RAW-Konverter

DxO Optics Pro 9.5 im Test

3.11.2014 von Florian Mihaljevic

Optics Pro ist für Windows und Mac erhältlich und kostet in der Standardversion 100 Euro. Wir haben den RAW-Konverter im Test.

ca. 1:45 Min
Testbericht
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DxO Optics Pro 9.5 im Test
DxO Optics Pro 9.5 im Test
© DxO

Optics Pro ist für Windows und Mac erhältlich und kostet in der Standardversion 100 Euro. Besitzer von Vollformatkameras müssen die Elite-Version für 200 Euro erstehen. Schon früh hat der Hersteller erkannt, dass zur hochwertigen RAW-Wandlung auch optische Korrekturen gehören, sprich: vor allem auch die Korrektur von Objektivfehlern. Anhand von Profilen, geht das weitgehend automatisch. Die meisten Fotos müssen Anwender nur ins Programm laden und wieder exportieren.

Die automatischen Korrekturen schauen fast immer gut aus und bedürfen keines weiteren Eingreifens. Klar: nicht jedes Foto passt ins mathematische Korrekturraster. Ein großes Manko gibt es: Anders als die Konkurrenz integriert DxO keine Bildverwaltung. Das heißt Anwender benötigen ein weiteres Programm für die Organisation ihrer Fotoss. In Version 9.5 integriert sich Optics Pro wieder in Lightroom - was eine Zeitlang nicht der Fall war. Aus dem Adobe-Programm können Anwender Bilder an Optics schicken, das dann ein bearbeitetes DNG-Foto an Lightroom zurückschickt. Sämtliche Metadaten bleiben dabei erhalten.

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Rauschen im Detail: Gute Details und wenig Rauschen - damit bewegt sich Optics Pro auf dem Niveau von CaptureOne, Lightroom und Aftershot.
© Archiv

Außer den Profil-Korrekturen sind Werkzeuge zur Farb- und Helligkeitskorrektur mit an Board. Insbesondere die Schattenkorrektur funktioniert dabei ausgezeichnet und liefert sogar im halbautomatischen Modus meist sehr gute Ergebnisse. Dazu trägt auch der gute Entrauschalgorithmus bei. Für besonders schwere Fälle bietet das Programm dabei den "Prime" genannten Modus.

Der ist im Gegensatz zum Standardentrauschen allerdings sehr rechenaufwändig. Mehrere Minuten nimmt das Entrauschen jedes Fotos in Anspruch. Zudem ist die Echtzeitvorschau im "Prime"-Modus nur begrenzt nutzbar. Das endgültige Ergebnis lässt sich erst nach dem Export genau überprüfen. Für normal rauschende Fotos genügt jedoch der schnelle Standardmodus, der auf sehr hohem Niveau etwa gleichauf mit Lightroom und Capture One liegt. Mit Prime verschwindet selbst beim ISO-3200-Foto die feine Körnung fast komplett, wobei Details teilweise besser erkennbar werden - toll!

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Die Rekonstruktion von Highlights überlassen Anwender hingegen lieber Lightroom. Auch die Farbkorrektur ist im Adobe-Programm deutlich flexibler als in Optics Pro. Beim Export ist Optics Pro minimal langsamer (6,2 min) als die meisten Konkurrenten, auch der Wechsel von Bild zu Bild dauert mit 2,8 s etwas länger. Auf den Start des Programms müssen Anwender auf dem Testsystem sogar eine halbe Minute warten.

Fazit

DxO Optics Pro 9.5 punktet mit tollen Kamera- und Objektivkorrekturen, sehr guter Aufhellung in Verbindung mit einem starken Entrauscher sowie der Verzahnung mit Lightroom. Die meisten Korrekturen liefern automatisch sehr gute Ergebnisse, was die etwas langsamere Arbeitsgeschwindigkeit ausgleicht.

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