Business-Laptop

Huawei Matebook X Pro im Test

Huawei nimmt das Matebook X Pro ins Produktportfolio mit auf. Ob Verarbeitung, Performance und Co. des Notebooks stimmen, verrät der Test.

Huawei Matebook X Pro Notebook

© Josef Bleier / Fotomontage WMP

Der Ein-/Aus-Schalter des Huawei-Notebooks fungiert auch als Fingerprint-Sensor.

EUR 1.299,00

Pro

  • Design
  • Performance

Contra

  • Preis
  • Akkulaufzeit

Fazit

PC Magazin Testurteil: gut; Preis/Leistung: befriedigend
79,0%

Es gibt nicht viele Notebooks, die einen Tester vom Hocker reißen – das brandneue MateBook X Pro schafft genau dieses fast spielend. Nimmt man den etwa 1,3 Kilogramm leichten 13,9-Zöller in die Hände, beeindrucken das makellose Gehäuse, die überaus präzise Verarbeitung und der fast rahmenlose Bildschirm auf den ersten Blick. 

Erfreulich auch die kleinen Schräubchen: Das MateBook lässt sich also aufschrauben und ist nicht, im Grunde bar jeder Vernunft, vollkommen zugeklebt. Angetreten ist das MateBook X Pro, um es mit den besten und edelsten Konkurrenten von Apple, Microsoft oder HP aufzunehmen, und das gelingt den Chinesen von Huawei mit Leichtigkeit. 

Die Verarbeitung ist auch bei einem MacBook nicht besser, die Tastatur kann es mit der eines Surface aufnehmen und das Display erreicht – fast – die Helligkeit der HP Elitebooks, die in dieser Kategorie momentan die Maßstäbe setzen. Der Kontrast des MateBook ist allerdings noch besser als bei den Elitebooks und wird lediglich von MacBooks erreicht. 

Huawei Matebook X Pro Notebook Kamera

© Josef Bleier

Weil der Displayrahmen so schmal ist, verbirgt sich die Webcam in einer herausklappbaren Taste.

Leider reflektiert das Display, das eine Auflösung von 3000 x 2000 Bildpunkten liefert, recht stark. Angetrieben wird es von einer Grafikkarte aus dem Hause Nvidia. Die GeForce MX 150 basiert, wie auch die aktuellen PC-Gaming-Karten des Herstellers, auf der so genannten Pascal-Architektur. Die MX 150 ist eine Einstiegs-Gaming-Karte, die im 3D-Bereich sehr ordentlich arbeitet und auch mit aktuellen Spielen fertig wird. Die 9072 Punkte im 3D Mark Cloud Gate sind eine sehenswerte Hausnummer. 

Lesetipp: Notebook, Convertible oder Tablet - Was kaufen?

Recht schnell ist auch der Prozessor, ein Strom sparender Core i7-8550U von Intel, der auf der Kaby-Lake-Architektur basiert. Nicht ganz Top-Niveau erreichen dagegen die SSD von Toshiba und leider auch die Akkulaufzeit: Nur 3,5 Stunden lief das X Pro im PC Mark 8 Battery Life.

PC Magazin Testsiegel "gut"

© WEKA Media Publishing GmbH

Kleine Details mit großer Wirkung 

Dass in die Entwicklung des MateBook X Pro sehr viel Hirnschmalz geflossen ist, erkennt man an einigen Details. So wurde in den Ein-/Aus-Schalter der Fingerprint-Sensor integriert, was die Anmeldung bei Windows beschleunigt. Die Webcam wurde, vermutlich aus Platzgründen, nicht wie üblich in den Gehäuserahmen verpflanzt, sondern befindet sich in einer ausklappbaren Taste in der hinteren Reihe der Tastatur. 

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Das ist ebenso genial wie einfach, wobei der Aufnahmewinkel gewöhnungsbedürftig ist. Die Tastatur ist mehrstufig beleuchtet und von sehr guter Qualität. Auch bei den Anschlüssen hat Huawei nachgedacht und neben zweimal USB 3.1 Typ C auch eine klassische USB-3.0-Schnittstelle integriert. So lassen sich beispielsweise USB-Sticks auch ohne lästige Adapter anschließen. Ein Kartenleser fehlt indes, dafür besitzt das Gerät einen Anschluss für eine optional erhältliche Docking-Station.

  • Preis: 1.699 Euro 
  • CPU: Intel Core i7-8550U / 1,8-4 GHz 
  • RAM: 8 GByte DDR3 
  • Grafik: NVIDIA GeForce MX150 
  • Festplatte: 512 GByte Toshiba SSD 
  • Betriebssystem: Windows 10 Home

Fazit

Sehr schick, sehr durchdacht, sehr hochwertig und leider auch sehr teuer. Das MateBook X Pro ist ein tolles Notebook, das wegen der Akkulaufzeit knapp ein sehr gutes Urteil verpasst.

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