lieferte er mit Musik und Film eine gute Show fürs Geld. Selten war Geiz so geil und so prall.

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