BT-Headset-Test

Happyset Plus Headset im Praxistest: Wie gut und günstig ist es?

3.3.2022 von Oliver Ketterer

Die Hamburger Firma Happyset vertreibt Bluetooth-Headsets. Wir haben ein Set in der Praxis getestet. Was kann es alles und können wir es empfehlen?

ca. 3:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Happyset Bluetooth Kopfhörer
Happyset Bluetooth Kopfhörer für unterwegs und für Zuhause am PC.
© Happyset

Das Happyset Plus wiegt lediglich 20 Gramm, wird in einer abgerundeten Plastikschatulle geliefert und es gibt ein Micro-USB-Kabel für das Aufladen des eingebauten Akkus. Seiner Form nach ähnelt das Happyset dem Plantronics bzw. Poly Voyager Legend. Doch im Detail ist es weniger komplex aufgebaut und direkter ausgerichtet.

Wie ist die Funktionsweise des Happyset?

Das Happyset Plus wird über den Bügel zwischen Ohr und Kopf eingeklemmt. Dazu lässt sich der Ohrhörer mit dem rund sieben Zentimeter langem Mikrofonarm drehen. Das ist zudem praktisch, da der Earbud auf diese Weise ein wenig auf individuelle Ohren abgeglichen werden kann. Es handelt sich nicht um einen klassischen In-Ear-Kopfhörer, dafür sind die drei beiliegenden, unterschiedlich großen Gumminoppen alle zu groß, sondern um eine „On-Ear“-Variante, die lediglich den Ohreingang abdeckt.

Mit dem beiliegenden Mikro-USB-Kabel (knapp 19cm) wird das Headset in ein bis zwei Stunden vollständig aufgeladen. Diese Art des Ladens hat den Vorteil, dass jedes beliebige USB-Ladegerät verwendet werden kann. Im Lieferumfang ist allerdings kein Ladegerät dabei. Auch gibt es in der Schatulle keinen eingebauten Akku, um eine Ladung unterwegs vorzunehmen. Bei einem Preis von rund 45 Euro kann man das aber auch nicht unbedingt erwarten. Übrigens, das Happyset Plus ist ein Mono-Bluetooth-Headsets, dessen Mikrofonarm so drehbar ist, dass es sowohl am rechten wie am linken Ohr getragen werden kann.

Welchen Funktionsumfang bietet das Happyset Plus?

Happyset Headset
Das HappySet Plus im Einsatz mit dem Laptop.
© Happyset

Das drahtlose Happyset Plus verbindet sich per Bluetooth mit Ihrem Handy, mit dem Tablet oder auch mit einem PC oder Laptop, wenn ein entsprechender Bluetooth-Empfänger vorhanden ist. Ja, es ist sogar in der Lage zwei Verbindungen einzurichten, also beispielsweise mit dem Smartphone und dem Laptop. So können Telefonate am Smartphone und Skype-Calls am Laptop angenommen werden – natürlich entweder mit dem einen oder dem anderen Geräte, nicht gleichzeitig. Das Annehmen und auch das Ablehnen eines Gesprächs erfolgt, wie üblich bei dieser Geräteklasse, per Tastendruck am Headset selbst. Das Happyset verfügt über eine Stummtaste, so dass der Gesprächsteilnehmer temporär nichts hören kann. Außerdem wurde dem Happyset Plus eine Geräuschunterdrückung (ANC) spendiert, die das Telefonieren angenehmer macht. Dazu hat der Hersteller im Mikrofonarm zwei Mikrofone eingebaut. Eines für die Sprachaufnahme und -weiterleitung und ein zweites Mikrofon welches die Umgebungsgeräusche erfasst und die Schallwellen in neutralisierende Schallwellen umwandelt. Schließlich gibt es noch eine rot bzw. blau blinkende LED, die den Batteriezustand indiziert.

Wie einfach ist die Bedienung des Happyset Plus?

HappySet
Bluetooth-Kopfhörer von Happyset gibt es in verschiedenen Ausführungen.
© Happyset

Sehr gut gefällt uns, dass das Happyset Plus einen echten Schiebeschalter fürs Ein- und Ausschalten verwendet. Das Koppeln des Headsets mit einem Smartphone (oder Laptop) ist denkbar einfach. Die Multifunktionstaste wird fünf Sekunden gedrückt, bis die LED abwechselnd rot und blau blinkt. Dann sucht man nach Bluetooth-Pairing-Partnern auf dem Smartphone und bestätigt die Verbindung mit „K10C“. Auf unserem Test-Smartphone, dem Samsung S10, wurde nach dem Koppeln sogleich der Akkuladestand angezeigt – praktisch. Die drei Druckknöpfe und der Schiebeschalter am Rücken des Plus lassen sich einfach und einwandfrei durch Fühlen identifizieren und somit auch sehr leicht bedienen. Die Stummtaste funktioniert bei geführten Gesprächen, beim Anhören eines Musikvideos auf YouTube aber nicht, da muss man leider die Multifunktionstaste (Pause) auf dem Ohrhörer bemühen. Sehr gut haben die Lauter- und Leiser-Tasten angesprochen, die sich unterhalb des Einschalters befinden. Der Einschalt-Schieberegler dient bei „blinder“ Bedienung als Orientierungspunkt an dem der Zeigefinger heruntergleitet, um die Lauter-, die Leiser- und schließlich die Stummtaste zu finden. Das klappt wirklich gut.

Wie so oft ist die Multifunktionstaste nicht nur mit diversen Funktionen belegt (Pause, Play, Telefonannahme, Gespräch ablehnen, Wahlwiederholung, Sprachwahl), sondern auch auf dem Ohrhörer platziert, wodurch jede Funktionsausübung einen Druck-Klick direkt an den Gehörgang weiterleitet. Obgleich wir das nicht als sonderlich störend empfinden, mag es den einen oder anderen vielleicht etwas nerven. Wer hier empfindlich ist, sollte sich nach hochpreisigen Headsets mit Touch-Control umsehen, die oft als Over-Ear-Headset konstruiert sind.

Das Happyset Plus mit Plastikschatulle.
Das Happyset Plus mit Plastikschatulle.
© Happyset

Wie gut ist der Klang des Happyset Plus?

Gemessen haben wir die Klangqualität des Headset nicht, waren aber sehr positiv überrascht, dass das günstige Headset mit einem so breiten, satten Sound aufwarten konnte. Insbesondere bei gängiger Popmusik war der Sound mit klaren Mitten und ausgeprägten Bässen eine Einladung etwas länger zuzuhören. Allerdings trat sofort der Wunsch auf, die Klangqualität auf beiden Ohren genießen zu können – und das geht ja bei einem solchen Headset nun einmal nicht.

© WEKA Media Publishing GmbH

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