Testbericht

CrazyTalk 5

Sprachausgabe oder animierte Figuren auf einer Webseite sind nichts ungewöhnliches, die Kombination von beidem blieb aber bislang absoluten Grafikprofis vorbehalten. Gleiches gilt für 3D-Figuren, so genannte Avatare, die vielfältig einsetzbar sind. Besonders, wenn es darum ging, Sprache oder Gesang lippensynchron auf einen grafischen Charakter zu übertragen, stieß man bislang auf große Schwierigkeiten. Dank CrazyTalk, das inzwischen in Version 5 vorliegt, ist dies nun alles anders.

© Archiv

CrazyTalk 5 Pro

Lippensynchrones Animieren eines Bildes oder einer 3D-Figur zu einer beliebigen Sprachaufnahme, das ist, wofür CrazyTalk 5 Pro geschaffen wurde.

Sprachausgabe oder animierte Figuren auf einer Webseite sind nichts ungewöhnliches, die Kombination von beidem blieb aber bislang absoluten Grafikprofis vorbehalten. Gleiches gilt für 3D-Figuren, so genannte Avatare, die vielfältig einsetzbar sind. Besonders, wenn es darum ging, Sprache oder Gesang lippensynchron auf einen grafischen Charakter zu übertragen, stieß man bislang auf große Schwierigkeiten. Dank CrazyTalk, das inzwischen in Version 5 vorliegt, ist dies nun alles anders.

© Ottfried Schmidt

Aus einem Passfoto lassen sich ohne großen Aufwand verblüffende Gesichtsanimationen erzeugen.

Beliebige Bilder

Die Funktionsweise von CrazyTalk ist schnell erklärt: Sie benötigen ein Bild des Charakters, den Sie animieren möchten sowie eine Sprachaufnahme. Das Programm analysiert daraufhin die Sounddatei und kreiert daraus passende Gesichtsanimationen. Dazu ist es nötig, dass das Bild einige Bedingungen erfüllt. Beispielsweise muss es eine Frontalaufnahme sein, und sie sollte "gefühllos" wirken. Also kein Grinsen, Blinzeln etc. aufweisen. Sehr gut eignen sich beispielsweise Passfotos neuerer Art oder eben auch speziell erzeugte Grafiken. Das Bild verlangt noch weitere Arbeitsschritte. So müssen die Augen, der Mund, die Augenbrauen und die Nasenspitze exakt definiert werden, wobei das Programm verschiebbare Vektoren zur Verfügung stellt.

Die Animation des Bildes kann nun auf verschiedene Arten erfolgen. Die einfachste besteht darin, die Analyse der Sprachaufzeichnung zu nutzen. Diese lässt sich aber erweitern und stark verfeinern. Dazu gibt es mitgelieferte Gesichtsausdrücke, beispielsweise fröhlich, ärgerlich, ängstlich, wütend usw. - sie verpassen dem Charakter eine Grundstimmung. Ist es beispielsweise ein eher fröhlicher Text, der vorgetragen wird, wäre es unpassend, nur die reine Lippensynchronität zu nutzen, denn das würde das Ergebnis unpersönlich und steif wirken lassen. Also unterlegen Sie die Animation in einem solchen Fall einfach mit einer fröhlichen Grundstimmung. Wer will, kann auch direkt in die Animation eingreifen und Details wie Augenbrauen, Lippen usw. direkt verändern. Dies geschieht über Vorgaben, die die virtuelle Gesichtsmuskulatur beeinflussen.

Mit Zeitleiste

Eine Animation besteht es mehrere Expressions, die auf einer Timeline (Zeitleiste) abgelegt werden. Ähnlich wie beim Videoschnitt entsteht so nach und nach das Ergebnis. Das Programm kann aber noch mehr. Möchten Sie zum Beispiel Sprechblasen? Oder soll sich der Charakter vor einem Hintergrund bewegen? Auch dies ist möglich. Natürlich ist das Programm nicht auf die Animation von Gesichtern beschränkt. Bis hin zum virtuellen Moderator einer Fernsehsendung ist vieles möglich

© Ottfried Schmidt

Auf der Homepage von CrazyTalk lassen sich Erweiterungen zum Programm finden und kaufen.

Die Software, die 129 Euro kostet, bietet verschiedene Möglichkeiten zur Ausgabe. Beispielsweise Videoformate, aber auch Bildsequenzen. Auch die Zusammenarbeit mit iClone, einem Programm zum Erstellen computeranimierter Filme (Stichwort: Machinima) ist möglich. Wem die mitgelieferten Expressions und Modelle nicht ausreichen, der hat die Möglichkeit, auf der Homepage des Herstellers weitere nachzukaufen.

Testergebnis

CrazyTalk 5

\n CrazyTalk 5

CrazyTalk 5 Pro

www.reallusion.com/de/

Weitere Details

Fazit:Eine äußerst interessante Animationssoftware nicht nur für Animationsprofis, sondern auch für ambitionierte Hobbyisten.

5/5
sehr gut

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

Ego-Shooter

Wir haben Battlefield: Hardline im Test. Ob der aktuelle Teil der Serie mit dem Polizisten-Szenario frischen Wind ins angestaubte Ego-Shooter-Genre…
Story, Gameplay, Spielzeit & Co.

Wir haben The Witcher 3: Wild Hunt im Test. Mit dem Ende der Saga um den Hexer Geralt von Rivia will CD Projekt Red ein krönendes Finale schaffen. Ob…
Router

86,0%
Statt Wave-2-AC-WLAN bietet der Netgear Nighthawk X6 zwei separate 1.300-MBit-Funkmodule im 5-GHz-Band. Wir haben den…
PS4-Release

F1 2015 muss sich unserem Test unterziehen. Und was wir beim neuesten Rennspiel von Codemasters feststellen, erfreut uns nicht auf ganzer Linie.
Golf-Spiel für PS4

Im Test zu Rory McIlroy PGA Tour zeigen wir, dass sich für das Golf-Spiel von EA nicht nur der Name geändert hat.