Zu wenig Anschlüsse?

HDMI 2.1 Switch von Cabledeconn im Praxis-Test: Einwandfreies 4K mit 120Hz

7.10.2021 von The-Khoa Nguyen

PS5, Xbox Series X oder aktuelle PCs schließen Sie am TV idealerweise mit HDMI 2.1 an, um 4K mit 120Hz zu nutzen. Aktuelle Fernseher geizen aber mit Anschlüssen. Der passende HDMI 2.1 Switch im Praxis-Test.

ca. 3:20 Min
Testbericht
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Der erreichbar sein müssende Knopf könnte für manche Menschen ein Ästhetikkiller im Wohnzimmer sein. Ist das verkraftet, enttäuscht der Switch nicht.
Der erreichbar sein müssende Knopf könnte für manche Menschen ein Ästhetikkiller im Wohnzimmer sein. Ist das verkraftet, enttäuscht der Switch nicht.
© pc-magazin.de

Es ist eine nervige Übergangsphase. Seit Ende 2020 sind mit PS5, Xbox Series X und neuen Grafikkarten ernstzunehmende Zuspieler mit HDMI 2.1 verfügbar. Dass der Standard immer noch recht vage umgesetzt wird: geschenkt! Dass Fernseher häufig nur mit wenig passenden Anschlüssen kommen, die 120Hz, 4K und mehr verkraften: Das kann nerven - außer regelmäßiges Umstecken macht Ihnen nichts aus.

Aktuelle AV-Receiver und Soundbars, die mehr HDMI-Zuspieler erlauben würden, müssen ggf. ersetzt oder teuer nachgerüstet werden: HDMI 2.1 funktioniert bei manchen Herstellern wegen eines Chipfehlers nur eingeschränkt. Bei anderen gibt es nur eine begrenzte Anzahl der gewünschten Anschlüsse. Neue Geräte kommen erst langsam. An dieser Stelle half in der Vergangenheit ein Switch, solche mit HDMI 2.1 gibt es aber noch kaum.

Mit dem Cabledeconn HDMI 2.1 Switch für rund 50 Euro steht schon längere Zeit ein verlockendes Gerät bereit, das aus einem HDMI-2.1-Anschluss zwei Anschlüsse (direktional) macht. Wir haben es uns gekauft und im Praxistest ausprobiert. In der Zwischenzeit ist auch eine bidirektionale Variante erschienen. Diese kann zusätzlich den entgegengesetzten Weg gehen und eine HDMI-2.1-Eingangsquelle beispielsweise auf einen passenden Bildschirm oder einen AV-Receiver verteilen.

Der HDMI 2.1 Switch von Cabledeconn kommt in einer einfachen Plastikverpackung mit USB-Kabel und knappem Handbuch. Als direktionaler Switch nimmt er zwei Signale auf und gibt sie an ein Wiedergabegerät weiter. Mit einem Knopf schalten Sie die Quelle um. Das USB-Kabel dient der Stromversorgung, ist aber nur nötig, wenn die HDMI-Stromversorgung über die Quellen nicht ausreicht. Mit unseren aktuellen Geräten haben wir den Switch mit wie ohne USB-Kabel ausprobiert, keine Unterschiede und vor allem keine Probleme festgestellt.

Ein möglicher Stolperstein kann sein, dass Sie je nach Ausstattung natürlich ein weiteres HDMI-2.1-fähiges Kabel benötigen, wenn Sie bislang nur die mitgelieferten Strippen der Konsolen besitzen und nutzen. Jeweils angeschlossen und via passendem Kabel mit dem TV verbunden, war die Einrichtung auch schon fertig. Der Fernseher wird auf den passenden HDMI-Eingang gestellt und je nach zu bespielender Konsole schalten Sie per Knopfdruck auf dem Switch um.

