Der Alleskönner!

Ecovacs Deebot X1 Omni im Test

2.9.2022 von Oliver Ketterer

Der X1 Omni ist ein Saugroboter, der in einem Arbeitsgang Staub saugt und aufwischt. Ob das alles so reibungslos vonstattengeht, klärt unser Test.

ca. 4:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Ecovacs Deebot X1 OMNI
Der X1 OMNI von Ecovacs verfügt über eine Basisstation für Frischwasser, Brauchwasser und einen handelsüblichen Staubsaugerbeutel.
© Ecovacs

Pro

  • Schnelle Einrichtung
  • Basisstation mit Staub-, Frisch- und Brauchwassertank
  • Saugen und Wischen gleichzeitig

Contra

  • Hoher Preis

Fazit

Der X1 Omni von Ecovacs überzeugt nicht nur mit guter Saug- und Wischleistung, er beherrscht beide Talente in einem Durchgang. Dabei muss man nicht ständig den Staubbeutel im Mobilgerät leeren. Das meiste erledigt der Roboter, wenn er einmal eingerichtet ist, ganz von allein. Wie lange die Vorratsbehälter in der Basisstation vorhalten, hängt davon ab, wie groß die Wohnung und der Grad der Verschmutzung ist.

Der X1 Omni von Ecovacs ist ein Saugroboter mit einer Lade- und Absaugstation. Und das betrifft nicht nur den aufgelesenen Staub, sondern auch das Schmutzwasser vom Wischen. Richtig. Er saugt nicht nur, sondern er wischt auch gleich auf.

Ecovacs Deebot X1 OMNI
Schematische Darstellung der Behälter des Ecovacs Deebot X1 OMNI.
© Ecovacs

Was kann der X1 Omni und was kostet er?

Werfen wir aber zuerst einen Blick auf die Zahlen. Mit einem Preis von rund 1200 Euro gehört der X1 Omni zur gehobenen Klasse der Saugroboter. Dafür bietet er aber auch einiges mehr, womit andere nicht aufwarten können. So verfügt der Roboter über eine Kamera, die nicht nur zur 3D-Erkennung der Umgebung dient, sondern auch dazu mit Familienmitgliedern von unterwegs aus Kontakt aufnehmen zu können. Der Videomanager ermöglicht neben Sprach- und Videoübertragung auch den Saugroboter aus der Ferne an einen bestimmten Ort im Haus zu fahren, sofern man eine Karte erstellt hat. Das ist praktisch, wenn man zuhause etwas überprüfen will. Der X1 Omni muss nicht nach jedem Saugvorgang geleert werden, so wie das bei Modellen der Fall ist, die lediglich an einer Ladestation andocken. Der Staub wird aus dem kleinen Behälter im mobilen Sauger herausgeblasen und in einen klassischen Saugbeutel gepustet, der in der Basisstation beheimatet ist. Das gleiche Prinzip gilt auch für das Wischwasser, nur hier gibt es einen Behälter für das saubere Putzwasser und einen für das Brauchwasser. Zu den Zahlen gehören auch die Maße des Gerätes, und die sollte man unbedingt vor dem Kauf berücksichtigen bzw. prüfen, ob man einen geeigneten Aufstellplatz in der Nähe einer Steckdose zur Verfügung hat. Das fast 19 Kilogramm schwere Gerät (mit Basisstation) benötigt 45 cm in der Breite, einen halben Meter freien Platz rechts und links daneben und einen freien Zugang nach vorne, damit der Roboter problemlos rückwärts einparken kann.

Ecovacs Deebot X1 OMNI
Der Ecovacs Deebot X1 OMNI wurde für die Objekterkennung mit einer Kamera bestückt.
© Ecovacs

Wie einfach ist die Installation des Ecovacs X1 Omni?

Einige chinesische Firmen haben gelernt, dass eine gute, verständliche Beschreibung des Produktes und eine problemlose Inbetriebnahme feste Bestandteile des Gesamtwerkes sind und sein müssen. Ecovacs gehört eindeutig zu diesen. Der X1 Omni wird mithilfe einer App eingerichtet und alle notwendigen Schritte werden begleitend mit dem neuen Kunden des Saugroboters durchgeführt. Das sollte wirklich jede Hausfrau oder jeder Hausmann ohne Probleme können. Unterstützt wird die Installation mit QR-Codes, Bildern und Videos, die Schritt für Schritt zum ersten Start des Saugroboters führen. Das ist überzeugend gelungen. Wenn es doch mal Probleme gibt, dann helfen Assistenten in der App diese zu lösen. Verliert der X1 Omni – wie bei uns im Test – zum Beispiel einmal die Verbindung zum heimischen Wifi-Netzwerk, dann gibt es einen Netzwerkassistenten, der das Netzwerk überprüft und das Problem womöglich lösen kann. Man sieht, dass Ecovacs hier viel Zeit und Energie investiert hat, damit das Produkt allzeit funktioniert.

