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UHD, HDR und mehr

Hisense 65N5755 im Test

© Josef Bleier - Hisense

Der Hisense steht als einziger im Test auf breitem Fuß. Die Stützen lassen sich aber sogar auch weiter innen anbringen.

Pro

  • guter Farbabgleich, sehr
  • natürliches Bild bei Tuner und
  • HDMI

Contra

  • wenig HDRkein USB-Recording

Fazit

video Testurteil (79 Prozent): gut; Preis/Leistung: überragend - video KAUFTIPP

Hisense meint es ernst. Die Chi­nesen wollen nicht einfach ihre internationalen TVs auch in Deutschland verkaufen, sondern stimmen sie mit den peniblen deut­schen Anforderungen ab. Dazu ha­ben sie schon seit Jahren ein Quali­tätssicherungs- und Entwicklungs­zentrum in Düsseldorf. So stimmt nicht nur das Grundkonzept der Ge­räte, sondern auch das Feintuning. 

Und tatsächlich überraschte der 65N5755 beim Bildtest. Dabei ist das preiswerte Gerät ein abgespeckter Einsteiger. Mit Vierwege-Singletuner, gänzlich ohne Aufnahmefunktion, drei­mal HDMI und zwei USB-Buch­sen steckt er im Tesfeld zurück, auch wenn seine HDMI-Fähig­keiten inklusive 60-Hz-UHD-HDR und breitem Farbraum umfassend sind. 

Zudem setzt er ein 50/60-Hertz-Panel ein, gibt Kinofilme also erst ein­mal im 2:3-Pulldown wieder. Aber er kann weitaus mehr. Sehr gelungen ist die groß­zügige Darstellung der Bild­schirmmenüs. Einstellungen und Funktionen dominieren das Dis­play, doch sind sie exzellent lesbar und gut in Themen unterteilt. Die smarten TV-Dienste des Fußball-Großsponsors Hisense beinhalten Schalke-TV, Netflix und Amazon. 

Auf den einen deutschen Anbieter Max­dome verzichtet man, dafür bekommt man den anderen: Videociety. Das Angebot mit 231 Apps ist dem von Grundig stark überlegen, kommt aber nicht an die anderen Asiaten heran.

Toll im Labor

Schon beim ersten Einschalten und nach der Sendersuche zeigte sich der Hisense von seiner besten Seite. Das Bild ist in der Voreinstellung "Kino Tag" farblich nahezu normgerecht und weist eine exzellente Abstim­mung des Tuners auf. Der Kompro­miss aus Schärfung, Beruhigung von Sendeartefakten und Kontrastopti­mierung ist gelungen und holt aus miesen SD-Stationen, guten 720p-Sendern, 1080p-DVB-T2 und Ultra-HD Testsendern sehr angenehme Ergebnisse heraus. 

© Josef Bleier - Hisense

Das Layout ist durchaus ansprechend, und trotz fingerfreundlicher Gummierung rasten die Drücker mit einem sauberen Klick.

Dabei gibt es so­gar eine Zwischenbildberechnung und ein De-Interlacine, das als einzi­ger im Test mit einer falsch ko­dierten Mess-Sequenz zu­rechtkam. Bei 50-Hz-TV (25p oder 50i) wird sauber entruckelt, 24p mit Pulldown gestartet. Schaltet man die Bewegungskom­pensation voll zu, wird das Bild einer Blu-ray jedoch wahlweise aalglatt. Man meint nun vielleicht, die Nach­teile gegenüber einem Super-TV wä­ren minimal. 

Wer genau hinschaut bemerkt jedoch den deutlich schwä­cheren Schwarzwert aufgrund des nur globalen Dimmens. Dazu leidet dieses Panel so wie das von Grundig stärker unter Dirty Screen und Ban­ding als die teureren Modelle. Und bei echtem HDR, das der Hisense ja lobenswerterweise akzeptiert, wird genauso wenig Brillanz und kaum mehr Farbumfang geboten als in HDTV. 

Was andere Attribute wie Schärfe und Blickwinkel betrifft leis­tet der Hisense hingegen Erstaunli­ches und ist, was Signalneutralität betrifft, dem Grundig überlegen. Beim Klang ist es dann wieder umge­kehrt. Beim sensationell niedrigen Preis des Hisense läge aber sogar noch eine ausgewachsene Soundbar mit Kinoklang im Budget. 

Fazit: Hisense liefert im 65N5755 ein exzel­lentes HDTV-Bild für besonders wenig Geld. Wer kein HDR mit überbunten Farben braucht und im normal be­leuchteten Wohnzimmer schaut, wird die Unterschiede zu den Top-TVs ver­nachlässigen können.

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