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Testbericht

Fernsehsignale mitschneiden

Inhalt
  1. TEST: 42"-Plasmafernseher Panasonic TX-P 42 GW 20
  2. Fernsehsignale mitschneiden
  3. Fazit

Aufnahme, bitte!

"Nicht verwenden" Test TV & Beamer: Fernseher 05/10

© Archiv

Media Server: Der Media Server verarbeitet wie der Media Player die drei Datentypen Video, Foto und Musik. Von den Video-Formaten spielt er MPEG-2 ebenso ab wie AVCHD- und DivX-Dateien. Sogar die Transport-Streams einer Dreambox nahm er unverändert entgegen. Von den gängigen Videos akzeptiert er nur WMV nicht.

Aber das Beste kommt noch: Der Fernseher kann auch digitale Fernsehsignale mitschneiden. Dazu muss der stolze Plasmabesitzer lediglich seine USB-Festplatte an den Fernseher anschließen, sie über das Bildschirmmenü formatieren - und fertig ist der Videorekorder. Per Druck auf die Aufnahmetaste der Fernbedienung beginnt der Mitschnitt.

Ebenso einfach lässt sich die Aufnahme über die elektronische Programmzeitschrift vormerken. Während eine Aufnahme läuft, kann sich der Zuschauer bereits aufgenommene Filme ansehen oder zurückspulen. Wird die Wiedergabe der Aufnahme später abgebrochen, setzt er sie an derselben Stelle wieder fort. Allerdings kann der Nutzer nicht während einer Aufnahme umschalten.

Selbst wenn der Mitschnitt via DVB-S erfolgt und der DVB-T-Empfänger ebenfalls installiert ist, darf der Zuschauer das Programm nicht wechseln. Auch der Zugriff auf den EPG ist gesperrt; dafür kann man die "Now & Next"-Informationen lesen. Das Umschalten auf eine andere Bildquelle wie etwa einen angeschlossenen Bluray-Player oder die USB-Buchse erlaubt der Fernseher wiederum, verweigert jedoch Netzwerk-Dienste wie Media Server oder Viera Cast.

Ein weiteres Manko: Die USB-Festplatte ist am Computer nicht lesbar. So kann der PC-Freak weder Aufnahmen auf DVD oder Blu-ray archivieren noch die Rekorder-Platte mit Bildern oder Musik füllen, um sie am Fernseher abzuspielen. Ist die Festplatte einmal vom Fernseher formatiert worden, kann sie bis zur nächsten Formatierung nur noch dort benutzt werden.

Bei der Bedienung des Fernsehers hakte es vereinzelt, obwohl sie einfach zu handhaben ist. So läuft beim Aufruf des EPG der Ton nicht weiter. Das ist unverständlich, zumal die "Now & Next"-Informationen permanent abrufbar sind.

Schön stöbern lässt sich hingegen im Videotext, während im Hintergrund der Ton weiterläuft. Das übersichtliche Bildschirmmenü zeigt immer an, welche Tastenkombination der handlichen Fernbedienung weiterhilft. Dadurch kommen selbst Ungeübte schnell damit klar.

Praxistest: ton und bild

"Nicht verwenden" Test TV & Beamer: Fernseher 05/10

© Archiv

Media Player USB HDD-Aufzeichnungen: Eine handelsübliche USB-Festplatte, die vom Fernseher speziell formatiert und verschlüsselt wird, macht aus dem Duo einen Festplatten-Receiver. Ein Druck auf die Aufnahme-Taste der Fernbedienung genügt dann, und der Plasma-TV zeichnet die laufende Sendung vom Digital-Tuner auf die Festplatte auf.

TV-Ton spielte der Plasma sehr überzeugend ab. Klare Höhen und ein sauberer Mittelton-Bereich ließen ihn besonders Stimmen präzise wiedergeben. Unterhalb von 100 Hertz wurde es allerdings dünn: Bässe gab er nur kraftlos wieder.

Dafür meisterte er den Bildtest. Das begann bei Signalen seiner TV-Tuner, denen er mit seinem hohen Kontrast Tiefe verlieh. Selbst in düsteren Szenen konnte er noch deutliche Abstufungen von Dunkelgrau reproduzieren. Seine "V-real Pro 5"-Signalverarbeitung mit dem 600 Hz Intelligent Frame Creation Pro sorgte sowohl in SD als auch in HD für scharf abgegrenzte Motivkanten und flüssige Schwenks.

Farben wirkten sehr knallig, ohne unnatürlich zu erscheinen. Auch mit Bildern eines per Scart RGB angeschlossenen HDD-Receivers ging er souverän zu Werke.

Besonders knackig war das Spielerlebnis mit der PlayStation 3. Das Action-Adventure "Assassin's Creed" ließ der Panasonic als interaktiven Film sehr räumlich wirken und zog den Spieler so ins Geschehen hinein. Nur die Schwenks auf den Aussichtspunkten zeigten im "Spiele"-Modus gelegentlich Block-Artefakte.

Testprofil

PanasonicTX-P 42GW20
www.panasonic.de
1.100 Euro

42-Zoll-Plasma-TV

Weitere Details

84 Prozent

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Mit Bildern vom Blu-ray-Player legte er nochmals zu und brachte den "Iron Man" knackscharf auf den Monitor. Die einzigen Patzer leistete sich dort die Antiruckelschaltung "24p Smooth Film". Am linken und rechten Bildrand erzeugte diese in 60 Hertz arbeitende Zwischenbild-Berechnung bei Schwenks abhängig von der Geschwindigkeit leicht wolkige Strukturen.

Auch senkrechte Motive wie etwa ein Antennenmast wirkten in der Bewegung mitunter etwas zittrig. Doch die Elektronik arbeitete vorwiegend sauber, und das Ergebnis sah besser aus als das in dieser Preisklasse übliche 24p-Stottern oder der 2:3-Pulldown.

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