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65-Zoll-ULED-TV

Hisense 65U8GQ im Test

Mit überarbeiteter Displaytechnik stößt Hisense in die Spitzenklasse vor. Das ULED-Panel glänzt durch beste Blickwinkel, satteste Farben und hochwertige Kontraste. Stimmt auch der Rest? Unser Test beantwortet diese Frage.

© Hisense / Montage: video

Im direkten Vergleich wirkt der vermeintliche Newcomer wertiger verarbeitet als so manch teurerer Mitbewerber.

Pro

  • kontrastreiches und farbstarkes ULED-Panel
  • DolbyVision und HDR10+
  • Dolby Atmos mit Upfiring
  • Filmmaker-Mode
  • guter Blickwinkel
  • Lichtsensor
  • schnelle Bedienung
  • Sprachsteuerung

Contra

  • einige Smart-TV Apps fehlen (noch)
  • Singletuner

Fazit

video-Testurteil: sehr gut (883 von 1005 Punkten); video "Highlight"
88,0%

Durch die Verwendung von echter QLED-Technik, hochwertigen Panels, vor allem aber einer professionellen Bildabstimmung hat sich Hisense in den letzten Jahren zum Geheimtipp entwickelt. Speziell die „U8“-Serie beweist, dass es Spitzenqualität auch zum Mittelklassepreis geben kann.

2020 haben wir den U8QF (unser Test) bewundern dürfen und ihm Spitzenleistungen bescheinigt. Sein Nachfolger U8GQ bringt nun konsequente Verbesserungen und Innovationen genau dort, wo wir Negatives anzumerken hatten. Die größte Umstellung wurde am wichtigsten Bauteil vorgenommen – dem LCD-Panel.

Setzte man früher auf kontraststarke VA-Panel, die naturgemäß einen eingeschränkten Blickwinkel besitzen, muss es jetzt IPS sein, denn unsere Blickwinkelmessung zeigt völlig stabile Farben und eine Halbierung des Kontrastes erst bei 70° seitlicher Betrachtung – absolute Bestwerte. Als Kompromiss ist der native Schwarzwert nun geringer, doch gerade hierfür wurde das Dimming verbessert und ein Lichtsensor integriert.

© Hisense / Montage: video

(links) Zwar wirkt der Hisense etwas tiefer als andere, doch echtes lokales Dimmen für massiven Kontrastgewinn ist das entscheidende Argument – und das braucht Tiefe. (rechts) Die Direktwahl von Apps nimmt immer mehr Platz auch auf der hochwertigen Fernbedienung von Hisense ein.

Mit 120 Zonen reicht die Akzentuierung von Objekten lange nicht an die neuen, doppelt so teuren Mini-LED-TVs heran, doch das muss ja auch nicht sein. Man umgeht so auch die Probleme dieser Modelle. Hisense erlaubt viele Settings zu Dimmen und Lichtsensor, und man staunt nicht schlecht, wie fahl das Bild erscheint, wenn man diese Features komplett deaktiviert.

Insgesamt ist die Abstimmung nicht zu aggressiv, sondern bestens dosiert. Allein im völlig abgedunkelten Raum bemerkt man, dass OLED-TVs viel schwärzer sind, bekommt dort aber auch Probleme, düstere Objekte zu differenzieren. Wenn man weitere Bildfeatures betrachtet, wähnt man sich in der absoluten Spitzenklasse, wo andere Geräte passen müssen.

Streaming mit 3D-Sound und HDR

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Dem Marktführer Samsung hat der 65U8GQ die Unterstützung von Dolby-Vision IQ und IMAX-Enhanced voraus. HDR10+ und den Filmmaker-Modus finden wir auch nicht überall. Wie eingangs erwähnt, können wir die Verwendung von Quantum Dot LEDs und den damit verbundenen marktführend gewaltigen Farbraum loben, stellen dabei aber auch mit Freude fest, dass Realfarben stets mit Bedacht präzise gesetzt werden – solange man die korrekte Bildeinstellung aktiviert.

Auch der neue Bildprozessor, der nun künstliche Intelligenz für seine Algorithmen zu Rate ziehen soll, ist ein Schritt nach vorn. Er skaliert sauber und verarbeitet die volle Farbschärfe, wobei Bewegungsglättung und Rauschminderung etwas besser funktionieren als 2020. Das 120-Hz-Panel zeigt scharfe Schwenks, jedoch lassen sich via HDMI 2.0 Games nicht mit dieser Rate zuspielen. Immerhin laden ein Auto-Gamingmodus, die variable Bildwiederholrate (48–60 Hz) und eine geringe Latenz zum Zocken ein.

© video Magazin / WEKA Media Publishing GmbH

video Magazin Testurteil: sehr gut

Der Ton macht die Musik

Verglichen mit dem Vorgänger ist der U8GQ kompakter geworden. Er ist flacher und verzichtet auf Frontal-Lautsprecher hinter Echtstoff. Stattdessen ist die Klangkulisse nun um Welten besser. Neben einem Bass an der Rückseite gibt es sogar ein Upfiring-Chassis.

Natürlich klingt der durch Dolby Atmos oder DTS Virtual:X hochgerechnete Sound nun etwas indirekt, dafür aber um Längen angenehmer und räumlicher. Das bringt den Hisense in unserer Bewertung ein gutes Stück nach vorn.

© Weka Mediapublishing GmbH

Der Hisense 65U8GQ erhielt im TV-Picutre quality benchmark mit 93,4% ein "überragend".

Nach so viel Lob für Technik, Bild und Ton bleibt nur noch wenig Platz für das smarte Gesamtkonzept, die überaus flotte und übersichtliche Bedienung (jetzt mit noch mehr Sprachassistenz) und die hohe Verarbeitungsqualität. Absolut nirgends gibt es grobe Patzer zu bemängeln, allein an einen Doppeltuner war beim knappen Budget nicht zu denken.

Im Gegenteil: Unsere Bewertung wäre sogar noch etwas besser ausgefallen, wenn alle Video-on-Demand-Services, an denen noch gearbeitet wird, beispielsweise Disney+, bereits implementiert wären.

Fazit

In seiner Preisklasse liefert der 65U8GQ das beste Bild überhaupt und überzeugt nun auch mit weiteren Attributen – von Klang bis Design.

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