Digitale Fotografie - Test & Praxis
APS-C-Kamera

Fujifilm X-Pro3: Sucher, Monitor & Bildqualität

© Fujifilm

Zu den kleinen Extravaganzen gehört die ISO-Einstellung am vorderen Einstellrad mit »A« für Auto und mit »C« zur Wahl von Werten im erweiterten ISO-Bereich.

Wie in der  X-Pro2 hat der LCD-Monitor  eine Diagonale von 3 Zoll und eine Auflösung von 540 000 RGB-Pixeln. Die X-T3 bietet nur 346 666 RGB-Bildpunkte. Der LCD-Monitor lässt sich nur aufgeklappt einsetzen. Das ist gewöhnungsbedürftig und auf Dauer lästig, besonders wenn man die Touchscreen-Funktionen nutzen will. 

Er lässt sich um maximal 180° nach unten klappen und hat eine Rastung bei 90°, sodass man ihn quasi wie einen Lichtschachtsucher aus analogen Zeiten benutzen kann. Wie bisher kann der Fotograf bei der X-Pro zwischen optischem und elektronischem Sucherbild wechseln. Das optische kennt kein Flackern und verbraucht kaum Strom, das digitale macht Dinge wie Weißabgleich, Helligkeit oder Schärfeebene sichtbar. 

Das OLED-Display des Hybridsuchers bietet jetzt eine um 60 Prozent höhere Auflösung von 1,23 Megapixeln und eine Wiedergabe von 97 % des sRGB-Farbraums in einem sehr kontrastreichen und gut zu überblickenden Bild. Auch die Suchervergrößerung steigt von 0,59x auf 0,66x. Eine höhere Bildwiederholrate lässt das Flackern etwa bei LED-Beleuchtung verschwinden.

Im optischen Sucher mit 0,52-facher Vergrößerung zeigen Leuchtrahmen beim Zoomen das Bildfeld stufenlos an. Auf Wunsch hilft die Einblendung des EVF-Sucherbildes in der unteren rechten Ecke bei der Fokuskontrolle. 

Das stört nicht weiter, da dort ohnehin einige größere Objektive ins optische Sucherbild ragen. Der „Sportsucher“-Modus mit 1,25-Cropfaktor und auf 4992 x 3328 Pixel reduzierter Auflösung für bis zu 30 B/s funktioniert nur mit dem mechanischen Verschluss.

© Fujifilm

Erst nach dem Herunterklappen der Rückwand mit dem neuartigen Mini- Monitor ist der touchfähige Hauptmonitor zu sehen.

Bildqualität

Von der X-T3 unterscheidet sich die X-Pro3 erwartbar wenig, aber auch das 24-MP-Modell X-Pro2 kann trotz 2 MP weniger weiter mithalten. Die X-Pro3 liefert maximal 2231 LP/BH, die X-T3 2246 LP/BH, doch die 2104 LP/BH der X-Pro2 sind kein Grund, die Kamera aufs Altenteil zu schicken. 

Bei den Dead-Leaves-Werten z. B. bei ISO 400 liegen die 1165 LP/BH der X-Pro2 über den Werten der X-Pro3 (1041 LP/BH) und der X-T3 (1067 LP/BH) – in Summe also ein Topergebnis. Bei steigender ISO-Empfindlichkeit sinken die Dead-Leaves-Werte jedoch: Bei ISO 800 sind es noch 997 LP/BH, bei ISO 1600 850 LP/BH und nur noch 600 LP/BH bei ISO 3200. 

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Das Rauschen beginnt bei X-Pro3 und X-T3 mit ihrem BSI-Sensor mit einem VN-Wert von 1,1, der von der X-Pro2 mit 0,9 noch getoppt wird. Bis ISO 3200 bleibt das Rauschen mit Werten unter 2 bei allen Dreien sehr moderat. Typisch für Fujifilm ist die ausgeprägte Kantenaufsteilung der X-Pro3, vor allem bei niedrigen ISO-Werten und höherem Kontrast. 

Andererseits zeigen sich bei den höheren Empfindlichkeiten über ISO 3200 in kontrastarmen Bereichen die kräftigsten Artefakte. Die gerade bei niedrigen ISO-Stufen recht aggressive Signalverarbeitung macht bei kritischen Motiven wie Porträts einen Wechsel zum RAW-Format sinnvoll.

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