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(Pan)Opticum

Fazit

Timeshifting, also das zeitversetzte Fernsehen, bewältigte der Opticum tadellos. Auch die Wiedergabe einer Aufzeichnung, während ein Programm aufgenommen wird, löste er mit Bravour.

Während der Aufnahme kann man ein anderes Programm betrachten, wenn es auf demselben Transponder liegt. Die entsprechenden Sender werden in der Programmliste weiß dargestellt, die nicht erreichbaren grau.

Leider kann der HD TS 9600 nicht zwei Programme gleichzeitig aufnehmen. Auch ein Timeshifting des anderen Programms ist nicht möglich. Schade, für andere Receiver stellt das keine Schwierigkeit dar.

Praktisch ist, dass der Opticum zwei USB-Buchsen besitzt: eine an der Rückseite und eine an der Front. So kann die Festplatte fest mit dem rückwärtigen Anschluss verbunden werden, während der vordere frei für andere Speichermedien bleibt.

Wir hatten im Test dort eine zweite Festplatte verbunden, um festzustellen, ob dann eine gleichzeitige Aufnahme von zwei Programmen möglich wäre. Nach der geforderten Formatierung war weder die erste noch die zweite Festplatte ansprechbar. Wir mussten beide Harddisks separat formatieren und anschließen. Allerdings ohne Erfolg: Die Aufnahme zweier Programme schlug fehl.

Auch alle angeschlossenen USB-Sticks akzeptierte der Receiver nicht. Wir hatten bis zu fünf verschiedene Modelle im Einsatz. So musste der Test, ob das Gerät Musik, Videos und Bilder abspielen kann, ausfallen. Auch das Kopieren unserer Testdateien auf die externe Festplatte brachte kein Resultat. Hier und beim FestplattenManagement sollte dringend nachgebessert werden.

Bild, Ton und Menüs

Beim Bild-und Tontest zeigte der Opticum keine Schwächen. Das Bild wirkt scharf, detailtreu und farbecht. Auch der digitale Ton gelangt erfreulich transparent zum Fernseher oder AV-Receiver. Die gemessene Empfangsstärke von 25 dBµV liegt knapp über dem Referenzwert von 22 dBµV. Dabei gilt: je niedriger der Wert, desto besser.

Damit besitzt der Receiver genügend Reserven, wenn das Wetter schlechter wird und die Empfangsschüssel klein ausfällt. Die Menüs dagegen wirken ein wenig spartanisch und könnten eine Auffrischung gebrauchen. Der elektronische Programmführer (EPG) liefert nur eine Multikanal-Übersicht, eine detaillierte Listenansicht der Programme eines bestimmten Senders gibt es nicht.

Technikfreunde, die genau wissen wollen, was der Receiver gerade wo und wie empfängt, werden die Status-Taste auf der Fernbedienung begrüßen: Sie liefert alle Informationen wie beispielsweise Auflösung, Videoformat, Bildfrequenz und vieles mehr.

Fazit

Trotz aller Widrigkeiten ist der Opticum HD TS 9600 PRIMA ein guter Sat-Receiver in der Einsteigerklasse, wenngleich er seine Punkte hauptsächlich bei der Ausstattung bzw. bei seinen Anschlüssen erzielt hat.

Beim Festplatten-Management muss Opticum dringend nachbessern, wenn der Empfänger auch Freude als digitaler Videorekorder bereiten soll.

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