Testbericht

Digital-Kameras: Bitte lächeln!

27.8.2001 von Redaktion pcmagazin

Digitale Kameras galten schon immer als teuer, und wenn sie mehr als 3,3 Millionen Bildpunkte liefern sollten, waren sie fast unbezahlbar. Bei Minolta gibt es jetzt 5,3 Megapixel für gerade mal 3100 Mark. Natürlich ist das noch immer ein stattliches Sümmchen, dafür hat die Dimage 7 eine gehobene Ausstattung. Einzigartig in der digitalen Welt ist das Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 28 bis 200 mm (Kleinbild- Äquivalent). Solche Mega-Zooms ersetzen in der Praxis zwei Objektive und eignen sich gut als Reiseobjektiv.

ca. 1:30 Min
Testbericht
Digital-Kameras: Bitte lächeln!
Digital-Kameras: Bitte lächeln!
© Testlabor Printredaktionen

Die Kamera liegt gut in der Hand und lässt sich über drei Einstellräder schnell und komfortabel bedienen. Zum Anvisieren des Motivs steht wahlweise ein großes, kontrastreiches TFT-Display an der Gehäuse-Rückseite oder ein elektronischer Sucher zur Verfügung. Der Sucher mit integriertem Display ist nicht so praktikabel wie ein guter optischer Sucher, da das Display bei raschen Bewegungen verschwimmt oder bei Gegenlicht überstrahlt. Dafür sehen Sie genau, was beim Abdrücken in den Speicher geschrieben wird. Für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven können Sie den Sucher nach oben klappen. Die Kamera schaltet automatisch immer nur das Display ein, das benutzt wird. Dafür sorgt ein kleiner Sensor am Sucher.

Der integrierte Blitz arbeitet mit einem Vorblitz, der den Kaninchen-Augen- Effekt reduziert. Allerdings konnten wir den Vorblitz beim Test nicht abstellen, was sich bei der Arbeit mit der Studioblitzanlage nachteilig auswirkte. Die Studioblitze wurden durch den Vorblitz gezündet, aber nicht zum Hauptblitz. Einen Anschluss für die Blitz-Synchronisierung gibt es derzeit noch nicht, aber bald soll es eine Lösung geben, die auf den Minolta-Blitzkontakt passt. Wir haben uns für den Test auf Tages-, Kunstlicht und den integrierten Blitz beschränkt.

Die Qualität der Bilder ist dank des hochauflösenden Chips und des hochwertigen Objektivs sehr gut. Die Auflösung ist deutlich besser als bei Modellen mit 3,3 Megapixeln. Bei Tages- oder Blitzlicht gelingen die besten Aufnahmen. Die Farben sind neutral, das Rauschverhalten ist akzeptabel. Bei Kunstlicht und automatischem Weißabgleich werden die Bilder zu warm und bei automatischem Weißabgleich und Kunstlicht wird das Bild leicht rotstichig. rotstichig. Für die zweite Aufnahme stellen wir den Weißabgleich manuell auf Kunstlicht. Das Ergebnis ist ein neutrales Bild, das etwas zu hell geraten ist.

Die für ein 7fach-Zoom sehr hohe Lichtstärke von Blende 2,8 (bei 28 mm) bis Blende 3,5 (bei 200 mm) erlaubt ein Fotografieren auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen. Der Zoom wird wie bei SLR-Kameras manuell durch Drehen betätigt, und nicht, wie bei Digicams üblich, durch einen Motor. Das spart Strom, geht schneller und macht kein verräterisches Geräusch beim Heranzoomen ans Motiv.

http://www.minolta.de

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