USB-Mikrofon

Elgato Wave:3 im Test: Das Mikrofon für Content Creator

15.12.2021 von Alana Friedrichs

Elgato richtet sich mit dem Wave:3 besonders an Content Creator, die hochwertigen Klang und Nutzungsfreundlichkeit zu schätzen wissen. Wir unterziehen das USB-Mikrofon einem Praxis-Test.

ca. 2:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Frau nimmt ihre Stimme mit dem Elgato Wave:3 auf
Besonders Content Creator, die sich nicht viel mit ihrem Mikrofon herumschlagen möchten. kommen mit dem Wave:3 auf ihre Kosten.
© Elgato
EUR 124,99
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Pro

  • tolle Klangqualität
  • sehr einstiegsfreundliche Einrichtung und Bedienung
  • sinnvolle Zusatzfunktionen für Content Creator
  • hochwertige Verarbeitung

Contra

  • nur ein Audio-Muster

Fazit

Das Wave:3 von Elgato ist ein hochwertiges Mikrofon, dass sich klar an Content Creator richtet. Die Einrichtung von Mikrofon und Software ist simpel und einstiegsfreundlich, liefert aber dennoch tolle Ergebnisse. Außerdem punktet das Wave:3 mit sinnvollen Zusatzfunktionen, die Streamern besonders zugute kommen.


Hervorragend

Egal ob Podcast, Stream oder Youtube-Videos: Wer heutzutage Content für ein Publikum erstellt, braucht ein Mindestmaß an Tonqualität. Wer dabei entsprechend professionell wirken möchte, muss noch einen Schritt weitergehen.

Mit dem Wave:3 möchte Elgato allen Content Creators ein Mikrofon an die Hand geben, denen ein solches hochwertiges Setup wichtig ist. Besonders auf Creator ausgelegte Zusatzfunktionen sollen das Mikrofon zudem von der Konkurrenz abheben.

Ob sich das Wave:3 für die Contenterstellung lohnt, verraten wir im folgenden Praxis-Test.

Elgato Wave:3 im Test: Design, Austattung und Verarbeitung

Beim Design macht das Wave:3 bereits auf den ersten Blick klar: Es möchte in der Oberliga mitspielen. Das Mikrofon kommt mit einem U-Mount-Desktopständer mit Metall-Standfuß daher, die Unterseite versieht man mit einem Gummipolster, um empfindliche Oberflächen nicht zu zerkratzen.

Die Mikrofonkapsel befindet sich hinter einem Stahlgitter, das nicht nur hochwertigen Schutz, sondern auch eine gleichmäßige Schalldiffusion bietet. Wer das Wave:3 lieber an einem Mikrofonarm montiert, kann dies dank mitgeliefertem Multi-Adapter problemlos.

Aufgrund der Metallausstattung bringt das Wave:3 ein Gewicht von 280 g auf die Waage, mit Standfuß sind es sogar 305 g. Dafür ist das Mikrofon durchwegs hochwertig verarbeitet.

An Bedienelementen finden sich am Wave:3 ein Drehrad, durch welches wir sowohl die Eingangs- als auch die Kopfhörerlautstärke für das Monitoring anpassen können. Zudem können wir über das Rad Mikrofon- und PC-Mix miteinander verblenden. Auch befindet sich auf der Oberseite des Mikrofons eine Touchfläche, durch die wir das Mikrofon schnell und ohne Umwege stummschalten können.

Optional erweiterbar ist das Wave:3 mit einem separat erhältlichen Pop-Filter und einem Shock-Mount-Metallgestell gegen Stöße.

Produktfoto des Elgato Wave:3
Das Wave:3 kommt standardmäßig auf einem U-Mount-Fuß, kann aber auch an einem Mikrofonarm befestigt werden.
© Elgato

Elgato Wave:3 im Test: Einrichtung, Bedienung

Für die Einrichtung des Wave:3 verbinden wir das Mikrofon per USB Typ-C-auf-A-Kabel mit dem Rechner. Erkannt wird es dann automatisch. Optional schließen wir noch einen Kopfhörer fürs Monitoring an den Klinkenanschluss des Wave:3 an.

Zudem empfiehlt es sich, die kostenlose Wave-Link-Software von Elgato zu installieren. Erst mit dieser können wir auf die sinnvollen Zusatzfunktionen des Mikrofons zugreifen, die es für Content Creator so interessant machen.

Denn in der Wave-Link-Software richten wir bis zu neun unabhängige Eingangskanäle ein, die wir getrennt voneinander abmischen können: Diese sind als Kanäle für Spiele, Musik, System-Sounds etc. vordefiniert, was die Einrichtung stark erleichtert. Ausgeben lassen sich die abgestimmten Kanäle dann sowohl als Monitor-Mix für uns selbst als auch als Stream-Mix für das Publikum. Diesen binden wir falls gewünscht direkt in unsere Streaming-Software, beispielsweise OBS, ein.

Weiter verfeinern lässt sich der Audio-Mix durch die Installation von VST-Plugins von Drittanbietern. Auch das klappt in unserem Test problemlos. Eine Auswahl empfehlenswerter Plugins stellt Elgato auf einer entsprechenden Webseite samt Tutorial bereit.

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Elgato Wave:3 im Test: Klang

Für das Herzstück des Wave:3 arbeitet man mit dem österreichischen Ton-Technik-Unternehmen Lewitt Audio zusammen.

Mit diesem hat man das Nieren-Mikrofon im Inneren entwickelt. Dessen 17-mm-Elektret-Kondensatorkapsel nimmt laut Hersteller Frequenzen von 70 bis 20.000 Hz auf und eignet sich daher gut für Sprachaufnahmen. Ein integrierter Geräuschfilter limitiert störende Plosivlaute. Die aufgenommenen Töne werden mit einer Auflösung von 24 Bit bei einer 96-kHz-Samplerate umgewandelt. Anderweitig einstellen lässt sich dieses Audio-Muster zugunsten der Einstiegsfreundlichkeit nicht.

Ein besonderes Feature des Wave:3 ist die sogenannte Clipguard-Technologie von Elgato. Mit dieser wird der Eingangspegel auf einen gewissen Spitzenwert begrenzt. Darüber liegende Lautstärken werden automatisch leiser gestellt. So erweitert man den Dynamikumfang des Wave:3 von 95 dB auf 115 dB. Auch laute Stimmen sind für das Wave:3 so kein Problem.

Im Klang-Test macht das Wave:3 eine durchwegs positive Figur. Die Stimme ist klar und verständlich, zischende S- oder ploppende P-Laute fanden sich auch bei höherer Lautstärke nicht. Auch Hintergrundgeräusche oder Rauschen fielen in unseren Testaufnahmen nicht negativ auf.

Elgato Wave:3 im Test: Fazit

Das Wave:3 von Elgato ist ein hochwertiges Mikrofon, dass sich klar an Content Creator richtet, die wenig Zeit mit Einrichtung und Bedienung verbringen möchten. Mikrofon und Software sind in der Handhabung simpel und einstiegsfreundlich, liefern aber dennoch tolle Ergebnisse. Außerdem punktet das Wave:3 mit sinnvollen Zusatzfunktionen, die Streamern besonders zugute kommen.

Professionelle Creator, die Wert auf das Anpassen von Bit- und Samplerate legen, müssen sich aber anderweitig umsehen.

Elgato Wave:3 Product Trailer

Quelle: Elgato
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