Mittelklasse-DSLR

Bildqualität & Fazit

17.5.2016 von Sabine Schneider

ca. 2:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Canon EOS 80D im Test: System-Upgrade
  2. Bildqualität & Fazit

Bildqualität

Mit 4 Megapixeln mehr Auflösung und dem neuen Bildstil Feindetail setzt die 80D neue Maßstäbe für ihre Schwestermodelle mit APS-C-Sensor. Fielen in der Vergangenheit bei Canon-Modellen plakative, aber zugleich überzogen betonte Kanten auf, so kennt die 80D dieses Problem nicht. Das Ergebnis ist eine hohe Auflösung, die mit guter Feinzeichnung einhergeht. Das Bild wirkt weniger knackig, aber natürlicher und differenzierter, wenn man feine kontrastarme Details betrachtet. Zumindest bei JPEG-Aufnahmen kann hier auch die 7D Mark II nicht mehr mithalten. Von ISO 100 zu 400 und zu 800 lässt die Feinzeichnung der 80D nach, doch die Verluste sind vergleichsweise moderat.

Gerade bei ISO 800 liefert die 80D bessere Ergebnisse als viele andere APS-C-Modelle. Diese Aussage gilt jedoch nur für die Feindetail- Einstellung. In der Standardeinstellung sinken bei ISO 400 und 800 die DL-Werte für Details mit niedrigem Kontrast um 260 bis 270 Linienpaare. Bei ISO 1600 verlieren sie sogar 400 Linienpaare.

Ab ISO 1600 verstärken sich aber auch bei der 80D die Verluste so deutlich, dass man mit höheren Empfindlichkeiten nur bei sehr ungünstigen Lichtverhältnissen arbeiten sollte. Eine Empfehlung, die aber für alle APS-CModelle gilt. Erfreulich unauffällig bleibt das Rauschen im relevanten Bereich von ISO 100 bis 800. Ab ISO 1600 wird es sichtbar und erst ab ISO 3200 störend.

So testen wir

Testverfahren Colorfoto

Fazit

Mit der EOS 80D hat Canon das überzeugende Konzept der 70D auf ein höheres technisches Niveau gehoben, ohne dem bisherigen Spitzenmodell 7D Mk II das Wasser ganz abzugraben. Für die 80D sprechen ihr 24,2-Megapixel-Sensor inklusive "Feindetail-Einstellung", die die Bildqualität vor allem bei niedrigen ISO-Stufen verbessern.

Mehr bietet die 80D auch beim Autofokus, der gerade bei Lowlight und im Videobetrieb schneller arbeitet. Gut gefallen der Touch-Monitor und der helle, große 100 %-Pentaprismensucher - ein Novum in dieser Klasse. 4K-Video oder Fokus-Peaking fehlen weiterhin, was vielen Fotografen aber egal sein dürfte. Magnesiumgehäuse, zweiter Kartensteckplatz, GPS-Modul und präzisere Belichtungsmessmethoden bleiben der 7D Mk II vorbehalten.

Persönliche Einschätzung von Sabine Schneider

Insgesamt ist die EOS 80D eine wirklich gut aus- gestattete Kamera mit griffigem Body, klapp- und schwenkbarem Touch-Monitor, WiFi und neuem großem 100-Prozent-Prismensucher. Zwar halten sich die Neuerungen numerisch in Grenzen; was dazugekommen ist, ist aber sinnvoll, vor allem der schnelle Autofokus, mit dem das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen Spaß macht, und der Bildstil "Feindetail"

Deutlich flinker ist er im Live-View-Betrieb, bei Videos zieht er die Schärfe leise und schön präzise nach. In der Canon-Mittelklasse hat die 80D damit zwar nicht bei der Ausstattung, aber in puncto Bildqualität, Auflösung und Tempo klar die Nase vorn.

Lesetipp: Canon: Alle EOS-DSLRs im Test

Dies allerdings zu einem recht stolzen Preis von rund 1.300 Euro - für Canons 7D Mark II mit Magnesiumgehäuse, GPS-Modul und besserem Belichtungssystem (jedoch ohne Touch-Monitor) muss man nur rund 200 Euro mehr bezahlen. Für einen günstigen Einstieg ins Mittelklassesegment würde ich momentan nach wie  vor die etwas langsamere 70D mit 4 Megapixeln weniger Auflösung vorziehen, die rund 400 Euro weniger kostet - oder einfach noch abwarten, bis es die 80D etwas günstiger gibt.

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