Rennsimulation

F1 2021 im Test: Ein wahres Rennspiel-Fest

19.7.2021 von The-Khoa Nguyen

F1 2021 für PC, PS5, Xbox Series X und Co. stellt sich im Test als mit Abstand bester Teil der Rennspiel-Serie heraus. Warum, lesen Sie hier.

ca. 3:05 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Ein Alfa-Romeo-Racing-Wagen wird von einem Fahrer für Williams Racing überholt
Vom Einstieg bis zur Meisterschaft: F1 2021 bietet für alle Spielenden feinsten Rennspiel-Spaß
© Codemasters / Electronic Arts
EUR 53,99
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Pro

  • Technisch ausgereift
  • Tolle Spielmodi
  • Überarbeitete KI
  • Koop- und Story-Modus
  • Durchdachter Multiplayer

Contra

  • Leicht trashige Story

Fazit

F1 2021 ist die eierlegende Formel-1-Wollmilchsau. Unbedingt zugreifen!


Hervorragend

Die F1-Serie von Codemasters, in diesem Jahr zum ersten Mal über Electronic Arts als Publisher, gilt seit jeher als Rennspiel für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis und begeistert Jahr für Jahr nicht nur Formel-1-Enthusiasten. Die neueste Iteration trumpft vor allem mit einem tollen Story-Modus und zahlreichen Verbesserungen auf.

F1 2021 im Test: Ein Rennspiel für alle

F1 2021 kann, wie schon die Vorgänger, auf nahezu alle Bedürfnisse angepasst werden. Wer Gelegenheitsspieler ist, will sich nicht zwingend mit dem Regelwerk auseinandersetzen, nicht unbedingt das letzte Quäntchen aus Bremspunkt und Beschleunigung rausholen oder Feineinstellungen am Boliden vornehmen.

Profis hingegen wollen möglicherweise komplett in die Faszination Motorsport eintauchen und auf jeder Strecke auch die letzte Hundertstelsekunde rausholen. Dank mannigfaltiger Einstellungsmöglichkeiten stellt sich F1 2021 keinem Wunsch entgegen, sondern lässt uns freie Hand.

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Im Gegensatz zu früheren Ausgaben schlägt sich das nun auch im Multiplayer-Modus nieder. So können wir in F1 2021 frei entscheiden, ob wir im Bereich „Beginner“ starten und ein paar flotte, lockere Runden gegen echte Kontrahenten drehen oder uns im Bereich „Experte“ mit den wahren Meistern der Strecke messen wollen. Und das ist übrigens nicht das Ende der Multiplayer-Fahnenstange.

Denn Codemasters geht auf die Sehnsüchte der Fans ein und spendiert einen Koop-Modus, mit dem wir die Karriere zu zweit durchlaufen. Ein echter Freundschafts-Belastungstest, zumindest wenn wir in unterschiedlichen Teams antreten. Wer die Freundschaft nicht auf die Probe stellen will, startet einfach als ein Team durch und versucht, die Meisterschaft zu gewinnen.

Startphase eines Formel-1-Rennens
Den Karriere-Modus können wir jetzt auch im Koop durchlaufen
© Codemasters / Electronic Arts

F1 2021: Kleine und große Änderungen

Eine der wichtigsten Änderungen: Die KI funktioniert endlich auf gescheitem Niveau. Sinnlose Attacken wie in den Vorgängern sind nun endlich passé. Dafür greift die KI innen wie außen aggressiv an, vermeidet aber fiese Rempler oder Schubser ins Kiesbett.

Toll sieht auch das überarbeitete Schadensmodell aus. Selbst kleinste Teile fliegen uns jetzt um die Ohren. Und wir können in den Optionen sogar die Intensität einstellen. Zwar stehen ab Release nur 21 der 24 Strecken zur Verfügung, der Rest (Imola, Jeddah, Portimao) wird aber per Update nachgeliefert.

Wer die Vorgänger gespielt hat, erkennt außerdem weitere Anpassungen. So können wir jetzt im Karrieremodus die Interviews abschalten und wir können die Forschung und Entwicklung unserer Boliden automatisieren und uns voll und ganz auf das Renngeschehen fokussieren.

Ein Rennwagen wird mit Schlauch gereinigt
Dank technischer Upgrades beim Raytracing sieht F1 2021 umwerfend aus.
© Codemasters / Electronic Arts

Große Sprünge in Sachen Grafik macht F1 2021 zumindest technisch. Verbesserungen wie Raytracing sind nun auf kompatibler Hardware vorhanden und sorgen für authentischere Ausleuchtung und realistischere Schatten, sind aber nicht nur für Laien im Rennbetrieb nebensächlich und wirken unterbewusst.

Die grafische Präsentation beeindruckt natürlich weiterhin. Dafür profitiert die Performance auf RTX-Grafikkarten von DLSS, das auf hohen Auflösungen deutlich mehr fps rausholt, und von der SSD-Power der PS5 und Xbox Series X/S: Ladezeiten sind so gut wie nicht vorhanden.

Die auffälligste Änderung: Es gibt jetzt neben der klassischen Karriere, dem MyTeam-Modus und weiteren Einzelmodi eine Story, die die Entwickler „Breaking Point“ nennen. Rund sechs Stunden lang unterhält diese und lässt uns die Karriere des F2-Piloten Aiden Jackson erleben, der sich jetzt in der Königsklasse beweisen muss. Wir streiten uns mit Kontrahenten auf und neben der Strecke, erleben Fehl- und Rückschläge genauso wie Erfolge.

Spielerisch bedeutet das, dass wir zwei Saisons in Teilen durchspielen und dabei Ziele erfüllen müssen. Beispielsweise müssen wir mit Bolidenschäden das Ziel erreichen oder uns nach Unfällen wieder nach vorn kämpfen. Etwas schade: die Story ist sehr linear. Selbst wenn wir Ziele übererfüllen, wirkt sich das nicht positiv auf den Fortgang der Story aus. Doch auch wenn die Story teilweise recht trashig wirkt und sicher nicht an Story-Games wie Detroit: Become Human heranreicht, so unterhält sie wirklich gut und macht schlichtweg Spaß.

F1 2021 im Test: Fazit

Hut ab, Codemasters. Was da auf die Beine gestellt wurde, kann sich wirklich sehen lassen. Mit F1 2021 dürfen Rennspiel-Fans und die, die es noch werden wollen, auf ein absolutes Rundum-Sorglos-Paket freuen, das sämtliche Ansprüche erfüllt.

Egal ob eine tolle Story, ein Koop-Modus, ein Multiplayer-Part für Einsteiger und Profis oder die zahlreichen Detail-Verbesserungen: F1 2021 ist ein Potpourri erlesenster Rennspiel-Features und verdient damit das Prädikat „wertvoll“.

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