5-Bay-NAS

Drobo 5N im Test: Zweischneidiges Schwert

20.4.2017 von Michael Seemann

Die Drobo 5N ist eine Hotplug-fähige 5-Bay-NAS mit integriertem Akku. Wir haben den Netzwerkspeicher getestet. Ist er seinen Preis wert?

ca. 1:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Drobo 5N
Drobo 5N: Wir haben die 5-Bay-NAS​ im Testlabor geprüft.
© Josef Bleier / PC Magazin

Pro

  • Integrierter Akku
  • Mit Apps erweiterbar

Contra

  • Kein Wake-on-LAN
  • Laute Lüftung
  • Kein Anschluss für externe Laufwerke

Fazit

PC Magazin Testurteil: befriedigend; Preis/Leistung: gut


68,0%

Drobo 5N ist eine NAS mit fünf Bays für 3,5-Zoll-Laufwerke, deren RAID-Verbund sich mit beliebigen HDDs per HotPlug erweitern lässt. Mit dieser BeyondRAID-Technik lässt sich eine Drobo-NAS sehr einfach mit Speicher erweitern – oder eine defekte HDD ersetzen. Ebenso einfach läuft das Hardware-Setup der Drobo-NAS mithilfe eines anschaulichen Einrichtungsassistenten auf der Herstellerhomepage.

Eine weitere Besonderheit von Drobo 5N ist ein im Gehäuse integrierter Akku, der bei Stromausfall dafür sorgt, dass Daten aus dem RAM-Speicher noch komplett auf die HDDs geschrieben werden können. Um die Drobo-NAS konfigurieren zu können, muss man die Software Dashboard (Windows, MacOS) installieren. 

Dashboard-Hilfe und -Handbuch liegen nur in englischer Sprache vor. Leider bietet das Dashboard keinen Datei-Manager, um größere Dateien (Filme, Images) auf der NAS in eine andere Freigabe verschieben zu können. Dafür kann Drobo mit einigen nützlichen DroboApps erweitert werden. Der Fernzugriff auf Drobo läuft beispielsweise über die App DroboAccess, für deren Nutzung zwei Registrierungen erforderlich sind.

​Lesetipp: NAS: Tipps für Sicherheit, Einstellungen, Apps und mehr​

Mit DroboAccess lässt sich die NAS auch hinter einem DS-Lite-Zugang erreichen. Allerdings verstehen wir nicht, weshalb Drobo für die Smartphone-App 1 Euro Nutzungsgebühr verlangt. Praktisch (und kostenlos) ist die App DroboPix, die Fotos vom Smartphone automatisch auf die NAS sichert.

Drobo 5N
Auf der Gehäuseunterseite lässt sich Drobo 5N mit einer mSATA-SSD erweitern und beschleunigen.
© Josef Bleier / PC Magazin

Als DLNA-fähiger Media-Server steht Plex als DroboApp bereit. Doch mit einem Schallpegel von rund 35 dBA in einem Meter Entfernung dreht die Lüftung der Drobo-NAS für den Einsatz im Wohnzimmer zu laut. Drobo unterstützt kein Wake-on-LAN, die heruntergefahrene NAS muss also immer manuell am Gerät eingeschaltet werden. Einen Scheduler, der Drobo abends herunter- und morgens wieder hochfährt, gibt es leider auch nicht. Und da sich Drobo jegliche externe Schnittstelle spart, fällt auch der Anschluss eines externen Laufwerks aus.​​

Vollbildansicht
Benchmark Wert
Transferrate Lesen 114 MByte/s
Transferrate Schreiben 87 MByte/s
Lautstärke Betrieb (1 m Abstand) 35 dBa
Leistungsaufnahme (Schreiben, 4 HDDs) 38 Watt
Leistungsaufnahme (Leerlauf, 4 HDDs) 34 Watt

Fazit

Mit BeyondRAID oder dem integrierten Akku bietet Drobo 5N wirklich gute und sinnvolle Alleinstellungsmerkmale. Doch leider vermissen wir bei der NAS einige essenzielle Funktionen.​

Drobo 5N: Details

  • Speicher: bis 5 x 10 TByte (3,5 Zoll), 1 x mSATA-SSD (optional) 
  • Anschlüsse: 1 x Gbit-LAN 
  • Besonderheit: BeyondRAID, integrierter Akku, kein Webinterface (konfig. per Dashboard-Tool)​

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Quelle: PC Magazin
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