Xbox Series X mit Dolby Vision an LG OLED CX9
Die Xbox Series X zeigt sich voll einsatzbereit.
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Die Xbox Series X zeigte im Menü eine volle Einsatzbereitschaft für alle unterstützten Signale. Mehr als das können wir nicht verlangen. Die Signale kamen wie gewünscht und ohne spürbare Verzögerungen an und der TV bescheinigte dies je nach Spiel oder Stream mit seinen diversen Pop-up-Anzeigen für Dolby Vision, Dolby Atmos, VRR & Co. Natürlich streikte auch die 120-Hz-Ausgabeeinstellung nicht, bei der wir uns im 120-Hz-Performance-Modus in Dirt 5 genau wie auf der PS5 rückversichert haben.

Denn ebenso die PS5 gab unter den Informationen zur Videoausgabe die gesamte Palette an Zahlen bis zu 120Hz an, inklusive HDR und der passenden UHD-Auflösung des Fernsehers. Dazu müssen Sie beachten, dass die PS5 im Normalfall immer mit 60Hz läuft. Erst wenn ein Spiel einen Performance-Modus bietet, wird auf 120Hz gestellt. Das lief im genannten Rennspiel - wie erwähnt - ohne Schwierigkeiten.

Die Einrichtung des PCs mit einer angeschlossenen RTX 3090 funktionierte, als wäre der Rechner direkt am TV angeschlossen. Ein Hinweis ist jedoch angebracht für PC-Nutzer, die ihren Rechner als erweiterte Anzeige per HDMI-2.1-Switch mit dem TV verwenden wollen: Schalten Sie beispielsweise zurück auf eine andere Quelle wie die Xbox, gilt der TV für den Rechner als nicht mehr verbunden. Fenster verschieben sich und laufende Spiele könnten Probleme machen. Wollen Sie am TV zurück zum PC, kann es je nach Rechnereinstellung vorkommen, dass Sie also den GPU-Treiber wieder bemühen und die Anzeige wie gewünscht umstellen müssen. Bei unserer Konstellation im Praxistest war dies nicht nötig, natürlich abgesehen vom Fenster-Management. Ist der TV das einzige Display, verhält sich der Rechner wie erwartet. Der Fernseher wird erkannt und die Ausgabe darauf eingestellt, wenn wir den Switch dafür entsprechend umstellen.

Die PC-Auflösung für UHD mit 120Hz ließ sich ohne Probleme einstellen, als wäre der Rechner direkt mit dem TV verbunden.
Die PC-Auflösung für UHD mit 120Hz ließ sich ohne Probleme einstellen, als wäre der Rechner direkt mit dem TV verbunden.
© pc-magazin.de

Bei den Signalen war nach unserem subjektiven Empfinden keine Verzögerung oder eine Bildverschlechterung festzustellen. Lediglich als wir eine der Konsolen längere Zeit nicht bedienten, etwa beim Warten auf einen Download, konnte das Signal mal für sehr, sehr kurze Zeit aussetzen. Das war praktisch nicht sichtbar, machen wir aber daran fest, dass der TV erkannte Formate zwischendurch mal wieder einblendete. Im aktiven Einsatz war dies jedoch nicht zu beobachten. Als Grund könnten daher Energiesparmodi von Konsole oder TV verantwortlich sein.

Fazit:

Wer jetzt dringend einen zusätzlichen Eingang für seine aktuellen HDMI-2.1-Zuspieler braucht, macht mit dem Cabledeconn-Switch nichts falsch. Bedenken müssen Sie nur, dass es einen Knopfdruck auf dem Switch benötigt, um die Quelle umzustellen. Eine Fernbedienung gibt es nicht. Wer vor der Anschaffung noch an das HDMI-2.1-Kabel für die Verbindung zum TV denkt, bekommt genau das, was der Hersteller bewirbt.

PCgo Check Siegel Sehr gut Oktober 2021
In unserem Praxistest bekam dieses Gerät das Check!-Urteil "Sehr gut".
© Weka Mediapublishing GmbH
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