Neuer Kühler für High-End-SSD

Corsair MP600 Pro LPX für PS5 ausprobiert

9.2.2022 von The-Khoa Nguyen

Corsair hat mit der MP600 Pro LPX die PS5-Version seiner High-End-SSD MP600 Pro XT vorgestellt. Wir haben sie in der Konsole platziert und ausprobiert.

ca. 3:25 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Die Corsair MP600 Pro LPX für PS5: Es stehen die Größen 500GB sowie 1, 2 und 4 TB zur Verfügung.
Die Corsair MP600 Pro LPX für PS5: Es stehen die Größen 500GB sowie 1, 2 und 4 TB zur Verfügung.
© pc-magazin.de

Unsere anhaltenden Tests für PS5-SSDs haben zu Erkenntnissen geführt, an denen sich weiterhin nichts oder kaum etwas geändert hat: So gut wie jede PCI-Express-4-SSD funktioniert uneingeschränkt in der Playstation 5, solange die Höhe von 11,25mm nicht überschritten und eine Formatbreite von 22mm eingehalten wird; Geschwindigkeitsunterschiede sind messbar, aber praktisch (noch) nicht spürbar. Vereinzelt gab es Ausreißer in Einzeltests für Ladezeiten, doch die legten sich mit Wiederholungen jeweiliger Disziplinen.

Nun hat Corsair mit der MP600 Pro LPX sein eigenes Eisen im Feuer und leistet Seagate, Western Digital, Samsung, Teamgroup und mehr Gesellschaft im Kreis der Hersteller von offiziell PS5-kompatiblen SSDs. Es handelt sich bei der Corsair MP600 Pro LPX weitgehend um die MP600 Pro XT, Corsairs bestausgestattete PC-Variante der Speicherserie. Der Phison-E18- Controller mit 176-Layer-NAND-Speicher bekommt jedoch einen flacheren Kühler spendiert, der die Sony-Vorgaben erfüllt.

Wir haben die neue SSD in die Playstation 5 eingebaut und eine Auswahl unserer Testreihe durchlaufen lassen. Das bedeutet: u.a. größere Spieleinstallationen wie Final Fantasy inkl. DLC sowie GTA 5. Zudem haben wir die Vergleichswerte der primären SSD neu gemessen, die nun etwas mehr Speicherlast durchlaufen hat, aber weiterhin wie ein Uhrwerk performt. Es gibt Unterschiede zu den Messungen ab Mitte 2021. Die sind aber teilweise mit Spiele-Updates erklärbar.

Der von Corsair für die PS5 angepasste Kühler der MP600 Pro sitzt einwandfrei.
Die Corsair MP600 Pro LPX bringt eine Heatsink, die das Corsair-Logo zeigt und mit Schriftzügen den Namen (ohne Pro) und die Schnittstelle verrät. Mit einer Gesamthöhe von 11 Millimetern und den längs durchgezogenen Lamellen lässt sich der SSD-Deckel der PS5 schließen und der Luftstrom der Konsole optimal ausnutzen.
© pc-magazin.de

Uns ist etwa bei den aktuellen Tests aufgefallen, dass die Installationsgröße von GTA 5 um gut 3GB auf 91GB zugenommen hat. Das führt womöglich dazu, dass das Spiel sowohl auf der primären als auch auf Erweiterungs-SSDs etwas länger lädt (neben Corsairs MP600 Pro LPX auch die Teamgroup A440 Pro PS5 Series). Bei Final Fantasy VII ist es andersherum. Bei Ratchet & Clank: Rift Apart tut sich nichts. Unsere gemessenen Zeiten in gerundeten Sekunden für einen Vergleich alter und neuer Werte:

PS5-Ladezeiten (Primär-SSD) - 2021 vs. 2022

Vollbildansicht
Test vorher (Sekunden) nachher (Sekunden)
Ratchet and Clank: Rift Apart (Start) 7 / 7 / 7 (ohne Entwickler-Logos) 8 / 8 / 7 (ohne Logos)
Ratchet and Clank: Rift Apart (Spiel) 2 / 2 / 2 2 / 2 / 2
Final Fantasy VII PS5 (Start) 10 / 10 / 10 8 / 7 / 7
Final Fantasy VII PS5 (Spiel) 2 / 2 / 2 2 / 2 / 2
Final Fantasy VII PS4 (Start) 17 / 18 / 18 18 / 18 / 18
Final Fantasy VII PS4 (Spiel) 22 / 22 / 22 22 / 22 / 22
GTA 5 PS4 (Start in Story-Modus) 56 / 57 / 56 59 / 60 / 59

