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Eufy Security Video Doorbell Dual: Klingel- und Haustürüberwachung mit KI

10.3.2022 von Wolf Hosbach

Wer klingelt an der Tür? - Die smarte Klingel von Eufy mit Kamera und Künstlicher Intelligenz gibt Auskunft.

ca. 2:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Eufy Security Video Doorbell Dual
Mit der intelligenten Eufy-Türklingel entgeht dem Besitzer kein Besucher mehr.
© Eufy

Niemand möchte Besucher umsonst vor der Türe stehen lassen, weil er gerade nicht zuhause ist. Seien es Freunde auf Spontanbesuch oder der Paketbote, dessen Liefertermin man vergessen hat, es ist praktisch mit diesen per Smartphone kurz Kontakt aufzunehmen, um einen Ersatztermin zu vereinbaren, oder dem Paketboten mitzuteilen, die Lieferung einfach unten vor der Tür abzustellen.

Das bieten smarte Türklingeln, wie die von Eufy, die wir im Paket mit der Homebase 2 des Herstellers getestet haben: Eufy Security Video Doorbell Dual (Klingel T8213, Homebase T8010X). Das Duo hat dabei drei Funktionen: Überwachungskamera mit Bewegungsmelder, Alarm und einfach nur Türklingel mit Kamera, wobei sich jede Funktion auch deaktivieren lässt. Die Überwachungskamera erkennt mit einem PIR- und einem Radarsensor Bewegungen und starte eine Aufzeichnung von bis zu 60 Sekunden. Diese Aufzeichnungen speichert die Homebase mit 16 GB bis zu 90 Tagen. Ein Cloud-Dienst ist nicht erforderlich, lässt sich aber für 2,99 Dollar im Monat dazubuchen.

Eufy Security Video Doorbell Dual
Die Eufy Security Video Doorbell Dual wird mit Homebase geliefert.
© Eufy

Welche Funktionen bietet die Klingel?

Mit einem Aufnahmewinkel von 160 Grad taugen die Aufnahmen nur zur Überwachung des Bereichs unmittelbar von der Türe, eine Raumüberwachung ist nicht sinnvoll. Die Aufnahmen sind scharf (2K, 2560 × 1920px) und dank Umgebungslichtsensor gut ausgeleuchtet. Eine zweite Kamera filmt nach unten (1080p, 1600 × ️1200px), da wo das Paket stehen soll. Der zuschaltbare Alarm ergibt in unseren Augen nicht so viel Sinn, denn man will die Besucher ja nicht verschrecken, und als reine Überwachungskamera im Raum oder Garten ist der Aufnahmewinkel zu breit. Der Warnton ist vom Hersteller standardmäßig deaktiviert.

Als Klingel lässt sich das Gerät sowohl mit Akku (USB) oder an der Hausklingelanlage betreiben. Der Akku hält laut Hersteller 3 bis 6 Monate, je nach Nutzung. Sobald ein Besucher schellt, meldet sich die App am Smartphone des Hausbesitzers und dieser sieht und hört den Gast und nimmt per Sprache Kontakt auf. Über die App trifft er auch die erforderlichen Einstellungen, z.B. gibt es eine Personenerkennung, die verhindert, dass ein vorbeilaufender Hund die Klingel auslöst. Eine Gesichtserkennung mit künstlicher Intelligenz, speichert, wer genau da war. Das funktionierte im Test zuverlässig, sobald wir die KI etwas trainiert hatten.

Eufy-App
Die Gesichtserkennung mit KI ordnet erkannten Gesichtern einen Namen zu.
© Weka Media Publishing

Falls der Besitzer gar nicht erreichbar ist, schaltet er eine automatische Antwort ein. Die Installation des Systems erfolgte im Test problemlos, und es arbeitet mit Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Homekit zusammen.

Etwas seltsam sind manche Übersetzungen ins Deutsch: Waagenerkennung meint nicht etwa die Erkennung eines falsch geschriebenen Autos, das auf Ihre Türe zurast, sondern steht für ausgewogene Erkennung zum Energiesparen.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

In Deutschland darf niemand öffentliches Gelände, also einen Hausflur oder den Bürgersteig filmen. Bei der Eufy-Kamera sorgt der Aufnahmewinkel des Objektivs dafür, dass nur Aufnahmen in nächster Nähe erkennbar sind. Aber im Hausflur reicht das nicht. Ein mitgelieferte Montagevorrichtung lässt die Kamera im 15-Grad-Winkel geneigt nach unten filmen. Eventuell muss der Hausbesitzer aber den oberen Bereich noch abkleben. Die KI sollte nur auf Personen trainiert werden, die zur Familie gehören oder mit dem automatischen Speichern einverstanden sind.

Beim Filmen leuchtet zunächst ein blauer Ring um das Objektiv, sodass der Gefilmte erkennt, dass eine Aufzeichnung läuft. Außerdem lässt sich die Kamera im reinen Klingel-Modus betreiben und filmt nur dann, wenn jemand den Klingelknopf gedrückt hat.

Fazit

Das intelligente Klingel- und Haustürüberwachungssystem funktioniert zuverlässig und funktionsreich. Mit der Homebase ist es etwas teurer (250 Euro), aber der Käufer spart sich Gebühren für die Cloud. Außerdem lässt sich der Server für weitere Überwachungsgeräte des Herstellers verwenden.

© WEKA Media Publishing GmbH

Eigenschaften

  • Preis: 249 Euro
  • Preis-Leistung: gut
  • Kamera oben: 2k-HDR-Linse (2560 × 1920px), mit 160 Grad Aufnahmewinkel.
  • Kamera unten: 1080p (1600 × ️1200)
  • Bewegungssensor: PIR und Radar
  • Speicher Homebase: 16GB, bis zu 90 Tage, Einzelaufnahmen bis 60s, Verschlüsselung AES
  • Anschluss Kamera: 802.11 b/g/n WLAN-Verbindung, 2,4 GHz, Micro-USB, Klingelanlage im Haus
  • Anschluss Homebase: Ethernet
  • Größe Kamera: 16,5 × 5,3 × 2,8 cm
  • Größe Homebase: 13 x 8,5 cm
  • Wetterfest: IP65, -20 bis 50 °C

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