PS4-Release angespielt

GTA 5 im Test - Mehr als nur schöne Grafik?

3.12.2014 von The-Khoa Nguyen

Wir haben GTA 5 im Test. Rockstar Games hat sich viel Mühe gegeben, das Release für PS4, Xbox One und PC nicht nur grafisch zu verbessern, sondern auch mit einigen Neuerungen schmackhaft zu machen. Ob der Re-Release von GTA 5 die hohen Erwartungen erfüllen kann, zeigen wir im Test der PS4-Version.

ca. 3:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Screenshot: GTA 5
Wir haben GTA 5 für PS4 im Test und verraten, ob die hohen Erwartungen erfüllt werden.
© Rockstar Games
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Pro

  • Verbesserte Grafik
  • Viel Freiraum in einer riesigen Spielwelt
  • Ego-Perspektive
  • Neue Nebenmissionen, Fahrzeuge und Radiosender
  • Einsatz der Lightbar & Controller-Lautsprecher

Contra

  • Ruckler bei hohen Geschwindigkeiten

Fazit

Hinter der Neuauflage von GTA 5 für PS4 und Xbox One verbirgt sich mehr als nur ein aufgehübschtes Design der riesigen Spielwelt. Rockstar Games hat die umgesetzten Verbesserungen gut durchdacht und die Leistungen der Nextgen-Konsolen sinnvoll ausgenutzt.

GTA 5 für PS4 und Xbox One im Test: Rockstar Games erfindet Grand Theft Auto V mit verbesserter Grafik und Ego-Perspektive nicht neu, aber die neue Version bietet Unmengen an Vorzügen. Die Geschichte um die drei Protagonisten Michael, Trevor und Franklin bleibt natürlich gleich, die Nextgen-Fassung schafft es aber, ein neuartiges Spielgefühl zu vermitteln.

Dies ist zum großen Teil der aufgemotzten Grafik zu verdanken, die höher aufgelöste Texturen, mehr Detailreichtum und Weitsicht bietet. Dadurch wirken die Landschaften deutlich natürlicher, während Autos detaillierter dargestellt werden und Gesichter wesentlich lebendiger erscheinen. Die Straßen von Los Santos kommen nie zur Ruhe und der erhöhte Verkehr kann das Spielgeschehen stärker beeinflussen als zuvor: Wer sich eine actiongeladene Verfolgungsjagd mit der Polizei erlaubt, muss mehr denn je aufpassen, nicht in einer Massenkarambolage stecken zu bleiben.

Grand Theft Auto V im Test: Ego-Perspektive

Die größte Besonderheit der GTA 5-Neuauflage stellt aber die Ego-Perspektive dar. Erstmals in der Geschichte von Grand Theft Auto ist es möglich, alles hautnah aus der Sicht von Michael, Trevor, Franklin oder sogar dem Pitbull Chop mitzuerleben. Dies sorgte bereits für einen Skandal, da das Schäferstündchen mit den Prostituierten in GTA 5 vom neuen Spielerlebnis natürlich nicht ausgeschlossen wird. Per Knopfdruck kann zu jeder Zeit zwischen der Schulter- und der Ego-Perspektive gewechselt werden.

Gerade in der neuen Ansicht wird deutlich, wie viel Arbeit Rockstar Games in die Details gesteckt hat: Im Auto zeigt sich ein funktionierendes Armaturenbrett mit Tacho und Drehzahlmesser. In teureren Modellen entdeckt man außerdem eine Anzeige für den aktuell im Radio laufenden Song und per Schulterblick lässt sich überprüfen, ob die lästigen Verfolger bereits abgehängt sind.

Jedes der zahlreichen Autos, Boote und Flugzeuge hat ein eigenes Cockpit, das erst aus der Ego-Perspektive ersichtlich wird. Zudem implementierte Rockstar Games Interaktionen, die es in der Third-Person-Ansicht nicht gibt: Der Waffenrückstoß, das Nachladen und der Waffenwechsel.

Lesetipp: Test-Übersicht zu GTA 5 (PS3 & Xbox 360)

Beeindruckend sind außerdem die glaubhafte Physik und die Animationen der Spielfiguren: So bewegt sich der Kopf beim Laufen auf und ab, beim Einsteigen ins Auto duckt sich die Figur und bei Faustschlägen wackelt das Bild bei jedem Schlag mit. Man erlebt GTA 5 also nicht mehr bloß als Zuschauer, sondern ist mittendrin.

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Eingefleischten GTA 5-Fans, die das Spiel bereits seit vergangenem Jahr auf der PS3 oder Xbox 360 gespielt haben, dürfte zudem gefallen, dass die Ego-Perspektive auch eine neue Herausforderung darstellt: Das neue Feature behindert oft die Übersicht und kann den Spieler teilweise auch spürbar einschränken. Springt man beispielsweise während der Ego-Perspektive auf ein Motorrad, setzt der Charakter automatisch einen Helm auf, der Einfluss auf die Sicht und die Umgebungsgeräusche nimmt. Zudem kann man sich nicht sekundenschnell umdrehen, sondern muss erst den gesamten Körper bewegen. Im Grunde muss jeder GTA-Spieler neu lernen, sich in dem Spiel zu bewegen und zurechtzufinden.

Grand Theft Auto V im Test: Fazit

Hinter der Neuauflage von GTA 5 für PS4 und Xbox One verbirgt sich mehr als nur ein aufgehübschtes Design der riesigen Spielwelt. Rockstar Games hat die umgesetzten Verbesserungen gut durchdacht und die Leistungen der Nextgen-Konsolen sinnvoll ausgenutzt. Die Handlung bleibt zwar gleich, aber abseits der Hauptmissionen macht es einfach großen Spaß die Freiheit zu nutzen, Los Santos zu Land, zu Wasser oder aus der Luft ausgiebig zu erkunden.

Dank der neuen Ego-Perspektive kann jede noch so kleine Seitenstraße von Grund auf neu entdeckt werden, während Autofahrten oder Schießereien deutlich realistischer wirken. Egal, ob Neuanfänger oder Fan der ersten Stunde: Der Neukauf von Grand Theft Auto V lohnt sich definitiv!

Einen Kritikpunkt gibt es aber: Bei einer so großen Welt wie Los Santos, die so detailreich und lebendig ist, lässt es sich nicht vermeiden, dass es hin und wieder zu Rucklern kommt. Zu diesen kommt es aber hauptsächlich, wenn viel Action herrscht.

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