Mesh-Router-System

Google Nest Wi-Fi im Test

Die neueste Generation von Googles Mesh-Set beinhaltet einen vernetzten Lautsprecher für den Google Assistant und ist zudem für Smart-Home-Funktionen vorbereitet. Lesen Sie unser Test hierzu.

© Josef Bleier

Das Set aus Router und Zugangspunkt gibt es für 260 Euro. Wer will, erhält den Router (159 Euro) oder weitere Zugangspunkte (139 Euro) auch einzeln.

Pro

  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • Gast-Netz mit separatem Gäste-Passwort

Contra

Fazit

PC Magazin Testurteil: gut; Preis/Leistung: gut
70,0%

Sein neuestes Mesh-System verkauft Google als Teil seiner Smart-Home- Linie Nest. Für zirka 260 Euro gibt es ein Pärchen aus einem (modemlosen) Router und einem Satelliten, den der Hersteller als Zugangspunkt bezeichnet. 

Das Pärchen wartet mit einer Reihe von Besonderheiten auf: So unterstützt der Router 4x4 MIMO, während der Zugangspunkt mit 2x2 MIMO auskommen muss. Ethernet-Buchsen finden sich nur im Router – eine dient zum Anschluss ans Internet (sprich: den an der heimischen Breitbandleitung genutzten Router) und eine für verkabelte Endgeräte. 

Im Zugangspunkt steckt ein vernetzter Lautsprecher mit Mikrofon-Array, über den sich der Google Assistant nutzen und auch das Mesh-System selbst steuern lässt (Hey Google, öffne das Gast-Netz). Ein mechanischer Schiebeschalter deaktiviert die Mikrofone auf Wunsch.

Im Router sind wiederum Funk-Module für Bluetooth und Zigbee eingebaut, was mit späteren Firmware-Updates die Steuerung passender Smart-Home-Komponenten erlauben soll.

© Josef Bleier

Ethernet-Buchsen gibt es nur in der Basis – eine für die Internet-Anbindung und eine für LAN-Clients.

Praktische Verwaltungs-Funktionen 

Zur Ersteinrichtung des Systems dient Googles Home-App. Dazu scannt man über die Smartphone-Kamera auf den Geräteunterseiten aufgedruckte QR-Codes und stellt so die Verbindung zwischen Hardware und Google-Konto her. 

Praktisch ist, dass sich WLAN-Endgeräte zu Gruppen zusammenfassen und dann gemeinsam verwalten lassen – zum Beispiel alle Internet-Geräte, die von Kindern im Haushalt genutzt werden. Für so eine Gruppe kann man dann Zeitvorgaben oder auch Jugendschutz-Einstellungen aktivieren. 

Auch ein Gast-Netz mit separatem Gäste-Passwort wird unterstützt. In unserem Messlabor haben wir die Mesh-Leistung des Wi-Fi-5-Systems (802.11ac) ermittelt, indem wir einen Datenstrom in den Router eingespeist und über den per Funk angebundenen Satelliten beziehungsweise Zugangspunkt wieder abgerufen haben. 

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Die ganze Mesh-Verwaltung wie die Nutzung der beiden WLAN-Bänder 2,4 und 5 GHz überlassen wir dabei der Mesh-Automatik des Verbunds. 

Da unser 4x4-Client an dem nur 2x2 MIMO unterstützenden Satelliten angemeldet war, überraschen die vergleichsweise geringen Datenraten im Mesh-Betrieb nicht – zumal das Google-Mesh-System wie beim Vorgänger kein drittes WLAN-Modul zur Kommunikation zwischen Basis und Satelliten nutzt. 

Wird der Client direkt am Router angemeldet, fallen die Werte erwartungsgemäß höher aus. 11,5 Watt Stromverbrauch im Betrieb und 8,7 Watt im Standby geben keinen Anlass zur Klage.

© PC Magazin / Weka Media Publishing GmbH

PC Magazin Testnote: gut

Fazit

Wie schon beim Vorgänger schlagen einfache Einrichtung und Bedienung maximale Leistung. Die Kombination aus Mesh, Google Assistant und Smart Home ist attraktiv und funktioniert problemlos.

Details: Google Nest Wi-Fi

  • Preis/Leistung: gut 
  • WLAN: Router: 4x4 Wi-Fi 5 bis 1733/467 MBit/s; Zugangspunkt: 2x2 Wi-Fi 5 bis 866/300 MBit/s 
  • Anschlüsse: 2x GbE-LAN im Router 
  • Besonderheiten: Bluetooth, Zigbee, Lautsprecher/Mikro im Zugangspunkt, Google Assistant

Benchmark: Google Nest Wi-Fi

  • Download an Mesh-Satellit (Wi-Fi 5/11ac): max. 182 MBit/s 
  • Upload an Mesh-Satellit (Wi-Fi 5/11ac): max. 215 MBit/s 
  • 5 GHz Download am Router (Wi-Fi 5/11ac): max. 945 MBit/s 
  • 5 GHz Upload am Router (Wi-Fi 5/11ac): max. 941 MBit/s 
  • Leistungsaufnahme im Standby: 8,7 Watt

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