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Testbericht

Firmware-Updates

Inhalt
  1. LG 42LW650s
  2. Firmware-Updates
  3. Fazit

Glücklich mit Updates

Erst vor kurzem haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, ob Firmware-Updates eher Fluch oder Segen der modernen Unterhaltungselektronik seien. Sie können nicht nur Fehler korrigieren, sondern auch Features nachreichen. Von dieser Option macht LG diesmal massiv Gebrauch.

Wir haben eines der ersten Seriengeräte Europas zum Test bekommen - zu einem Zeitpunkt, zu dem noch über Marktpreise und Features diskutiert werden konnte. Mitgeliefert wurde eine englische Bedienungsanleitung auf CD im PDF-Format.

Das spart Papier und schont die Umwelt. Die Datei ist für sieben Serien von LED-Fernsehern gültig, jeweils mit anderen Features. So fanden wir beispielsweise sechs verschiedene Layouts der Fernbedienungstasten, von denen keines dem tatsächlich mitgelieferten Handsender exakt entsprach.

Vermisst haben wir die Record-Taste, die im Handbuch erwähnt wird und auf eine USB-Aufnahmefunktion hinweist. Eine derartige Funktion wurde zuerst gar nicht angekündigt, soll laut LG jetzt aber für viele Modelle als Update kommen - genau wie HbbTV, ein freier Internet-Browser und eine wachsende Anzahl an Web-Applikationen.

Hierzu gibt es einen App Store, der ständig ausgebaut wird. Was seine Hardware betrifft, ist der TV auch auf die Magic-Motion-Fernbedienung (ein Wii-ähnliches Steuergerät), ein Wireless-HD-Eingangsgerät sowie einen Wi-Fi-n-(Dualband-)USBAdapter vorbereitet.

Grundsätzlich ist der 42LW650 ein sehr gut ausgestatteter Fernseher. Dank Vierfach-Tuner mit CI-Plus-Slot sind alle Empfangswege gesichert, vier HDMI-Eingänge nebst allen wichtigen Signalalternativen kümmern sich um die angeschlossenen AV-Quellen. Dabei müssen viele Anschlüsse, etwa Scart und Komponente, über beigelegte Adapter geführt werden - ein Kompromiss der dünnen Bauweise.

Netzwerktechnisch wird neben globalen Quellen auch das Hausnetz - sprich ein DLNA-Medienserver - angezapft, wobei sich der Fernseher auch als Renderer anmeldet, er also über Push-Programme (Windows 7, TwonkyBeam etc.) aktiv mit Filmen, Musik und Fotos beschickt werden kann.

Die Auswahl an Dateiformaten ist dabei lobenswert umfangreich und reicht bis hin zu DivX+HD, also MKV-Dateien in Full-HD-Auflösung und AAC-Ton. Diese Formate spielt der LG-TV auch von USB-Medienspeichern ab.

Beispielhafte Bildtechnik

Die flache Bauweise konnte durch Anbringung der LED-Hintergrundbeleuchtung im Rahmen erzielt werden. Diese LEDs tasten das Bild im 100-Hz-Rhythmus ab und lassen nebenbei grobes lokales Dimmen zu.

So werden großflächige düstere Bereiche abgedunkelt und erscheinen weitaus satter als mit ausgeschalteter Dimmfunktion. Mit Full-LED-Backlight und seinen fein unterteilten Dimmzonen, wie sie LGs Topmodelle nutzen, ist dieses Vorgehen jedoch qualitativ nicht gleichzusetzen.

LGs Bildaufbereitung ist farblich und bezogen auf das Leuchtverhältnis (Gammafunktion) beispielhaft. Bis ins kleinste Detail lässt sich alles abgleichen oder durch viele automatische Filter adaptiv optimieren. Ob Rauschen, Blockbildung, Gesichtsblässe, Kontrastschwäche oder Unschärfen - alles wird gezielt bekämpft. Wer die Filter geschickt einsetzt, bekommt bei jeder Quelle ein tolles Bild.

Schon die Werkseinstellungen (vor allem "Kino") sind beeindruckend. So arbeitet etwa die Bewegungsglättung "TruMotion" bei 100 Hz hervorragend und addiert sich mit den schaltenden Hintergrund-LEDs zu 200 Bildaufbauten pro Sekunde. Sieht man genau hin, sind jedoch deutlich mehr Halo-Artefakte zu erkennen als bei den Top-TVs von Samsung und Philips.

Der horizontale Blickwinkel erscheint erst etwas stärker eingeschränkt zu sein als bei anderen Displays, dafür kommt es niemals zu Farbverfälschungen. Hier hat LG den richtigen Weg gewählt. Der Kontrasteindruck des matten Displays ist für die Preisklasse hochwertig, besonders bei starker Raumbeleuchtung.

Im komplett abgedunkelten Raum fährt der Lichtsensor das Bild zu stark herunter; schaltet man ihn ab, sind die lokalen Dimm-Effekte der Beleuchtung auszumachen. Das ist aber ganz normal bei der verwendeten Technik.

Download: Tabelle

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