Die Ladezeiten für die Primär-SSD können mal schlechter (GTA), aber auch leicht besser (FF) ausfallen. Das kann via Patches durch optimierten Spiele-Code passieren oder eben mehr Daten. Wiederholungen haben gezeigt, dass sich auf Dauer feste Werte einpendeln. Das führt dazu, dass die aktuellen Messungen nicht mehr ausnahmslos mit denen bis Ende 2021 vergleichbar sind - sofern wir jene nicht aktualisieren. Da sich an den eingangs erwähnten Erkenntnissen nur wenig ändert, sparen wir uns das.

Im PS5-Benchmark erzielt die Corsair MP600 Pro LPX nach mehreren Durchläufen sehr gute 6.408,835 MB/s.
Im PS5-Benchmark erzielt die Corsair MP600 Pro LPX nach mehreren Durchläufen sehr gute 6.408,835 MB/s.
© pc-magazin.de

Knapp über 6,4GB pro Sekunde misst die PS5 für die PS5-SSD von Corsair. Sie platziert sich damit hinter der Seagate Firecuda 530 und den zwei Teamgroup-SSDs Cardea A440 (auch Pro), aber vor Western Digitals WD_Black SN850:

  1. Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series für PS5 (2TB): 6.558,327MB/s
  2. Seagate Firecuda 530 NVMe SSD (2TB): 6.557,833 MB/s
  3. Teamgroup Cardea A440 (1TB): 6.556,777 MB/s
  4. Corsair MP600 Pro LPX (2TB): 6.408,835 MB/s
  5. Western Digital WD_Black SN850 (1TB): 6.335,172 MB/s
  6. Crucial P5 Plus (1TB): 5.765,904 MB/s
  7. Gigabyte AORUS NVMe Gen4 2019 (2TB): 5.637,275 MB/s
  8. Samsung SSD 980 Pro (1TB): 5.596,291 MB/s

Nach Formatierung und Benchmark gibt es bei der Erkennung der SSD keine Überraschungen. Der PS5 steht die volle Kapazität zur Verfügung und die SSD-Firmware identifiziert sich sauber.

Corsair MP600 Pro LPX für PS5 im Test
Die Erkennung der Corsair MP600 Pro LPX verläuft in der PS5 ohne Probleme.
© pc-magazin.de

Folgende Zeiten haben wir gemessen und bestätigen die eingangs genannten Erkenntnisse, die somit - wenig überrraschend - auch für die Corsair MP600 Pro gelten. Wir haben wie zuvor die Zeiten für das Verschieben zwei Mal (hin und her) gemessen und die sich daraus ergebende, durchschnittliche Transferrate berechnet. Dazwischen wurden die Ladezeiten geprüft. Die Einheiten sind - wenn nicht anders angegeben - gerundete Sekunden.

Corsair MP600 Pro LPX-Ladezeiten

Vollbildansicht
Test Dauer
Ratchet and Clank: Rift Apart (Start) 8 / 7 / 7 (ohne Entwickler-Logos)
Ratchet and Clank: Rift Apart (Spiel) 2 / 2 / 2
Ratchet and Clank: Rift Apart verschieben (34.44GB - 1 / 2) 29 (1.187 MB/s) // 155 (222 MB/s)
Final Fantasy VII PS5 (Start) 7 / 7 / 7
Final Fantasy VII PS5 (Spiel) 2 / 2 / 2
Final Fantasy VII PS5 verschieben (94.86GB - 1 / 2) 72 (1.317 MB/s) // 412 (230 MB/s)
Final Fantasy VII PS4 (Start) 17 / 17 / 17
Final Fantasy VII PS4 (Spiel) 22 / 22 / 22
Final Fantasy VII PS4 verschieben (90.87GB - 1 / 2) 59 (1.540 MB/s) // 388 (234 MB/s)
GTA 5 PS4 (Start in Story-Modus) 56 / 57 / 56
GTA 5 PS4 verschieben (91.41GB - 1 / 2) 56 (1.632 MB/s) // 369 (247 MB/s)

Auch die Corsair MP600 Pro kann die Ladezeiten der primären SSD unterbieten. Hervorragende Leistungen lassen sich in den Transfers der großen Installationen erahnen. Abermals zeigt sich jedoch, dass die PS5 limitiert und die maximalen Transferraten, die am PC möglich wären, (noch) nicht ausschöpft.

