Desktop-Mini-PC

Huawei Matestation S im Test

12.11.2021 von Stefan Schasche

Der chinesische IT-Hersteller Huawei hat seit Kurzem auch PCs im Portfolio. Darunter ist die auf AMD-Technik basierende Matestation S, die derzeit für unter 500 Euro zu haben ist. Ob er überzeugt lesen Sie in unserem Test.

ca. 2:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Huawei Matestation S im Test
Trotz kleinster Abmessungen ist noch Platz für Erweiterungen. Selbst eine Grafikkarte wäre nachrüstbar.
© Josef Bleier

Pro

  • Ordentliche Leistung
  • Wi-Fi

Contra

  • CPU-Lüfter etwas laut

Fazit

PC Magazin-Testurteil: gut


80,0%

Sie ist wirklich klein, die Matestation S des chinesischen Herstellers Huawei, der sich bisher eher mit Netzwerktechnik, Smartphones und Notebooks einen Namen gemacht hat.

Jetzt hat Huawei auch Desktop-Rechner im Angebot wie eben jene Matestation S, die gerade einmal 29 x 31,5 x 9,3 Zentimeter groß ist und daher auch auf dem kleinsten Schreibtisch ein Plätzchen finden sollte. Das Gehäuse ist durchaus schick, geöffnet ist der Winzling in wenigen Sekunden ohne den Einsatz eines Schraubenziehers oder anderer Werkzeuge.

Im Gehäuse verbergen sich ein AMD Ryzen 5 4600G, acht GByte Notebook-RAM sowie eine M.2-SSD mit 256 GByte Kapazität, die vom chinesischen Hersteller YMTC stammt. Nur einer der beiden SO-DIMM-Steckplätze ist belegt, daher lässt sich der Arbeitsspeicher in wenigen Sekunden Vollkommen problemlos mit einem weiteren Modul vergrößern.

Wi-Fi, Anschlüsse & Peripherie

WLAN ist vorhanden, was bei PCs wahrlich nicht immer der Fall ist. Es handelt sich dabei um die Version Wi-Fi 5. Da auch ein freier PCIe-x16-Slot verfügbar ist, ließe sich sogar eine leistungsstarke Grafikkarte nachrüsten, was das Einsatzfeld des Rechners erheblich erweitern würde.

Auf seiner Webseite spricht Huawei im Bezug auf die Lüftertätigkeit übrigens von einem „schlafgerechten Geräuschpegel“. Wenn damit gemeint ist, dass man durch das Rauschen nicht aus dem Schlaf gerissen wird, stimmen wir vorbehaltlos zu. Wenn es dagegen um das Einschlafen gehen soll, sind wir ein wenig skeptisch, denn wirklich leise ist der CPU-Lüfter nicht.

Was die Schnittstellen betrifft, so bietet der Rechner fünfmal USB-A und einen USB-C-Port, der sich an der Front befindet. Huawei liefert eine Tastatur und eine Maus mit. Beides ist kabelgebunden und absolut brauchbar.

Huawei Matestation S im Test - Innenansicht
Der Lüfter in der Matestation S ist leider nicht ganz so leise, wie es Huawei in der Werbung verspricht.
© Josef Bleier

Leistungswerte: Prozessor & Grafik

Der Ryzen-Prozessor, der über sechs Kerne verfügt und nur für OEM-Kunden erhältlich ist, ist durchaus performant. Das lässt sich an den 1475 Punkten im Cinebench R15 CPU deutlich erkennen, und auch die 4868 Punkte im PC Mark 8 Work können sich sehen lassen. Was den Office-Bereich angeht, rechnet die Matestation also auf sehr hohem Niveau.

Die Grafikleistung ist allerdings weniger beeindruckend, denn der integrierte Radeon-Chip mit seinen sieben GPU-Kernen fällt hier deutlich ab. Dank des vorhandenen x16-Slots ist die Aufrüstbarkeit mit einer leistungsstarken Grafikkarte wie bereits erwähnt aber gegeben.

Alles in allem dürfte ein Rechner dieser Größe allerdings eher für standardmäßige Office-Arbeiten, für die Bildbearbeitung und andere, weniger anspruchsvolle Aufgaben genutzt werden. Und hier ist er schnell genug, wenngleich ein zweites RAM-Modul für einen deutlichen Leistungsschub sorgen würde. Und den sollte man sich in jedem Fall gönnen.

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Benchmarks: Huawei Matestation S

  • 3D Mark Night Raid: 9022 Punkte
  • PC Mark 8 Work: 4868 Punkte
  • Cinebench R15 CPU: 1475 Punkte
  • HD Transfer lesen: 1449 MByte/s
  • Leistungsaufnahme Gaming: 51 Watt
[Testsiegel] PC Magazin Note Gut
PC Magazin Testnote: gut
© PC Magazin / Weka Media Publishing GmbH

Details: Huawei Matestation S

  • Preis/Leistung: sehr gut
  • CPU: AMD Ryzen 5 4600G / 3,7 bis 4,2 GHz
  • RAM: 8 GByte DDR4
  • Festplatte: 256 GByte YMTC SSD (NVMe)
  • Grafik: AMD Radeon Vega
  • Betriebssystem: Windows 10 Home

Fazit

Die kleine Matestation S leistet im Office-Umfeld gute Arbeit, ist erweiterbar und zum aktuellen Preis fast schon ein Schnäppchen. Der CPU-Lüfter dürfte allerdings gern ein wenig leiser sein.

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