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Spitzen-TVs "in kleiner"

Hisense H49N5705 im Test: Kauftipp unter 50 Zoll

Der Hisense H49N5705 ist ein 49-Zoller zu einem attraktiven Preis. Moderne Features gepaart mit einem sehr ausgewogenen Bild sorgen für ein gutes Testergebnis.

Hisense H49N5705

© video

Wir schauen uns den Hisense H49N5705 im Test an

EUR 389,99

Pro

  • angenehmes HD-Bild,
  • übersichtliche Bedienung
  • toller Preis

Contra

  • geringe HelligkeitHDTV Farbraum
  • keine Aufnahme

Fazit

video Testurteil: gut; Preis/Leistung: sehr gu
77,0%

Der Hisense H49N5705 zeigt im Test: Er hat teilweise einiges mehr an Features zu bieten, als teure Fernseher. Wir reden hier von Smart-TV-Apps für Video-on-Demand. Es sind zwar nicht die allermeisten, doch mit Amazon und Netflix unterstützt man die Martkführer, Videociety und Wuaki sind eine gute Ergänzung. Youtube ist Pflichtprogramm. Hiervon können andere Hersteller nur träumen. Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern spart Hisense etwas beim klassischen TV. Es wird nämlich nur ein Vierfach-Tunerzug geboten. Auf eine Aufnahmefunktion, für die man den Doppeltuner benötigt hätte, verzichtet Hisense hier ganz. Das entspricht (leider) dem Puls der Zeit, wo die Wertigkeit von TV-Kost nicht mehr so hoch angesehen wird, dass man etwas archivieren möchte.

Selbst das Pausieren von Unterhaltung, um nichts zu verpassen, wenn das Telefon klingelt oder die Haustür ruft, scheint an Relevanz zu verlieren. Es gibt ja auch Hunderte Programme, Video-on-Demand und die Mediatheken von HbbTV, wo man mit allerlei Content überschwemmt wird. Wann soll man das denn alles sehen? Also: Hisense ohne Aufnahme und zeitversetztes Fernsehen (Timeshift).

Eingang auch analog

Hisense H49N5705

© video

Der Hisense H49N5705 hinterlässt im Test einen guten Eindruck

Dass auch bei den Eingangsbuchsen gespart wurde, ist zu verschmerzen. HDMI gibt es nur dreimal, zwei davon in der Variante 2.0, also UHD-HDR-tauglich. Ein Audio-Rückkanal (HDMI-ARC) ist genauso vorhanden wie MHL für einige Smartphones. Der vierte Port ist Komponente analog beziehungsweise FBAS-AV. USB gibt es auch nur zweimal, eine Buchse davon mit 3.0-Power. Passt schon, da ja die Festplatte für die Aufnahmen entfällt. Insgesamt wird ein normaler Nutzer kaum ein Problem haben, seine Geräte anzubinden. Das kabellose Netzwerk unterstützt Dualband, natürlich ist ein kabelgebundenes schneller und zuverlässiger, also vorzuziehen. Dann werden Filme, Musik und Fotos nicht nur über USB-Medien eingespielt, sondern auch Netzwerkserver im DLNA-Standard angezapft. Auch hier steht der Hisense anderen teureren Geräten in nichts nach. Neben HEVC in 4k, AVC und VP9 werden FLAC und AAC unterstützt, jedoch wie üblich kein dts.

Bedienung

Das Handling des Hisense ist überaus angenehm und sogar recht fix. Die Fernbedienung ist um Klassen besser als die des gleich teuren LG. Nach der gut geführten automatischen Sendersuche und selbstständigen Vorsortierung mittels Astra LCN (Logical Channel Numbering) lassen sich die Stationen einfach in vier Favoritenlisten einfügen, die dann von Senderliste und Programmführer respektiert werden, aber nicht mehr umsortiert werden können. Im Gegensatz zu TV-Stationen lassen sich Apps und AV-Quellen im Startmenü als Icon ablegen. Alles ist großzügig layoutet und auch aus größerer Entfernung bestens lesbar. Das gilt auch fürSetupmenüs, Programminfos, Senderlisten und den EPG, nur auf den Look der Apps hat Hisense natürlich keinen Einfluss.

Erstaunlich cineastisch

Hisense H49N5705

© video

Der Fernbedienungssensor schaut unten heraus. Fuß und Rahmen sind der Preisklasse entsprechend aus Kunstsstoff.

Überrascht wird, wer das Bild des Hisense H49N5705 einstellen möchte. Neben den klassischen Reglern gibt es auch jene, die sonst Topmodellen vorbehalten sind. So ist neben der RGB-Balance (sogar in 10 Punkt) auch ein Abgleich des Farbraums möglich. Zudem heißt die korrekte Gammaeinstellung nach der passenden Norm „BT.1886“. Hier geht es aber schon in die Kunst des Kalibrierens – der professionellen Justage der zubereiten. Tritt man ganz nah heran, bemerkt man in dunklen Zwischentönen übrigens eine grobe Punktstruktur (wenn man bei Ultra-HD von grob sprechen darf), ähnlich der Blickwinkelverbesserungvon Samsung. Gerade bei den kleinen TVs ist das aber zu vernachlässigen.

Schon am Spektrum der HDTV-Messung konnten wir ablesen, dass das Panel keinen sonderlich großen nativen Farbraum besitzt. Dort passte das perfekt, doch Reserven für Ultra-HD mit HDR und Wide-Color-Gamut sind so einfach nicht vorhanden. Daher stellte der Hisense im Direktvergleich mit den anderen sieben Geräten ein recht maues HDR-Bild dar. Die geringste Leuchtstärke und der kleinste Farbraum im Testfeld sind Messwerte, die für sich sprechen. Trotzdem nimmt der H49N5705 HDR brav entgegen, dekodiert es sogar besser als andere und passt es ordentlich an seine Fähigkeiten an – einschließlich der Umrechnung auf nur 8 Bit. Bei brillantem HDR muss der Hisense halt passen, dafür ist seine Wiedergabe von klassischer TV-Kost inklusive ihrer einfachen Bedienung und smarten Zusatzfeatures wirklich gelungen.

Fazit

Für 600 Euro liefert Hisense hier ein Gerät ab, das ein sehr ausgewogenes TV-Bild liefert und mit dem klassisches Fernsehen leicht von der Hand geht. Auch Medieneinbindung und Streaming machen Spaß, nur bei Filmwiedergabe (24p) und HDR gibt es Kompromisse.

Optimale Einstellungen

  • Bildmodus: Kino Tag
  • Hintergrundbel.: 100
  • Kontrast: 50
  • Helligkeit: 50
  • Schärfe: 0
  • Farbe: 35
  • RGB-Offset: 0, 0, 4
  • RGB-Gain: 0, -3, 9
  • Farbtemperatur: warm
  • Dyn. Backlight: Niedrig
  • Gamma: ITU.1886

Empfohlener Sehabstand

  • TV: 3,3m
  • DVD: 2,9m
  • HD: 1,9m
  • UHD: 1,2m

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