Wie gut ist der X1 Omni beim Saugen und Putzen?

Den Praxistest haben wir in verschiedene Phasen aufgeteilt. Der erste Schritt nach der Installation ist, dem Roboter sein neues Arbeitsumfeld zu zeigen. Das kann man bequem über einen Sprachbefehl erledigen – so wie man das von Google Home oder Alexa gewohnt ist. „Okay, Yiko!“ gewinnt die Aufmerksamkeit des Putzteufels und ein lapidares „Karte!“ reichte schon, damit der X1 beginnt sich neugierig umzusehen. Der Omni kehrt nach einer Weile in die Basisstation zurück und meldet, die Karte erstellt zu haben. Aus einem Schlafzimmer und einem Flur, die wir wie üblich zum Test heranziehen, hat der Roboter zunächst fünf Zimmer in der Karte eingetragen. Schön wär’s ja. Später korrigiert er das brav. Über die App können wir die Firmware das Saugers auf die jüngste Version upgraden. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Akku voll ist oder gerade geladen wird, sicher ist sicher. In Phase Zwei testen wir die Saugleistung des Gerätes. Dazu verwehren wir dem X1 einfach die Wischbürsten und geben ihm auch kein Wischwasser. Das merkt er auch gleich und anstatt zu meckern, macht er sich daran eine Runde Staub zu saugen. Unser Härtetest ist eine Nachttisch, wo der Staubsauger gerade so durch die beiden Metallbeine hindurch kommt. Der Schwierigkeitsgrad ist deshalb so hoch, weil es bereits einige Kandidaten gab, die den Weg von dort nie wieder heraus fanden. Der X1 Omni schafft es aber nach einer Weile und wir sind durchaus beeindruckt. Die Saugleistung ist gut, Staub wird entfernt, so wie das für diese Art des Saugers üblich ist und so wie wir das erwartet haben. Die relative niedrige Türschwelle zum Flur macht dem X1 keine Probleme, in der Regel wird es erst Problematisch ab einer Höhe von rund 2 Zentimetern. Deshalb wischen die Tester die Küche lieber selber, da rauscht er zwar gerne rein, kommt aber nicht wieder heraus. Die Türschwelle ist mit 2,5cm zu hoch. Diese Einschränkungen sollte man unbedingt vor einem Kauf bedenken bzw. überprüfen, sonst muss man doch einen Teil der Wohnung oder des Hauses ständig selbst Putzen.

In Phase Drei und Vier wird es spannend

In Phase Drei wird es nochmal spannend. Wir montieren die beiden runden Wischer und erhalten sofort auditives Feedback, dass der Omni nun im Wischmodus sei. Dann füllen wir den Frischwassertank auf, geben einen Schuss Bodenreiniger dazu und sind zunächst von dem regen Treiben des X1 überrascht, das wie die Geräuschkulisse eines italienischen Espresso-Cafés anmutet. Alles läuft automatisch ab, sobald man den Frischwassertank in der Basisstation eingeführt hat. Der X1 Omni befüllt seinen mobilen Tank mit Putzwasser – daher der „italienische“ Lärm, ganz offenkundig. Jetzt kann es aber losgehen. „OK, Yiko! Saugen!“ Der Saugroboter macht sich erneut auf das Parkett zu reinigen – dieses Mal allerdings im „Duo-Modus“. Er saugt und wischt gleichzeitig in einem Arbeitsgang. Und das Ergebnis kann sich – nach einer sehr kurzen Trockenzeit – sehen lassen. Wir sind sehr zufrieden – von einigen unzugänglichen Ecken abgesehen. Nobody is perfect. Nach getaner Arbeit schnurrt der kleine Wischteufel zur Ladestation zurück, entleert seinen Staubtank und das Schmutzwasser.

In Phase Vier wollen wir den X1 Omni richtig herausfordern und beginnen einen neuen Versuch mit der Hoffnung, ihn jetzt ins Bockshorn jagen zu können. Wir legen einen Teppich auf das Parkett in der Diele. Der ist schwer, dick und mit ordentlich Fransen bestückt. Ein paar Keks-Krümel dürfen auch nicht fehlen und werden auf dem Teppich verteilt. Der X1 Omni wird losgeschickt und brav beginnt er wieder zu saugen und zu wischen. Als er am Teppich ankommt, hört er einfach mit dem Wischen auf, schaltet auf volle Saugleistung und lutscht den Vorleger genüsslich samt der Fransen aus. Dann geht es, als wäre nichts gewesen, wieder aufs Parkett. Besser hätten wir das mit einem Handstaubsauger nicht hinbekommen. Respekt.

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