Rallye-Rennspiel

Dirt Rally 2.0 im Test: Rasanter Ritt auf der Rasierklinge

Realistische Rennspiele wie Dirt Rally 2.0 sind eine Ausnahmeerscheinung. Was uns am Rallyespiel gefällt und was uns stört, verrät der Test.

© Codemasters

Wir haben Dirt Rally 2.0 von Codemasters im Test.

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EUR 35,08

Pro

  • Forderndes Gameplay im Rallye-Modus
  • Zusätzlicher Rallyecross-Modus
  • Sehr gute Fahrphysik und Steuerung
  • Gelungene Präsentation

Contra

  • Online-Zwang im Karrieremodus
  • Für Gelegenheitsspieler schnell demotivierend
  • schlichtes Drumherum

Fazit

Dirt Rally 2.0 bietet realistisches, hartes Rally-Racing mit ausgefeilter Steuerung und Fahrphysik.
Hervorragend

Wer einen unterhaltsamen Arcade-Racer im Stile eines Need for Speed erwartet, liegt bei Dirt Rally 2.0 komplett falsch. In erster Linie ist Codemasters neustes Werk ein waschechtes Rallye-Spiel. Folglich rast man allein gegen die Zeit über hügelige Schotterstrecken, schnelle Asphaltstraßen oder schlüpfrige Matschpisten – nur die hilfreichen Ansagen der Beifahrerin ertönen aus dem Off. Die Herausforderung dabei: Einerseits soll man schnell sein, andererseits verliert man auf den zum Teil engen und kurvigen Pisten schnell die Kontrolle über sein Fahrzeug. Knallt man dann in die umstehenden Bäume, rutscht einen Abhang herunter oder legt gar einen Überschlag hin, dann ist gleich viel Zeit auf die Spitze verloren - und das Fahrzeug womöglich stark beschädigt. Eine bequeme "Rückspulfunktion" wie in anderen modernen Rennspielen gibt es ganz bewusst nicht. Folglich gleichen die oft minutenlangen Etappen immer einem Ritt auf der Rasierklinge – und das ist gut so!

In den Rennpausen lässt sich das Fahrzeug reparieren, sofern man sich genügend Spielcredits erfahren hat. Auch Zeitlimits schränken die Reparaturmöglichkeiten ein. Hinzu kommen im Laufe des Spiels umfangreiche Tuning-Optionen wie unterschiedliche Motor-Mappings.

© Codemasters

Der Rallyecross-Modus ist eine willkommene Abwechslung zum Rallye-Alltag.

Neben dem Karrieremodus bietet das Spiel auch einen kompetitiven Rallyecross-Modus. Hier tritt man auf kurzen Rundkursen meist gegen vier bis sechs Computergegner an. Diese agieren durchaus fies und versuchen Überholmanöver durch das Fahren auf Kampflinie zu verhindern. Insgesamt sind die zugänglicheren Rallyecross-Rennen eine angenehme Ergänzung zum fordernden Rally-Karrieremodus. Ebenso wie die täglichen und wöchentlichen Online-Herausforderungen.

Die Steuerung mit dem Gamepad ist sehr gut und reicht vollkommen aus. Wer ein Lenkrad sein eigen nennt, sollte dieses unbedingt hervorkramen, um das letzte Quäntchen Realismus und Präzision zu erlangen.

Dank spektakulärer Wetter- und schicker Partikeleffekte kommen die unterschiedlichen Schauplätze in Neuseeland, Argentinien, Spanien, Polen, Australien und den USA sehr gut zur Geltung. Im Vergleich zum Vorgänger hat Codemasters somit noch mal eine Schippe draufgelegt. Auch wenn man beim genauen Hinsehen ein paar Details in der Darstellung bemängeln kann, überwiegt der positive Gesamteindruck.

Dirt Rally 2.0 im Test: Fazit

Packender kann ein Rennspiel kaum sein: Dirt Rally 2.0 ist ein realistisches, intensives Erlebnis mit ausgefeilter Steuerung und Fahrphysik. Entsprechende Hardware vorausgesetzt, sieht es zudem sehr ansprechend aus. Gelegenheitsspieler dürften von den anspruchsvollen Rennen dagegen schnell überfordert sein, auch wenn Fahrhilfen einem das Leben als Rally-Pilot erleichtern. 

Weitere Strecken und Autos hat Codemasters für Zusatzpakete (DLCs) vorgesehen, die man kostenpflichtig erwerben kann – es sei denn man greift gleich zur teuren Deluxe-Version. Insgesamt macht beides Dirt Rally 2.0 für Rennsportfans zu einem recht teuren Vergnügen.

DiRT Rally 2.0 Trailer

Quelle: Codemasters

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