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Soundbar

Denon DHT-S416 im Test

Zum Jubiläum stellt Denon seine erste Chromecast Soundbar vor, die für nur 330 Euro noch weitere Überraschungen bereit hält. Mehr dazu erfahren Sie im Test.

© Denon

Für gerade einmal 330 € freuen wir uns über zahlreiche Musik-Streaming- Dienste.

Pro

  • Viele Musikstreaming-Dienste dank Google Chromecast
  • Gute Sprachwiedergabe
  • Schönes Design

Contra

  • Eher geringe Maximallautstärke durch Verzerrungen im Tieftonbereich
  • Kein HDMI-Eingang

Fazit

Video-Testurteil: gut (607 von 840 Punkten); Video "Kauf Tipp"
72,0%

Dass über einen 90 × 5,4 × 8,3 Zentimeter großen Balken einmal TV- und Musik-Klänge abgespielt werden würden, hatte man sich im Jahr 1910, dem Gründungsjahr von Denon, vermutlich auch noch nicht gedacht. Doch der Trend zu kompakten Audiogeräten nimmt seit Jahren nicht ab, im Gegenteil.

Also stecken die japanischen Pioniere des Klangs ihr Know-how im Jahr 2020 nicht nur in kräftige Heimkino-Boliden, wie den AVC-A110, das AV-Receiver Flaggschiff (Test in video 11/2020), sondern auch in Soundbars der Einstiegsklasse, wie diese DHT-S416, die wir zum Testen erhalten haben.

Mit einer Höhe von nur etwas mehr als fünf Zentimetern lässt sich die sehr flache Bar sehr gut vor den meisten Fernsehern platzieren, ohne entsprechende Sensoren zu verdecken oder Präoptisch aus dem Rahmen zu fallen. Dank ihrem modernen, anthrazit-farbenen Stoffdesign dürfte das ohnehin nicht der Fall sein.

© Denon

TV-Fernbedienung liefert zahlreiche Tasten zur einfachen Bedienung.

Der zugehörige Bassreflex-Subwoofer ist wie die meisten seiner Artgenossen zwar keine Schönheit, kann aber aufgrund seiner kabellosen Verbindungsmöglichkeit auch weniger gut sichtbar im Wohnzimmer platziert werden. Wahlweise kann die Soundbar auch hängend angebracht werden.

Im Innern der 2.1-Soundbar werkeln insgesamt vier Lautsprecher in einem Zweiwegesystem: 32 × 112 mm große, ovale Fullrange-Treiber und zwei 25-mm-Hochtöner. Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach. Dank mitgelieferten Kabeln können wir die Soundbar wahlweise am HDMI-ARC-Anschluss oder der Toslink-Buchse des Fernsehers anschließen.

Erstere Möglichkeit ist Grundvoraussetzung für eine anschließende Steuerung über die TV Fernbedienung (CEC). Display gibt es keines, wir erkennen etwaige Änderungen der Lautstärke oder Quelle mit Hilfe kleiner LEDs, die entsprechend aufleuchten. Das geht angesichts des Preises völlig in Ordnung.

© Denon

Vorbildlich: Beide Kabel, sowohl Toslink als auch HDMI, sind im Lieferumfang enthalten.

Chromecast Premiere

Zum ersten Mal setzt Denon hier auf Google Chromecast und macht somit den Zugriff auf sämtliche Musikdienste wie GooglePlay Music, Amazon Music HD, Spotify, Tidal oder Deezer möglich. Bei Vorgängermodellen war dies über das hauseigene Multiroom System HEOS möglich, auf dessen Integration man bei der DHT-S416 allerdings verzichtet hat.

Zur Chromecast-Installation braucht es eine stabile WLAN-Verbindung sowie ein Smartphone oder Tablet mit Google Home App. In wenigen Schritten sind Bar und Heimnetz verbunden und dem entspannten Musik- Genuss steht nichts mehr im Wege.

© Denon

An der Oberseite der Denon-Bar lassen sich Lautstärke und Quelle manuell einstellen. Auch ein Power-Button ist vorhanden.

Cooles Zusatzfeature über ein entsprechendes Google Assistant Gerät: Wir können die Lautstärke sowie Play/ Pause mittels Zuruf regeln. Neben WLAN ist auch das kabellose Zuspiel via Bluetooth möglich.

Für Musik-Inhalte empfehlen wir den gleichnamigen oder Pure-Audio Mode. Ist Letzterer aktiviert, wird der Sound gänzlich unbearbeitet, also auch ohne entsprechende virtuelle Surround-Effekte wiedergeben. Dafür gewinnt er an Natürlichkeit und Präzision. Details kommen so gut zur Geltung.

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

video Magazin Testurteil: gut

Fernseh-Bar

Mit an Bord ist auch der sogenannte Dialogue Enhancer. In drei verschiedenen Modi lässt sich auf diese Weise die Intensität der Sprache anheben, was insbesondere für Talkshows oder sprach lastige Serien Sinn macht und im Praxisbetrieb gut funktioniert.

Für action- oder abwechslungsreiche Filminhalte ist davon eher abzuraten, da das Gesamtklangbild an Harmonie verliert und Stimmen dann zum Teil etwas „harsch“ zu klingen scheinen. Hier wählt man besser den Movie-Mode, der die Klangbühne dank virtueller Sound- Effekte um einiges breiter werden lässt.

Die Leistung des 5,25-Zoll-Subwoofers ist als durchaus respektabel einzustufen. Er überzeugt mit klaren Bässen und ausreichend Tiefgang.

Fazit

Mit der DHT-S416 bringt Denon zu seinem 110. Geburtstag eine spannende Lautsprecher-Kombi auf den Markt. Für gerade einmal 330 Euro freuen wir uns über zahlreiche Musik-Streaming- Dienste, ein schlankes, schön anzuschauendes Design sowie eine 4K/60- Hertz-Kompatibilität. Auch klanglich können Soundbar und Subwoofer überzeugen – vor allem im klassischen TV-Betrieb.

Heimkino-Sound

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