Spannender als die echte Saison

F1 2019 im Test: Vorbildliche Rennsimulation mit Arcade-Touch

11.7.2019 von The-Khoa Nguyen

F1 2019 ist der nächste Ableger der Rennspiel-Serie von Codemasters. Und auch dieses Jahr weiß das Spiel zu überzeugen. Woran das liegt, klärt unser Test.

ca. 2:50 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
F1 2019
F1 2019 unterstützt wieder HDR und sorgt damit vor allem bei Nachtrennen für eine tolle Atmosphäre.
© Koch Media / Codemasters
EUR 29,99
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Pro

  • Riesiger Umfang
  • Grandiose Grafik
  • Hervorragendes Gameplay
  • Weitreichende Einstellungsmöglichkeiten
  • Wuchtiger Sound

Contra

  • Wenig Neues im Solo-Modus

Fazit

F1 2019 ist ein Muss für Formel-1-Fans. Und jetzt auch für Formel-2-Anhänger.


Hervorragend

Die Formel 1 kennt wahrscheinlich jeder. Und sei es nur aus der Werbung. Doch mit der Formel 2 können sicherlich die wenigsten etwas anfangen. Dennoch gibt es diese jetzt. Und zwar in F1 2019 – inklusive aller Autos, Fahrer und Regeln. Damit wird der Umfang des Spiels ordentlich nach oben geschraubt.

F1 2019 im Test: Ab in die Formel 2

Denn die Formel 2 ist die wahrscheinlich größte Veränderung im Vergleich zum Ableger aus dem Vorjahr. Und diese Änderung haben die Entwickler wirklich ernst genommen. Denn die Spielweise ist – verglichen mit der Formel 1 – tatsächlich eine andere. So müssen wir uns auf längere Bremswege und eine trägere Beschleunigung einstellen. Außerdem reagieren die Boliden gerade in Kurven deutlich zickiger als in der Formel 1.

Oft ist es uns passiert, dass wir am Kurvenausgang das Gaspedal zu weit durchgedrückt haben. Während die F1-Boliden das locker wegstecken, machen die F2-Boliden das nicht lang mit und verlieren deutlich fixer die Haftung. Auch das Reglement aus der Rennklasse hat Codemasters komplett übernommen. Zum Beispiel werden in der Formel 2 gleich zwei Rennen an einem Wochenende gefahren. Ein reguläres Rennen und ein Sprintrennen über kürzere Distanz.

Interessant: Bslang gibt es in der Formel 2 lediglich die Fahrer aus der Saison 2018. Das soll sich frühestens mit einem der nächsten Patches ändern. Auch sind die Formel-2-Wagen bislang nur im Singleplayer-Modus spielbar. Hier soll der Patch ebenfalls Abhilfe schaffen. Wann dieser kommt, ist bislang noch unklar.

F1 2019
F1 2019 bietet wieder originalgetreu nachgebildete Strecken, wie hier den Red Bull Ring in Spielberg, Österreich.
© Koch Media / Codemasters

F1 2019 im Test: Story?

Und was gibt es sonst Neues? Nur wenig. Die Kampagne wurde um eine kurze – eine sehr, sehr kurze – Story ergänzt. So starten wir unsere Karriere jetzt in der Formel 2 und steigen nach nur drei Story-Szenarien schon in die Formel 1 auf. Das war’s. Danach bleibt uns die bereits bekannte Kampagne inklusive der im vergangenen Jahr eingeführten Management-Elemente, Rollenspielanleihen und Entwicklungssystematik. Um Letzteres nutzen zu können, müssen wir Teamziele erreichen und Trainingsprogramme abschließen, um Ressourcenpunkte zu erhalten. Diese können wir dann in zahlreiche Verbesserungen investieren, zum Beispiel die Motorleistung verbessern.

F1 2019 im Test: Präzise!

Hinsichtlich des Gameplays orientiert sich F1 2019 am Vorgänger. Um Unterschiede ausmachen zu können, muss man schon ganz genau hinsehen. Bedeutet aber auch: F1 2019 spielt sich immer noch hervorragend. Wenn wir alle Fahrhilfen abschalten – und davon gibt es so einige – dann nähert sich F1 2019 einem Assetto Corsa (Competizione). Zur Wahrheit gehört aber auch: F1 2019 ist keine Hardcore-Simulation, selbst ohne Fahrhilfen. Dennoch bleibt das Spiel eine Herausforderung. Auch für Profis. Wer es hingegen etwas gemächlicher angehen lassen will, der aktiviert die Fahrhilfen und freut sich über ein recht arcadiges Spielgefühl.

F1 2019
© Koch Media / Codemasters

Am besten fährt sich F1 2019 mit einem Lenkrad. Aber auch mit Gamepad bekommt man einigermaßen vernünftige Zeiten auf die Strecke. Selbst mit der Tastatur könnten wir spielen. Hier werden aber gerade die engen Strecken wie Monaco zu einem echten Abenteuer, denn Lenkung und Gas- sowie Bremsdosierung sind dann deutlich gröber.

Auch abseits der Strecken gibt es in diesem Jahr Neuerungen. Zwar müssen wir weiterhin auf einen Splitscreen-Modus für Couch-Rennen verzichten, dafür gibt es jetzt einen Showroom, in dem wir uns alle Boliden inklusive zahlreicher Details anschauen können. Auch die Zwischensequenzen und Panorama-Schnappschüsse fallen deutlich detailreicher aus. Ebenso die Gesichter der offiziellen Fahrer und ganz besonders die spekakulären Nachtrennen. 

F1 2019 im Test: Fazit

Gutes bleibt gut. So könnte man F1 2019 sehr kurz zusammenfassen. Wir machen es etwas länger. Denn F1 2019 erhält allein aufgrund der Implementierung der Formel 2 einen riesigen Umfangsschub. Besonders gefällt, dass sich das Gameplay zwischen Formel 1 und Formel 2 deutlich unterscheidet. Auch der grundsätzliche Umfang ist nach wie vor hervorragend: Kampagne, Meisterschaften, Zeitfahren – es gibt nahezu nichts, was es in F1 2019 nicht gibt. Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob im nächsten Jahr auch die Formel E zum Aufgebot gehört ...

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