Testbericht

Corel PaintShop Pro X4 Ultimate

7.9.2011 von Peter Knoll

Professionelle Bildbearbeitung verspricht die kanadische Softwarefirma Corel mit PaintShop Pro X4. Das Bildretusche- und Montageprogramm bietet in der seit dem 7. September 2011 ausgelieferten Version deutliche Performance-Optimierungen und eine für diesen Preisbereich traumhafte Filterausstattung.

ca. 1:55 Min
Testbericht
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PaintShop Pro X4
PaintShop Pro X4
© Archiv
PaintShop Pro X4
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Für 89,99 Euro (Update: 69,99 Euro) enthält die Ultimate-Variante die Color Efex Pro 3.0: Die besonders hochwertige Sammlung fotografischer Filter würde einzeln bereits 199,99 Euro kosten.

PaintShop Pro (PSP) hinterlässt einen insgesamt sehr flotten Eindruck. Mühe bereiten dem Programm jedoch weiterhin besonders große Fotos, die die Kapazität des bereit stehenden Arbeitsspeichers übersteigen. In diesen Fällen sollte PSP zwar auf die Festplatte auslagern, tat dies jedoch nicht immer und verweigerte dann den Dienst mit einer Fehlermeldung.

Der Funktionsumfang von PSP ist für ein Programm dieser Preisklasse verblüffend groß. Diese hat Corel in drei Bereiche eingeteilt: Die Bildverwaltung bietet Bildverwaltungsoptionen, grundlegende Korrekturen, überwiegend zum Angleichen von Farbe und Helligkeit, liefert der Reiter "Anpassen", die eigentliche Bildbearbeitung findet unter "Bearbeiten" statt.

Besonders gefällt die überarbeitete Kombination von Fotos aus Belichtungsreihen. Mit Stapelweise kombinieren gelingt es leicht, in einigen Stellen extrem helle und dunkle Fotos zu einem korrekt belichteten zusammen zu setzen. Generell überzeugen fast alle Werkzeuge durch Präzision und gute, intuitive Bedienbarkeit. In wenigen Fällen, etwa bei der Objektextrahierung, wäre eine schnellere Vorschau angebracht.

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Corel PaintShop Pro X4 Ultimate

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Professionelle Bildbearbeitung verspricht die kanadische Softwarefirma Corel mit PaintShop Pro X4. Das Bildretusche- und Montageprogramm bietet in der…

Es werde Licht

Neu im PSP-Repertoir ist das Werkzeug "Fülllicht". Es hellt unterbelichtete Bereiche auf, ohne die Bildhelligkeit insgesamt zu ändern. Das Werkzeug Klarheit hilft, feine Details besser herauszuarbeiten. Spaß macht auch das neue Vignettierungstool. Mit "Selektiver Fokus" können Anwender die Schärfentiefe eines Bildes bequem steuern und so etwa den Hintergrund von Portraits unscharf stellen.

Wir vermissen im Vergleich zum großen - über zehnmal teureren - Konkurrenten Photoshop aber weiterhin einige besonders praktische Werkzeuge: Ein magnetisches Lasso würde das Freistellen deutlich erleichtern, für größere Korrekturen wäre das inhaltssensitive Füllen oder eine automatische Bereichsreparatur fein, für die Web-Ausgabe fehlt eine einstellbare Zielgröße in Kilobyte, durchgängig unterstützt PSP den 16-Bit-Farbraum immer noch nicht. Bei Histogramm-Korrekturen beispielsweise ist das Bild erst in den 8-Bit-Farbraum zu wandeln. Ärgerlich ist auch, dass sich die Stärke des Gausschen Weichzeichners nicht regeln lässt - sondern lediglich der Radius.

Punkten kann PSP dagegen beim Anwendersupport durch den Verzicht auf einen nervigen Kopierschutz und ein 240-seitiges, farbiges Handbuch. Wer sich registriert, bekommt als Dank dafür die Filtersammlung KPT dazu.

Fazit:

Das neue Paintshop Pro X4 überzeugt mit gutem Werkzeugkasten und einer vor allem in der Ultimate-Variante tollen Filterausstattung. Dem Programm fehlen einige professionelle Funktionen des großen Konkurrenten Photoshop. Für anspruchsvolle Amateure ist PSP dagegen eine sehr gute Wahl. PSP glänzt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

TESTURTEIL

Corel PaintShop Pro X4 Ultimate

89,99 Euro, Upgrade 69,99 Euro; www.corel.de/paintshop

Betriebssysteme: Windows XP/Vista/7, jeweils 32- und 64-Bit

Besonderheiten: überragende Ausstattung mit fotografischen Filtern, gutes, farbiges Handbuch

Gesamtwertung: gut 73%

Preis-/Leistungsverhältnis: sehr gut

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