Rennspiel

GRID im Test: Motorsport mit künstlichen Emotionen

Die KI-Fahrer in GRID reagieren gewollt emotional - doch sorgt das auch für Freude bei den Spielern? Wir haben den Test.

© Codemasters

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Pro

  • über 104 Karriereveranstaltungen
  • zahlreiche Stadt- und Rennkurse
  • Nemesis-System
  • optionale Fahrhilfen

Contra

  • zu wenig Abwechslung
  • repetitive Sprecherkommentare
  • kein Soundtrack

Fazit

Für einen Fun-Racer bietet GRID zu wenig Abwechslung. Das können die diversen Rennklassen und die meist ansprechende Präsentation nicht wettmachen.
Gut

Ein kapitaler Crash direkt voraus, das Gegnerfahrzeug fliegt nur knapp über unseren Kopf hinweg, und wir müssen in all dem Chaos das Steuer übernehmen. Der Einstieg in GRID ist spektakulär. Gleich drei Mal müssen wir spontan in brenzligen Situationen als Fahrer einspringen, bevor wir das Hauptmenü des Spiels überhaupt zu Gesicht bekommen.

Nach diesem adrenalinhaltigen Einstieg stehen uns sechs Rennklassen in der Karriere zur Auswahl, etwa Touring, GT und Stock-Cars. Jede Klasse lässt sich beliebig starten und besteht aus einer Reihe von Einzelevents, die mehrere kurze Rennen umfassen. Insgesamt kommt man auf etwas über 100 Karriereveranstaltungen.

GRID im Test: KI-Fahrer reagieren impulsiv

Mit zwei Features hebt sich GRID von anderen Rennspielen ab. Legt man sich mit einem Rivalen an, hat das Auswirkungen: Als wir einem KI-Fahrer zu heftig ins Heck rumpeln, rächt sich dieser ein paar Runden später und räumt uns in einer Kurve von der Fahrbahn. Große Auswirkungen hat das nicht, denn dank der allgegenwärtigen Rückspulfunktionen lassen sich solche und andere Malheure eigentlich immer ausbügeln. 

Schadenfreude kommt dagegen bei den gewollt zufälligen Fahrfehlern der KI-Kollegen auf, die ihre Boliden gelegentlich ins Aus manövrieren. Alte Rennsporthasen kennen das bereits aus Race Driver: GRID. Das erste GRID-Spiel aus dem Jahr 2008 hatte dieses Feature auch, ist auf Wunsch von Codemasters inzwischen aber bei Steam, GOG und Co. ausgelistet worden. In jedem Fall gilt auch hier die alte Rennsportweisheit, dass ein Rennen erst dann zu Ende ist, wenn die schwarzweiße Zielflagge gezeigt wurde…  

© Codemasters

Mr. Bean hätte seine Freude: Im Mini Cooper brettern wir über den nassen Asphalt.

Spielerisch herrscht etwas Tristesse: Lediglich normale Rennen und solche gegen die Uhr (Timeattacks) stehen zur Wahl. Für mehr Abwechslung sorgen die unterschiedlichen Strecken, darunter bekannte Rennspisten und Stadtkurse. Die visuelle Präsentation ist mit unterschiedlichen Witterungsbedingungen und schicken Licht- und Partikeleffekten sowieo Reflexionen durchaus gelungen. Was dagegen nervt, sind die repetitiven Sprecherkommentare aus dem Off.

GRID im Test: Fazit

Viele Rennspiele sind irgendwo zwischen realistischer Simulation und Arcade-Racer angesiedelt. Beim neuen GRID schlägt das Pendel klar in Richtung sorgenfreier Rennspaß. Zwar bringt es auch vieles mit, was man von einem unterhaltsamen Arcade-Rennspiel erwartet. So ist die Steuerung sehr eingängig und Fahrfehler lassen sich dank einer Rückspulfunktion leicht ausbügeln. Mit lediglich zwei Spielmodi bietet GRID für einen Fun-Racer aber insgesamt zu wenig Abwechslung. Das können die diversen Rennklassen und die meist ansprechende Präsentation nicht wettmachen.

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