Notebook über 1000 Euro

Huawei Matebook D16 2022 im Test

9.9.2022 von Stefan Schasche

Huawei hat eine überarbeitete Version seines Matebook D16 vorgestellt. Da ist von der CPU über den Wi-Fi-Chip bis hin zur nun im Displayrahmen positionierten Kamera eine ganze Menge neu. Lesen Sie hier, wie sich der mobile Rechner im Testlabor geschlagen hat.

ca. 2:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Huawei Matebook D16 im Test
Huawei Matebook D16 im Test: Das Gehäuse des Matebook D16 ist weitgehend, aber nicht komplett aus Metall gefertigt.
© Christoph Mukherjee / wacomka / shutterstock.com

Pro

  • hohe Qualität
  • tolle Tastatur
  • sehr gute Leistungswerte

Contra

  • lichtschwaches Display

Fazit

PCgo-Testurteil: gut


83,0%

Mitten im Sommer hat Huawei ein neues Matebook D16 auf den Markt gebracht, das sich von seinem Vorgänger in einigen wesentlichen Punkten unterscheidet. Wichtigste Neuerung der aktuellen Version dürfte der Core i7-12700H der jüngsten, nunmehr zwölften Core-Generation sein, der es auf 2,5 bis 4,7 Gigahertz bringt und von 16 GByte Arbeitsspeicher unterstützt wird.

Das von uns im Vorjahr getestete Matebook D16 basierte noch auf AMD-Technik und einem Ryzen 5 4600H, der im Turbo auf bis zu 4 Gigahertz beschleunigte. Doch dazu später mehr.

Im neuen D16 steckt eine SSD des amerikanisch-taiwanesischen Unternehmens Silicon Motion mit 512 GByte Kapazität, für die Grafik ist der übliche Intel-Xe-Onboard-Chip zuständig.

War im Vorgänger noch ein Full-HD-Display im 16,1-Zoll-Format verbaut, kommt im aktuellen D16 ein 16-Zoll-Bildschirm zum Einsatz, der 1920 x 1200 Pixel und damit ein verändertes 16:10-Bildformat zeigt.

Kinofans dürften die nun bei mehr Filmen sichtbaren schwarzen Streifen am oberen und unteren Bildrand bemängeln, doch beim Arbeiten zum Beispiel mit Office-Programmen haben die zusätzlichen Bildzeilen zweifelsfrei Vorteile.

Huawei Matebook D16 2022
Die Kamera im Displayrand lässt sich mit einem Tastendruck deaktivieren. Sie liefert eine Full-HD-Auflösung statt der in dieser Geräteklasse noch immer meist üblichen 720p.
© Christoph Mukherjee

Laut Huawei bestehen die hintere, obere, und untere Abdeckung sowie die seitlichen Abdeckungen mit den Anschlüssen „aus metallischen Materialien“, das Scharnier interessanterweise jedoch nicht.

Wie bei allen bisher von uns getesteten Huawei-Notebooks ist auch beim neuen D16 die Tastatur ganz ausgezeichnet, sie ist zweistufig beleuchtet und besitzt an der rechten Seite ein Nummernpad, dessen Tasten schmaler ausfallen als die normalen Keys auf der Tastatur.

Details: Huawei Matebook D16

Vollbildansicht
Kategorie Wert
Preis/Leistung: sehr gut
Display: 16-Zoll / 1920x1200 px.
Prozessor: Intel Core i7-12700 H / 2,5 bis 4,7 GHz
Arbeitsspeicher: 16 GByte DDR4
Grafik: Intel Iris Xe
Festplatte: 512 GByte SSD (Silicon Motion)
WLAN: Wi-Fi 6
Abmessungen: 356 x 249 x 23,5 mm
Gewicht: 1689 Gramm
Betriebssystem: WIndows 11 Home

Ordentlicher Leistungsgewinn

Im Vergleich zum Vorgänger mit AMD-CPU zeigt sich das aktuelle D16 bei den Geschwindigkeitstests durchgehend mehr oder weniger deutlich verbessert. So fährt das Intel-D16 im 3D Mark Night Raid sehr gute 15.939 Punkte ein und damit über 3000 Punkte mehr als der Vorgänger. Ähnlich ist der Zugewinn im PC Mark 8 (Work), wo es nun 4133 statt 3641 Punkte sind.

Unterm Strich bewegt sich das neue Matebook damit in Regionen eines Notebooks mit Ryzen 7 5800H aus der Cezanne-Baureihe und geringfügig über denen mit einem Core i7-1165G7 aus Intels elfter Generation.

PCgo Testsiegel gut
Das Matebook D16 von Huawei bekommt in unserem Test die Note "gut".
© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Etwas enttäuschend fällt dagegen die mit dem PC Mark 8 Battery Life gemessene Akkulaufzeit von lediglich 224 Minuten aus. Die liegt satte 75 Minuten unter der des Vorgängers, obwohl der wie bereits erwähnt mit einem etwas größeren Display ausgestattet war.

Beim Gewicht hat das neue D16 übrigens 30 Gramm verloren. Während es an der Verarbeitung nichts zu bemängeln gibt, kann die Lichtstärke des Displays nicht überzeugen. Im Testlabor haben wir lediglich Werte um 150 cd/m² gemessen – das sind in dieser Preiskategorie schwache Werte.

Benchmark: Huawei Matebook D16

Vollbildansicht
Benchmark Wert
3D Mark Night Raid 15.939 Punkte
PC Mark 8 Work 4133 Punkte
Cinebench R11.5 23,5 Punkte
AS SSD Seq. Lesen 2771 MByte/s
AS SSD Seq. Schreiben 1896 MByte/s
AS SSD Kopier-Benchmark Spiel 1288 MByte/s
PC Mark 8 Battery Life 224 Minuten

Thunderbolt bietet Huawei erst im 400 Euro teureren Matebook 16s, dessen Bildschirm zudem über eine höhere Auflösung verfügt. Los geht‘s beim D16 mit einer Variante mit Core-i5-12450-CPU, die 350 Euro weniger kostet als unser Testgerät. Da es keine anderen Unterschiede gibt, dürfte diese Version für viele Nutzer eine attraktive Wahl sein.

Fazit

Das neue Matebook D16 gefällt durch seine hohe Qualität, die tolle Tastatur und die überzeugenden Leistungswerte. Perfekt ist das Gerät allerdings nicht, wobei vor allem das lichtschwache Display enttäuscht.

In unserem Vergleichstest 2022 zeigen wir passende Studenten-Laptops für alle Ansprüche.

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