Digitale Fotografie - Test & Praxis
Testverfahren

Farbfehler, Verzeichnung

© colorfoto

Chromatische Aberration

Rotes Licht bricht eine Linse anders als blaues Licht. Diese Problem betrifft alle Abbildungen außerhalb einer Laborumgebung mit monochromem Licht. Häufig stören bunte Säume vor allem an den Bildrändern.  Die Bilder der verschiedenen Farben sind schlicht unterschiedlich groß.

Dieser -  Farbquerfehler oder "Transversal Chromatic Aberration" genannte - Effekt wird in der Rubrik TCA aufgeführt. Weil Farbsäume über die entsprechend schlechtere Bildschärfe hinaus besonders auffällig sind, vergeben wir hier auch Minus-Punkte. Per Software lässt sich dieser Fehler oft korrigieren, indem man die Größe des Rot-, Grün- und Blauauszugs einander anpasst.

Die zweite Art der chromatischen Aberration ist der Farblängsfehler, der auch in der Bildmitte auftritt. Beim Farblängsfehler liegen der rote, blaue und grüne Bildauszug nicht genau aufeinander, sondern leicht hintereinander. Der Fotograf kann also nur auf eine "Farbe" exakt scharfstellen. Eine Messung hierfür ist in der Entwicklung. Punktemäßig erfasst bereits die Kontrastmessung diesen Effekt.

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Testverfahren

Eine exakte Ausrichtung horizontal wie vertikal vor der Mitte des Testcharts ist Voraussetzung für sinnvolle Ergebnisse bei der Verzeichnungsmessung.…

Verzeichnung

Verzeichnung bedeutet, dass eine gerade Linie am Bildrand im Bild gekrümmt erscheint. Um die Verzeichnung zu bestimmen, fotografiert IE ein Netz aus Passkreuzen und berechnet zunächst den "echten" Abbildungsmaßstab anhand der mittleren Kreuze. Aus diesem Maßstab ergibt sich eine erwartete Position der äußeren Kreuze. Wenn die Optik nun aber verzeichnet, liegen die Passkreuze neben der erwarteten Position: Der Abbildungsmaßstab dieser äußeren Passkreuze ist ein anderer als der  mittleren und dient als Maß für die Verzeichnung.

Ist der Maßstab der äußeren Marken größer,  entspricht dies einer kissenförmigen Verzeichnung, wird er kleiner  einer "Tonne".

Grundsätzlich mittelt das Labor die Abweichung der Marken über die vier Quadranten. Für die Grafik wird dies für verschiedene Bildfeldradien aufgetragen und für den Messwert die maximale Abweichung angegeben, wobei die letzte messbare Position in den Ecken bei knapp über 90 % Bildfeldra-dius liegt.

Die Differenz echter Radius zu erwartetem Radius wird durch den Bildfeldradius geteilt (LGD-Verzeichnung). Da die Verzeichnung nicht von der Blende abhängt, gibt es keine getrennten Messungen für offen und abgeblendet. LGD = (radius_gemessen - radius_ideal)/Bildfeldradiusx _100

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