EAs Fußball-Klassiker geht in eine neue Runde

FIFA 21 im Test: Ein kleines Update für die Fußball-Serie

FIFA 21 könnte es ergehen wie FIFA 14. Zum Wechsel der Konsolengeneration bleibt das Mega-Update aus. Stattdessen konzentrieren sich die Entwickler auf die Perfektion der FIFA-Formel. Der Test.

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Pro

  • Hervorragende Gameplay-Anpassungen
  • Stärkeres Dribbling
  • Deutlich manuellere Defensive
  • Riesiges Lizenz-Paket
  • Sinnvolle Änderungen im Karrieremodus

Contra

  • Nahezu identisch mit FIFA 20
  • Weiterhin Pay-to-win in FUT

Fazit

FIFA 21 ist der Gold-Standard für Fußball-Fans. Wer FIFA 20 besitzt, sollte sich einen Kauf allerdings gut überlegen.
Gut

FIFA 21 kommt zu einem recht unglücklichen Zeitpunkt auf den Markt. Kurz vor dem Generationenwechsel bei den Konsolen bringt EA die neueste Ausgabe der populären Fußballsimulation heraus. Wie schon bei FIFA 14 resultiert das in einem sehr, sehr kleinen Update. Denn schon nach den ersten Matches wird klar: FIFA 21 sieht aus wie FIFA 20 und hört sich an wie FIFA 20. Ein paar neue Animationen hier, ein paar neue Kommentare dort – das wars. Tatsächlich muss man genauer hinsehen, um Änderungen wahrzunehmen.

Beim Gameplay wird das vor allem im Bereich der Defensive schlagend. Hier müssen wir jetzt unbedingt richtig timen und Grätschen sowie Infights selbst bewerkstelligen. Im Gegensatz zu FIFA 20 setzen die Abwehr-Recken in FIFA 21 also deutlich mehr Initiative des Spielers voraus. Dafür sind die Dribblings in der Offensive nun effektiver und der eigene Mann oder die eigene Frau verliert den Ball deutlich weniger schnell als noch im vergangenen Jahr.

Zusätzlich hat Electronic Arts endlich die Flanken wieder sinnvoll gestaltet. Mussten wir uns in FIFA 20 daran gewöhnen, dass hohe Bälle nahezu immer abgefangen wurden, kommen diese nun häufiger durch und lassen uns gefährliche Situationen im gegnerischen Strafraum kreieren. Dazu trägt auch bei, dass die KI in FIFA 21 besser auf unterschiedliche Spielzüge reagiert. Mitspieler erkennen schnell, was der Spieler vorhat, erkennen freie Räume und besetzen diese. Bleibt nur zu hoffen, dass EA hier nicht – wie bei FIFA 20 – wieder einen großen Patch veröffentlicht, der das Gameplay noch einmal verändert.

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Wer übrigens das Zurückspulen-Feature aus Rennspielen kennt und zu schätzen weiß, der wird dieses Feature sicher auch in FIFA 21 wohlwollend aufnehmen. Im Wiederholungsmenü können wir nämlich im Spiel zurückspulen und eine möglicherweise fehlgeschlagene Situation einfach ungeschehen machen, indem wir uns an diese Stelle zurücksetzen lassen und noch einmal versuchen.

FIFA 21 im Test: Die meisten Änderungen im Karrieremodus

Wer den Karrieremodus liebt, der wird auch FIFA 21 lieben. Denn hier hat sich am meisten getan. Wirklich gelungen ist ein neuer Simulationsmodus, der frappierend an Fußball-Manager erinnert. Neben einer Schnellsimulation können wir uns jetzt die Spiele im Schnelldurchlauf ansehen. Dabei huschen unterschiedlich farbige Punkte über den Bildschirm und treiben einen noch kleineren Punkt über das Spielfeld. Gefällt uns nicht, was unsere Mannschaft auf den Platz bringt, können wir binnen Sekunden selbst ins Spielgeschehen springen und so Korrekturen vornehmen. Das Feature dürfte besonders diejenigen interessieren, die ganze Saisons spielen, aber nicht jedes einzelne Match eigenständig bewerkstelligen wollen.

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Die schon in FIFA 20 erweiterte Spielerentwicklung wurde mit FIFA 21 auf neue Höhen getrieben. Wollen wir beispielsweise einen Innenverteidiger zu einem Rechtsverteidiger ausbilden, können wir das jetzt tun. Besonders sinnvoll ist das Feature im Bereich der Jugendarbeit, denn viele blutjunge Spieler sind sich bezüglich ihrer Lieblingspositionen oft lange nicht sicher. Hier können wir jetzt nachhelfen und eingreifen.

Der an FIFA Street erinnernde Volta-Modus ist auch in diesem Jahr wieder mit an Bord. Zwar wurde der Story-Umfang etwas eingedampft, dafür können wir jetzt auch online im Koop-Modus Volta spielen. Volta dürfte aber vermutlich nur die Wenigsten hinterm Ofen hervorlocken. Denn weiterhin ist Volta kein richtiger Ersatz für das eigenständige FIFA Street.

Und selbstverständlich hat EA auch wieder FIFA Ultimate Team an Bord, die eierlegende Wollmilchsau für den Hersteller. Denn auch weiterhin lassen sich hier mit barem Geld echte Vorteile erkaufen. Das resultierte darin, dass man bereits kurz nach Release des Spiels auf übermächtige, perfekt aufeinander abgestimmte Mannschaften traf – und natürlich gnadenlos unterging. Diese Pay-to-win-Mechanik ist es, die FUT mitunter den Reiz nimmt. Denn eigentlich macht der Modus weiterhin immens viel Spaß.

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Und ein bisschen Feintuning gibt es auch hier zu beobachten. So können wir jetzt unser ganz eigene Stadion erstellen. Von der Farbe der Sitze über die Fanchoreographien bis hin zu den Flutlichtern können wir nahezu alles anpassen. Aber natürlich nur, wenn wir die ganzen Features über Loot-Boxen oder über das Auktionshaus freigeschaltet haben.

FIFA 21 im Test: Fazit

FIFA ist und bleibt der Gold-Standard für alle Fußball-Fans. Nirgendwo sonst bekommen wir die volle Packung Lizenzen, Atmosphäre, Gameplay und Umfang. Das täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass FIFA 21 die wenigsten Neuerungen seit Jahren bietet. Zwar wurde die FIFA-Formel mit FIFA 21 nahezu perfektioniert, wer allerdings FIFA 20 besitzt und auf die aktuellsten Spieler, Lizenzen oder Werte verzichten kann, der sollte sich einen Kauf zweimal überlegen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass FIFA 22 auf den neuen Konsolengenerationen wieder mehr Änderungen bieten wird.

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