Digitale Fotografie - Test & Praxis
Mittelformatkamera

Fujifilm GFX 50R: Autofokus, Serienbilder und Beleuchtung

Inhalt
  1. Fujifilm GFX 50R im Test
  2. Fujifilm GFX 50R: Autofokus, Serienbilder und Beleuchtung
  3. Fujifilm GFX 50R: Bedienkonzept, Bildqualität und Fazit

Autofokus und Serienbilder

Zum automatischen Scharfstellen verwendet die GFX 50R einen Kontrast- AF mit 425 Messpunkten. Wer will, kann auf 117 Messpunkte umschalten. Die AF-Bildfeldabdeckung bleibt dabei unverändert, nur gelangt man dann beim Verschieben des Messpunkts schneller von A nach B. Bei 425 Messpunkten kann man die Messposition dafür genauer festlegen. 

Bei Einzelfeldmessung lässt sich das Feld in sechs Größen einstellen, das bietet nicht jede Systemkamera. Eine Alternative zum Einzelfeld-AF ist die Zonenmessung; drei Varianten mit 3 x 3, 5 x 5 und 7 x 7 Messpunkten stehen zur Wahl. Eine Zone lässt sich im Bildfeld ebenso verschieben wie ein Einzelpunkt. 

Im Modus „Wide“ (AF-Automatik) und bei Einzelbild-AF (AF-S) sucht sich die Kamera selbst die passenden Messfelder innerhalb des Bildfelds. Wechselt man auf kontinuierlichen Autofokus (AF-C), aktiviert man den Tracking-AF, der ein Objekt über das Bildfeld verfolgt. Auch Gesichts- bzw. Augenerkennung und Touch-AF beherrscht die GFX 50R. 

Im Touch-Modus kommen die zuvor eingestellten Messvarianten und Messfeldgrößen zum Einsatz; Touch-Auslösung ist nicht vorgesehen. Bei der Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit erreicht die GFX 50R passable Werte von 0,4/0,5 s bei 300/30 Lux; immerhin wird hier ordentlich Masse bewegt. 

Beim Einschalten lässt sich die Kamera mit 1,2 s etwas zu viel Zeit. Auch die Serienbildleistung ist keine Stärke des Mittelformats: rund 3 B/s im JPEG- und RAW-Modus, wobei die Kamera bei RAW bereits nach sechs Bildern eine Verschnaufpause braucht.

© Fujifilm

Räderwerk - Anstelle des On-/Off-Drehschalters anderer Fujifilm-Modelle findet sich am Auslöser ein Einstellrad. Alte Bekannte sind dagegen das verriegelbare Verschlusszeitenrad und das Einstellrad für Belichtungskorrekturen.

Belichtung und Video

Die Kamera besitzt einen Metallschlitzverschluss, der Belichtungszeiten zwischen 60 min und 1/4000 s erlaubt. Der erste Verschlussvorhang lässt sich auch elektronisch realisieren, um Vibrationen zu minimieren; der Verschlusszeitenbereich bleibt dabei unverändert. Der elektronische Verschluss erlaubt Zeiten von 60 min bis 1/16 000 s und arbeitet völlig lautlos. 

Wählt man im Aufnahmemenü unter „Auslösertyp“ die Einstellung M+E, so verwendet die Kamera den mechanischen Verschluss zwischen 60 min und 1/4000 s; kürzere Zeiten werden elektronisch gebildet. Die Blitzsynchronisationszeit beträgt 1/125 s. Wie bei Fujifilm üblich, findet man ein Verschlusszeitenrad in der Nähe des Auslösers; die Arbeitsblende stellt man am Blendenring des Objektivs ein. 

Sowohl das Zeitenrad als auch der Blendenring haben eine A-Position für „Automatik“. Je nach Einstellung lässt sich die Kamera damit in Zeit-, Blenden- oder Programmautomatik verwenden. Für Belichtungskorrekturen gibt es ein rastendes Einstellrad (± 3 EV), das in der C-Position auch höhere Korrekturwerte (± 5 EV) erlaubt – dafür verwendet man das Endlosrad am Auslöser. 

Auch der Blendenring des Objektivs lässt sich auf „C“ stellen; dann verändern Sie die Arbeitsblende mit dem hinteren Drehrad der Kamera, anstatt direkt am Objektiv. Zu den Spezialitäten der Fujifilm-Kameras gehören Filmsimulationen, die Abbildungseigenschaften von Analogfilmen wie Provia, Velvia oder Astia nachbilden. 

Neben der Standardschwarzweißkonvertierung sorgt die Variante „Acros“ für noch knackigere Ergebnisse; in beiden Fällen lassen sich Kontrastfilter (Gelb, Rot, Grün) simulieren. Praktisch: Filmsimulation ist auch in der Bracketing-Variante (Reihenbelichtung) verfügbar. Auch timer-gesteuerte Intervallaufnahmen und Fokusreihen mit einstellbarer Schrittweite erlaubt die GFX 50R. 

Kein Hit ist die Kamera für Filmer: Full-HD mit 30 Vollbildern pro Sekunde ist hier das Höchste der Gefühle – da haben die aktuellen APS-C-Modelle von Fujifilm mit 4K und bis zu 60 B/s die eindeutig besseren Karten. Gut zu wissen: Die Videofunktion versteckt sich im Drive-Menü, wo man zwischen Einzel- und Serienbild umschaltet und diverse Bracketing-Optionen findet. Gestartet wird das Video mit dem Auslöseknopf.

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