APS-C-Kamera

Fujifilm X-T4 im Test: Autofokus & Aufnahme

17.6.2020 von Karl Stechl

ca. 1:40 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Fujifilm X-T4 im Test
  2. Fujifilm X-T4 im Test: Gehäuse & Ausstattung
  3. Fujifilm X-T4 im Test: Sucher & Monitor
  4. Fujifilm X-T4 im Test: Autofokus & Aufnahme
  5. Fujifilm X-T4 im Test: Bedienkonzept, Bildqualität & Fazit

Autofokus und Aufnahme

Das AF-System der X-T4 stellt bis zu 425 Messfelder bereit, die alle Phasen- und Kontrastmessung beherrschen. Neben Messfeldautomatik und Einzelpunkt-AF bietet die Kamera eine Messfeldgruppierung (Zone) mit 9, 25 oder 49 Messfeldern. Bei Einzelpunktmessung ist der aktive Messpunkt in sechs Größen variierbar. 

Auch kann man die Anzahl der Messpunkte von 425 auf 117 reduzieren, wenn man bei der AF-Feld-Wahl schneller von A nach B kommen will. Schaltet man auf Zonen-AF, wird automatisch das 117-Punkte-Raster aktiviert. Die Gesichts-/Augenerkennung hat Fujifilm weiter verbessert; sie reagiert jetzt noch schneller. 

Für den kontinuierlichen Autofokus (AF-C) stehen wie bisher fünf Presets zur Wahl, ein sechstes Set kann der Anwender in drei Parametern selbst justieren. Der mechanische Verschluss bietet Belichtungszeiten von 1/8000 bis 30 s und soll für 300 000 Auslösungen ausgelegt sein. Das Verschlussgeräusch ist noch etwas leiser als bei der X-T3, somit äußerst dezent und weich. 

Fujifilm X-T4 im Test - Menü
Neu unter den Video-Filmsimulationen ist „Eterna Bleach Bypass“ – der Effekt ist einer analogen Filmentwicklung ohne Bleichbad nachempfunden.
© Screenshot & Montage: ColorFoto

Die elektronische Variante arbeitet völlig lautlos und ermöglicht kurze Zeiten bis 1/32 000 s. In Kombination mit dem mechanischen Verschluss lässt sich der erste Verschlussvorhang auch elektronisch bilden. Mit dem mechanischen Verschluss sind laut Hersteller bis zu 15 B/s, mit dem elektronischen bis zu 30 B/s möglich. 

Die Auswahl an Belichtungsprogrammen entspricht dem Standard der X-Serie: Zeit-, Blenden und Programmautomatik, ergänzt durch den manuellen Modus. Neu bei den JPEG-Parametern ist der von Photoshop bekannte Regler „Klarheit“, der den Kontrast im mittleren Tonwertbereich erhöht oder absenkt. 

Zudem lassen sich die Regler für Spitzlichter und Schatten zum Anpassen der Gradationskurve jetzt in halben EV-Stufen einstellen (bisher nur in vollen Stufen). Als maximale Videoauflösung bietet die X-T4 neben UHD-4K mit 3840 x 2160 Pixeln auch DCI-4K mit 4096 x 2160 Pixeln, jeweils mit bis zu 60 B/s und mit Datenraten bis 400 Mbps. 

Bei den Kompressionsverfahren hat man die Wahl zwischen Long-GOP und All Intra. F-Log-Aufnahmen mit geringer Sättigung und niedrigem Kontrast schaffen Spielraum für die Post-Production. Beim Filmen kann man die mechanische Bildstabilisierung (IBIS/ OIS) mit einer elektronischen (DIS) kombinieren. 

Zudem sorgt der „Stabi-Boost“-Modus bei Aufnahmen ohne Stativ für ein ruhigeres Bild. Last, but not least: Per Highspeed-Aufnahme mit 240 B/s in Full-HD-Auflösung lassen sich 10-fach-Zeitlupen realisieren.

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