All-in-One-Wasserkühlung

Corsair H115i im Praxis-Test: Kühlleistung und Lautstärke

Inhalt
  1. Corsair H115i: CPU-Kühler im Praxis-Test
  2. Corsair H115i im Praxis-Test: Einbau und Corsair Link
  3. Corsair H115i im Praxis-Test: Kühlleistung und Lautstärke

© Corsair

Corsair H115i: Der Radiator ist mit Schläuchen fest mit der Pumpe verbunden. Sie müssen keine Kühlflüssigkeit nachfüllen.

Kommen wir zum wichtigen Teil - wie gut kühlt die Corsair H115i? Unser Testsystem besteht aus einem Intel Core-i5 6600K auf einem Asus Z170-A, den wir einmal auf Standardtakt von 4x 3,5GHz und einmal übertaktet auf 4x 4,5 GHz jeweils für mehrere Stunden in Prime95 belasten. Das Programm bringt alle CPU-Kerne auf Volllast und sorgt somit für eine enorme Hitze, die abgeführt und gekühlt werden muss. Als Gehäuse verwenden wir das genannte Define R5, das genügend Platz und bereits ab Werk eine ausreichend gute Luftzirkulation bietet.

Mit einem Luftkühler (bspw. dem Thermalright True Spirit 140 Power) geben Tools wie Core Temp oder MSI Afterburner beim Standardtakt der CPU Temperaturen von maximal 57 Grad für den 6600K an. Im übertakteten Zustand kommen wir auf fast 70 Grad. Das ist für den Prozessor zwar noch nicht kritisch, schadet auf Dauer aber der Lebensdauer - auch der Lebensdauer der anderen Komponenten, die die warme Luft dauerhaft abbekommen. Der Lüfter war dabei höchstens mit einem leisen Surren zu vernehmen.

Die Corsair H115i zeigte auf der Standardeinstellung "Quiet" und der CPU im Standardtakt eine leichte Verbesserung bei den maximalen Temperaturen. Umso heißer die CPU wurde, desto mehr konnte die All-in-One-Wasserkühlung auftrumpfen - dafür muss der Nutzer aber auch lauter werdende Betriebsgeräusche im Performance-Modus in Kauf nehmen. Der 6600K kam auf Standardtakt nach mehreren Stunden in Prime95 auf rund 50 Grad im Silent-Modus. Im Performance-Modus waren im Schnitt noch einmal 5 Grad weniger drin. Allerdings machen sich dann die Lüfter mit einem Brummen deutlicher bemerkbar, und auch die Pumpe macht akustisch auf sich aufmerksam.

Und im übertakteten Zustand? Im Silent-Modus bringt die Corsair H115i den 6600k unter Prime95 auf unter 60 Grad. Lassen wir die All-in-One-Wasserkühlung auf Hochtouren arbeiten, ist der Anschlag maximal bei sehr guten 55 Grad. Das macht deutlich, dass die Corsair H115i auch für deutlich höhere Übertaktungsvorhaben geeignet ist, und bereits der Silent-Modus sehr gute Arbeit abliefert.

Fazit

Die Corsair H115i bringt eine sehr gute Kühlleistung mit. Nur wenige High-End-Geräte auf Luftbasis bringen CPUs auf ähnlich niedrige Temperaturen: und das wohlgemerkt schon mit der Standardwärmeleitpaste, die Corsair ab Werk auf der Pumpe anbringt. Wer einen leistungsfähigen CPU-Kühler benötigt, kann bei der Corsair H115i durchaus zuschlagen. Lediglich die Betriebsgeräusche im Performance-Modus dürften leistungsorientierte Nutzer mit Silent-Vorlieben stören. Dafür können diese aber die Standardlüfter der All-in-One-Wasserkühlung problemlos mit leiseren Geräten austauschen. Dennoch: Auch im Silent-Modus ist die Kühlleistung sehr gut! Unterm Strich bleibt ein sehr leistungsstarker Kühler auf Flüssigkeitsbasis, der deutlich günstiger ist als ausgewachsene Wasserkühlungen – und dabei nicht viel schlechter kühlt.

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Quelle: PC Magazin
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