Testbericht

Der erste Vergleich

22.4.2010 von Redaktion pcmagazin, Andreas Greil und Andreas Frank

ca. 2:00 Min
Testbericht
  1. Samsung UE 46 C 7700 und Samsung BD-C 6900
  2. Der erste Vergleich
  3. Dreamteam in 3D
  4. HDTV
  5. 3D von der Scheibe

Der erste Vergleich

Für einen echten Vergleich mussten die drei Kontrahenten Samsung, Panasonic und Sony nebeneinander unter Laborbedingungen im TV-Testraum stehen und dasselbe Material gleichzeitig auf allen dreien zu sehen sein. Diesem Testtraum kamen wir schon sehr nahe, konnten ihn uns jedoch nicht ganz erfüllen. Zum einen spielten die Blu-ray-Player nicht die mitgelieferten 3D-Filme der Mitbewerber ab, zum anderen gibt es noch keinen HDMI-Verteiler, der voll 3D-kompatibel ist.

In vielen Messungen und Sichttests sind wir aber der Technik der einzelnen Geräte auf den Grund gegangen und zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt. 3D bedeutet immer Spitzentechnik, verlangt nach mindestens 200 Hz und ist nur mit LED-Hinterleuchtung oder Highspeed-Plasmazellen sinnvoll. Und das größte Problem beim 3D-Genuss sind nicht die TV-Geräte, sondern helle Sonneneinstrahlung und vor allem Neon-Energiesparlicht.

Das flackert bei uns mit 50 Hertz und erzeugt, durch die Shutterbrille betrachtet, die für 3D-Bluray-Filme jedes Auge mit 60 Hertz belichtet, ein massives Flimmer-Ambiente. 3D macht nur im Dunkeln Spaß.

Panasonic: Plasma-TV und Blu-ray

Theoretisch ist die Plasmatechnik bei 3D im Nachteil, denn durch das Shutter-Verfahren, das immer nur ein Auge offen hält, geht über die Hälfte der Lichtleistung verloren. Und die musste bei Plasma wegen der Stromspar-Diskussion in letzter Zeit immer mehr gesenkt werden. Bei den 2010er-Modellen ist es Panasonic jedoch gelungen, durch einen Hochkontrastfilter sowie neue Plasmagase mit erhöhtem Druck und optimierter Phosphor-Leuchtbeschichtung die Effizienz der Panels erheblich zu steigern.

3D-Shutterbrille von Panasonic
Komplettes Setup: Panasonics 3D-System steht kurz vor der Markteinführung und macht einen sehr ausgereiften Eindruck.
© Andreas Greil, Andreas Frank

Die Lichtblitze wurden schneller und zudem die Zündfolge geringer Helligkeiten zeitlich nach hinten verlagert. Das ermöglicht durch minimale Nachleuchtzeiten besonders kurze Schwarzphasen, die die 3D-Brillen benötigen, um von einem Auge auf das andere zu schalten. Sprich: Panasonics Plasmas sind perfekt auf 3D abgestimmt und haben ihren Nachteil in einen Vorteil verwandelt.

Im Vergleich dazu dunkeln die LCD-TVs fast doppelt so stark ab, wenn man 3D aktiviert. Durch diese langen Dunkelzyklen flimmert das Bild von LCDs viel stärker als das von Plasmas.

Der Panasonic-TV lief für eine besonders klare 3D-Wiedergabe im 60-Hz-SmoothMotion-Modus. Hier werden aus den 24 Blu-ray-Bildern pro Sekunde für jedes Auge erst einmal 60 errechnet - inklusive Bewegungsglättung - und diese dann 600-mal pro Sekunde belichtet.

Das hört sich für den Cineasten nach dem alten 2:3-Pulldown-Verfahren an, das Ruckler ins Bild injiziert, sieht aber im Vergleich zur 24-Hz-Variante deutlich besser aus. Bei der mitgelieferten Demo waren selbst in den wilden Wasserfällen des Grand Canyon keine Bewegungs-Artefakte bemerkbar.

Dafür konnte uns die 50-Hz-DVD-Wiedergabe noch nicht begeistern. Aber das lasten wir dem Vorserienstatus an.

Panasonic hat seine Hausaufgaben gemacht und viele Aspekte 3D-optimiert. So sind Spiegelungen und Schattenbilder einer Frontscheibe quasi nicht vorhanden, die bei Mitbewerbern die Aufmerksamkeit aus der dritten Dimension wieder zur Mattscheibe ziehen. Die exzellent homogene Schwarztiefe (im dunklen Raum) und die Flimmerfreiheit schaffen den besten bisher erlebten 3D-Eindruck.

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