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Testbericht

Jewel Cube Arrays

Inhalt
  1. Bose Lifestyle V35
  2. Jewel Cube Arrays
  3. Fazit

Sehr livehaftig

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© Video Homevision

Über das On-Screen-Display lassen sich Playlists oder Titelinfos anzeigen und Videos direkt vom angedockten iPod wiedergeben.

Klanglich bot Bose Bewährtes, denn die Jewel Cube Arrays mit ihrem Center-Speaker im Querformat kennt man bereits vom Lifestyle 48. Die Breitband-Chassis mit Bandpass-Subwoofer wirken sehr stimmig.

Die CD "Touch" von Yello füllte im Zweikanal-Durchgang den Raum mit sattem Sound, allerdings musste man sich durch die Menüs vorarbeiten, um Stereo zu hören. Normalerweise spielt das System CD in Surround. Dabei bewies Stereo eine sehr gute Räumlichkeit.

Der Klang löste sich bei Elvis Costellos "My Flame Burns Blue" geradezu mustergültig von den Lautsprechern und stand frei im Raum. Sehr knackig wirkte die Attacke in "Clubland" oder in "Almost Ideal Eyes". Doch gerade auch zwischen den einzelnen Titeln zeigten sich spezifische Stärken: Applaus wirkte authentisch und überbordend.

Dabei kamen der Performance die vergleichsweise hohen Reserven zugute. Während das Gros am Design orientierter Systeme gerade einmal gehobene Zimmerlautstärke zulässt, reicht das V35 sogar für Feten.

Richtig zur Sache ging es in Surround: Die für Breitband typische knackig-direkte Ansprache verlieh auch der DVD "Live in New York" von Peter Cincotti etwas Packendes.

In Sachen Timing zählen Bose-Systeme zu den besten am Markt. Ebenfalls in puncto Räumlichkeit: Weder Phasenbeeinträchtigungen üblicher Mehrwege-Weichen noch sperrige Lautsprechergehäuse mit störenden Schallwand-Reflexionen störten die Performance der quicklebendigen Kraftzwerge. Der Bass wirkte geradezu verblüffend satt und ausreichend konturiert für Musikwiedergabe.

Heimkino-Betrieb gaukelt das Bass-Modul gar ein deutlich größeres System vor, indem es Explosivität mit einer gehörigen Portion Nachdruck in jenen Regionen verbindet, wo sich Special Effects austoben. So hauchte das Bose-System dem Blu-ray-Trickfilm "Wall-E" Leben ein. Wenn der schießwütige weiße Roboter den Space-Cowboy gibt und auf alles losballert, was sich bewegt, lässt Bose schon mal den Boden beben.

Unsichtbare Schwächen

Diese Stärken trösten über die kleinen Schwächen der in der Praxis quasi unsichtbaren Lautsprecher-Lösung hinweg. Wenn es um das letzte Quäntchen Verfärbungsfreiheit geht, können die sperrigen, hölzernen Dinosaurier des Heimkinos in aller Regel mehr überzeugen. Ebenso, wenn weniger die Authentizität im Allgemeinen als vielmehr Auflösung im Besonderen gefragt ist.

Unterm Strich zeigte das Lifestyle V 35 eine grundsolide Gesamtleistung mit Raum füllendem Klangerlebnis, das sich dank zuschaltbarer automatischer Loudness selbst mit niedrigen Pegeln erleben lässt. Wer den Klangmodus ändern will, findet keine gängigen Begriffe wie Dolby Digital oder Stereo, sondern eigene Bezeichnungen wie empfohlenen Ton oder Originalton.

Was genau von der Disc kommt, bleibt dem Nutzer verborgen. Allein daran sieht man schon, dass Bose mit seiner neuen V-Klasse weniger die Freaks im Visier hat als die Durchschnittsnutzer. Und die werden vom Lifestyle V 35 ab der ersten Begegnung im Karton rundum bestens bedient.

Installationsmöglichkeiten -Praxisgerechte Lösungen

Bei Bose steckt das meiste Geld in Lösungen, die man nicht sieht. Die Universal-Fernbedienung erkennt ohne lange Code-Suche die angeschlossenen Fremdgeräte und kann diese dann steuern. Ein integriertes Display erweist sich als ebenso nützlich wie die Befehlsübertragung ans V 35 via Funk.

Damit sich die smarte Blackbox verdeckt einbauen lässt, hat Bose auf die Integration des iPod-Docks verzichtet, das sich dort aufstellen lässt, wo der Benutzer besonders bequem darauf zugreifen kann. Konsequenterweise gibt es kein Front-Display am V 35, das alle Menüs via HDMI auf dem Bildschirm anzeigt.

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