LTE-Tablet für Senioren

Emporia Tablet im Test

15.3.2022 von Hannes Rügheimer

Ein Tablet ausgestattet für den Gebrauch unter Senioren gibt's beim Hersteller Emporia. Wir haben das Android-Tablet einem Test unterzogen.

ca. 1:40 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Emporia-Tablet
© Emporia

Pro

  • einsteigergerechter Startbildschirm
  • große und augenfreundliche Textdarstellungen
  • Bedienelemente auf das wesentliche begrenzt
  • Ladeschale im Lieferumfang
  • Stereo-Headset mit 3,5-mm-Buchse enthalten
  • Bedienungsanleitung auf Senioren gebrauch abgestimmt

Contra

  • Software nicht ausgereift
  • Akkulaufzeit gering gehalten
  • langsamer Prozessor
  • geringe Speicherkapazität

Fazit

PC Magazin-Testurteil: gut ;Preis/Leistung: gut

Der für Seniorenhandys bekannte Hersteller Emporia bietet seit kurzem auch ein Tablet an – gezielt für ältere Nutzer. Die Idee: Senioren digital mit jüngeren Familienmitgliedern zu verbinden und behutsam Zugriff auf Funktionen wie Web oder E-Mail zu bieten. Dazu setzt Emporia auf einen eigenen Bedienaufsatz für das gelieferte Android 11, an dem vieles gut gelungen ist – etwa der einsteigergerechte Startbildschirm, große und augenfreundliche Textdarstellungen oder die Reduktion der Bedienelemente auf das Wesentliche. Eine mitgelieferte Ladeschale räumt das Gerät bei Nichtgebrauch auf und sorgt für festen Stand und angenehmen Winkel etwa bei Videochats. Auf Wunsch lässt sie sich sogar an einer Wand befestigen. Für Audiowiedergabe und Kommunikation liefert Emporia ein Stereo-Headset mit 3,5-mm-Buchse mit. Ebenfalls top für die Zielgruppe: die gut gemachte gedruckte, 100-seitige Bedienungsanleitung mit vielen Abbildungen.

Emporia-Tablet_apps-Screenshot
Auch der Zugriff auf weitere Apps ist seniorenfreundlich gestaltet. Über den Google Play Store lassen sich auf Wunsch beliebige Android-Apps installieren.
© Emporia / Screenshot: PC Magazin

Kleine Unsauberkeiten nerven

Leider zeigte sich im Test, dass die an sich guten Ideen in der Benutzeroberfläche an manchen Stellen etwas lieblos ausgeführt sind. Das beginnt bei der PIN-Eingabe, die im Querformatbetrieb nicht bestätigt werden kann und setzte sich in unserem Test in chronisch falscher Display Ausrichtung in Googles Videochat-App Duo fort. An sich sollten sich solche Kleinigkeiten per Software-Update beheben lassen –doch zwischen dem Marktstart Ende November und dem Testzeitpunkt Mitte Februar wurde keine einzige Aktualisierung bereitgestellt. Hier würde etwas mehr Liebe zum Detail guttun. Zumindest ein Update auf Android 12 hat Emporia aber versprochen.

Hardwareleistung am unteren Ende

Für das adressierte Marktsegment braucht das Emporia Tablet sicher keine Hochleistungs-Hardware – doch ein wenig mehr Ausstattung als der recht langsame Mediatek-Prozessor MT8768 und 32 GByte Flash-Speicher hätten es doch sein dürfen. Auch die Laufzeit des 5000-mAh-Akkus könnte länger sein als die gemessenen 6:50 Stunden. Zudem ist das Gerät im Vergleich zu anderen Tablets recht schwer, was aber auch an dem robusten Aluminiumgehäuse liegt. Der Preis von 300 Euro geht angesichts der mitgelieferten Extras in Ordnung.

[Testsiegel] PC Magazin Note Gut
Das Tablet von Emporia erhält in unserem Test die Note "gut".
© PC Magazin / WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Technische Details:

  • Preis: 300 Euro
  • Maße: 244 x 160 x 8,5 mm; 560 Gramm
  • Display: 10,1“ (25,7 cm), 1920 x 1200 Pixel, 224 ppi
  • Betriebssystem: Android 11 mit Emporia-UI
  • Speicher: 4 GByte RAM, 32 GByte Flash, microSD
  • Konnektivität: Wi-Fi 5 Dualband, Bluetooth 5.0, LTE (Nano-SIM-Karte), USB-C

Fazit

Der Ansatz ist begrüßenswert, und viele Kritikpunkte dürften sich per Software-Update ausmerzen lassen. Momentan wirkt das Emporia Tablet aber noch etwas lieblos.

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