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Fujifilm X-E3 im Test: Bedienung, Bildqualität und Fazit

Inhalt
  1. Fujifilm X-E3 im Test: Sinnvolle Neuerungen für die X-Serie
  2. Fujifilm X-E3 im Test: Bedienung, Bildqualität und Fazit
Fujifilm X-E3 Rückseite

© Fujifilm

Als einzige der X-Serie hat die X-E3 einen berührungsempfindlichen (aber nicht verstellbaren) Monitor. Der sonst übliche Vier-Wege-Schalter fehlt, doch der kleine Joystick mit Druckfunktion oberhalb der Menütaste ist ein adäquater Ersatz beim Platzieren von AF-Punkten oder beim Navigieren in den Menüs.

Bedienkonzept 

Dank der Touch-Funktionalität des Monitors präsentiert sich die X-E3 mit erweitertem Bedienkonzept. Statt des üblichen Vier-Wege-Schalters verwendet man einen Joystick zum Navigieren in den Menüs oder zum Positionieren von AF-Feldern bzw. AF-Feld-Gruppen. Ein kurzer Druck auf den Joystick blendet das AF-Feld-Raster ein, anschließend wählt man die gewünschte Position für den AF-Punkt bzw. die Zone mittels Joystick. Durch Drehen des Einstellrads verändert man die Größe eines AF-Felds in sechs Stufen (Zone in drei Stufen).

Darüber hinaus kann man den AF-Punkt durch Tippen mit der Fingerspitze im Bildfeld platzieren (Touch-AF). Auch das Auslösen durch Antippen des Monitors (Shot-Modus) an beliebiger Stelle ist möglich, allerdings wird dabei nicht automatisch an der gleichen Stelle ein neuer AF-Punkt gesetzt. Um den AF-Punkt zu verschieben, muss man entweder in den Touch-AF-Modus wechseln oder den Joystick bemühen – etwas umständlich! Praktisch ist wiederum, dass man durch „Doppelklick“ die Bildschirmlupe (de-)aktivieren kann.

Wischt man am Bildschirm nach links/rechts bzw. oben/unten, so werden Funktionsbereiche (Untermenüs) wie AF-Modus, Filmsimulation, Weißabgleich oder ISO-Einstellung aufgerufen. Das heißt, man gewinnt Direktzugriffe ohne dezidierte Funktionstasten. Den Wischbewegungen lassen sich unterschiedliche Funktionen zuordnen. Das zugehörige Einstellmenü mit Kameragrafik erreicht man am schnell-sten, wenn man die „Disp/Back“-Taste länger als zwei Sekunden drückt. Hier kann man auch der Funktionstaste (FN) neben dem Auslöser, den AE-L-/AF-L-Tasten und der Druckfunktion des hinteren Einstellrads Funktionen nach Wunsch zuordnen.

Das Hauptmenü der XT-2 ist durch sieben senkrecht angeordnete Karteireiter strukturiert, hinter denen sich maximal drei Menüseiten verstecken. Unter „Mein Menü“ (MY) kann man sich häufig gebrauchte Einträge „à la carte“ zusammenstellen. Eine weitere, bereits bekannte Einstellebene bildet das frei konfigurierbare Schnelleinstellmenü (Q-Taste). Vor allem dort freut man sich über die Touch-Bedienung, die das Navigieren und Einstellen wesentlich beschleunigt. Das Gleiche gilt für die Bildwiedergabe mit der Möglichkeit, durch den Bildbestand zu „blättern“. Auch das Vergrößern von Bildern durch „Ziehen“ mit zwei Fingern ist möglich.

WLAN und Bluetooth

Die App „Fujifilm Remote“ ermöglicht die Bildübertragung zum Smartphone und die drahtlose Fernbedienung der X-E3 inklusive Live-Bild am Smartphone-Monitor. Dabei können die meisten, aber nicht alle Parameter eingestellt werden. Zum Wechseln des Belichtungsprogramms muss man z. B. die Verbindung trennen und an der Kamera tätig werden. Touch-AF ist möglich, nicht aber Touch-Auslösung. Erstmals in der X-Serie ist bei der X-E3 die Bildübertragung per Bluetooth 4.0 (Low Energy) möglich. Hat man die automatische Bildübertragung aktiviert, werden zuvor aufgenommene Bilder ohne weiteres Zutun aufs Smartphone übertragen. Wirklich zuverlässig funktionierte das bei der Testkamera aber noch nicht. Wir gehen aber davon aus, dass der Hersteller das Manko zeitnah ausbügelt.

"Fujifilm Remote" App

© Fujifilm/ Montage WEKA Media Publishing

Die Funktionen „Fernbedienung“, „Empfang starten“, „Kamera durchsuchen“ und „Geotagging“ benötigen WLAN; die Bluetooth-Verbindung (Anzeige ganz unten) ermöglicht permanenten Bildaustausch zwischen Kamera und Smartphone.

Bildqualität 

Der X-Trans-Sensor der 24-MP-Klasse hat seine hohe Leistungsfähigkeit bereits bewiesen. Folglich sind die Unterschiede in der Bildqualität von X-T2, X-T20 und X-E3 marginal. Bei ISO 200/400 erreicht die X-E3 eine hohe Grenzauflösung um 2100 LP/BH, bis ISO 12.800 konstant um 1900 LP/BH. Hohe DL-Werte – bis zu 1160 LP/BH für hohe Kontraste, 1090 LP/BH für niedrige – belegen die gute Wiedergabe von Texturen. Die Dynamik erreicht bis ISO 1600 konstant Werte um zehn Blenden, das Rauschen bleibt bis ISO 3200 unterhalb der VN-2,0-Marke, also moderat.

Fazit 

Das im Vergleich zur Vorgängerin verfeinerte Gehäusedesign der X-E3 sorgt für einen eleganten Auftritt, vor allem in der Silber-Variante. Das Gehäuse ist schön kompakt und spart mit seiner Geradlinigkeit Platz in der Fototasche. Beim Bedienkonzept hat die X-E3 ihren Schwestermodellen den Touch-Monitor voraus. Der komfortable Bildtransfer zum Smartphone per Bluetooth ist ein weiterer Vorteil, funktionierte bei der Testkamera aber noch nicht reibungslos. Wer sich mehr für Kameras im SLR-Design erwärmen kann, wird ohnehin zur X-T20 greifen, die mit eingebautem Blitzgerät und verstellbarem Monitor auch keine schlechten Argumente hat. Was die Bildqualität anbelangt, begegnen sich die beiden ungleichen Schwestern auf Augenhöhe. Bei fast identischem Kaufpreis ist die Entscheidung zwischen beiden also letztlich eine Geschmacksfrage.

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