Fazit:

Mit der MP600 Pro LPX hat Corsair eine sehr gute SSD für die PS5 vorgestellt, die sich unter die Top-5-Speicher für die Konsole gesellt. Neben den zwei Teamgroup-SSDs und denen von Western Digital und Seagate vermuten wir auch Gigabyte. Die AORUS 7000S sollte sich mit dem gleichen Controller (Phison E18) im gleichen Leistungsbereich einordnen, konnten wir mangels Testmuster jedoch bislang nicht prüfen.

Wir haben bei den diversen Schwankungen, die wir in Tests beobachtet haben, festgestellt, dass sich die Einstufung durch den PS5-Benchmark in etwa wiederfinden - oder zumindest erahnen - lässt. Für für Spielerinnen und Spieler spürbare Unterschiede sorgt dies aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Weiterhin müssen wir auf "Next-Gen-Spiele" warten, die die entsprechenden Datenmengen pro Sekunde benötigen und zumindest die Infrastruktur der Konsole an die Grenzen bringen können. Denn es wurden schon deutlich langsamere und sogar die günstigste SSD für die PS5 getestet - ohne nervige Einbußen.

Der SSD-Einbau in die PS5 ist nicht schwer. Wir verraten im Test, ob sich eine kostspielige Erweiterung lohnt.

M.2, NVMe, PCIe 4.0 und mehr

PS5-SSDs: Liste offiziell bestätigter und getesteter…

Seit dem 15. September 2021 erlaubt die PS5-Firmware, den Speicher mit einer SSD nachzurüsten. Hier finden Sie kompatible M.2-NVMe-SSDs für die…

Die Seagate Firecuda 530 NVMe SSD in der PS5: die neue Referenz!

Konsolenspeicher im Vergleich

PS5 im SSD-Test: Western Digital vs. Seagate, Crucial und…

Im Test vergleichen wir SSD-Erweiterungen für die PS5. Es gibt Benchmarks zu WD_Black SN850, Seagate Firecuda 530, Samsung SSD 980 Pro und mehr:…

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links

Marvel-Filme- und -Serien: Das ist die richtige Reihenfolge

Neuerscheinungen in der Übersicht

Netflix: Neue Filme und Serien

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Video: Neuheiten

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Der SSD-Einbau in die PS5 ist nicht schwer. Wir verraten im Test, ob sich eine kostspielige Erweiterung lohnt.

M.2, NVMe, PCIe 4.0 und mehr

PS5-SSDs: Liste offiziell bestätigter und getesteter…

Seit dem 15. September 2021 erlaubt die PS5-Firmware, den Speicher mit einer SSD nachzurüsten. Hier finden Sie kompatible M.2-NVMe-SSDs für die…

Die Seagate Firecuda 530 NVMe SSD in der PS5: die neue Referenz!

Konsolenspeicher im Vergleich

PS5 im SSD-Test: Western Digital vs. Seagate, Crucial und…

Im Test vergleichen wir SSD-Erweiterungen für die PS5. Es gibt Benchmarks zu WD_Black SN850, Seagate Firecuda 530, Samsung SSD 980 Pro und mehr:…

Die PCI-Express-4-SSD Corsair MP600 Core bietet den günstigsten Preis pro GB.

Speicher ohne offizielle Unterstützung

Corsair MP600 Core im PS5-Test: Reicht die günstigste…

Die Corsair MP600 Core ist die günstigste SSD, die theoretisch mit der PS5 funktioniert. Im Test schauen wir, ob die Speicherweiterung fürs PS5-Update…

Das Thrustmaster T248 bietet einen hochwertigen Look und aktuelle Technik.

Gehobenes Sim-Racing für Einsteiger

Thrustmaster T248 im Test: Lohnt sich das neue PS5-Lenkrad?

Das PS5-Lenkrad Thrustmaster T248 kommt im Oktober, später das Xbox-Pendant. Sie lösen das T150 und TMX ab. Der Test verrät, ob sich der Nachfolger…

Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series für PS5 kommt mit einem Graphen-Heatspreader.

PS5-SSD

Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series für PS5 im Test

Die Teamgroup Cardea A440 Pro Special Series ist die neueste PS5-SSD auf dem Markt. Sie überzeugt mit Top-Leistung und vergleichsweise gutem Preis.