Testbericht

Canon EOS 5D

10.3.2008 von Redaktion pcmagazin und Karl Stechl

Die EOS 5D (2150 Euro) ist eine Kamera mit Vollformatsensor, aber kein ausgewiesenes Profimodell. Ihr Gehäuse ist weder gegen Spritzwasser abgedichtet, noch besitzt es einen integrierten Akkuhandgriff für Hochformataufnahmen.

ca. 1:35 Min
Testbericht
  1. Canon EOS 5D
  2. Datenblatt
Canon EOS 5D Vorderseite
Canon EOS 5D Vorderseite
© Archiv

Profis, die eine ebenfalls mit Vollformatsensor ausgestattete EOS 1Ds in Gebrauch haben, verwenden die vergleichsweise günstige 5D gerne als Zweitkamera. Im Unterschied zur EOS 40D besitzt die Kamera jedoch keinen eingebauten Pop-up-Blitz, was wiederum typisch für ein Profigehäuse ist. Viele dürften einen eingebauten Blitz vermissen, der etwa beim Aufhellen von Porträts gute Dienste leistet. Die nötigen Belichtungsdaten ermittelt die EOS 5D wahlweise mit Mehrfeldmessung (35 Sektoren), selektiv (8 Prozent des Sucherfelds) oder mittenbetont.

Zusätzlich ist eine Spotmessung verfügbar, die sich auf 3,5 Prozent des Sucherfelds bezieht. Der 9-Punkt-Autofokus verfügt über eine verbesserte Schärfenachführung (Tracking) im AI-Servo-Modus. Laut Hersteller liegt dies daran, dass sechs im Sucher unsichtbare AF-Felder rund um den zentralen AF-Kreuzsensor aktiviert werden, wenn man die Kamera im AI-Servo-Modus betreibt und dafür das mittlere AF-Feld anwählt. Die gemessene Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit liegt bei 0,3 s, was im Vergleich zur kleineren Schwester EOS 40D (0,19 s) nur Durchschnitt ist. Bei den Bildfolgezeiten liegt die EOS 5D mit 3,1 B/s auf den hinteren Plätzen. Das Bedienkonzept ist EOS-typisch und rankt sich um das an der Rückseite angebrachte Drehrad mit integrierter Bestätigungstaste, womit sich schnell Menüpunkte anwählen und Werte verändern lassen.

Canon EOS 5D Bedienelemente/ LC-Display
Das LC-Display informiert über die wesentlichen Aufnahme-Parameter und ist auf Knopfdruck beleuchtbar.
© Archiv

So stört es auch nicht sonderlich, dass sich alle 31 Menüpunkte auf einer Ebene befinden und durch Scrollen mit dem Rad angewählt werden müssen. Mittels Jump-Taste springt man jeweils zum ersten Eintrag der drei Untermenüs; farbige Streifen an der Seite erleichtern die Orientierung. Neben diversen Tasten gibt es einen miniaturisierten 4-Wege-Schalter (Jog-Dial), der etwa zum Navigieren im per Lupenfunktion vergrößerten Bild verwendet wird. Im Zentrum des Geschehens prangt der 2,5 Zoll große Monitor mit 76 700 Pixel Auflösung.

Canon EOS 5D Bedienelemente/ Moduswahlrad
Motivprogramme fehlen, dafür gibt's Rastpositionen für "B" (Bulb) und "C" für ein individuelles Benutzerprofil.
© Archiv

Bildqualität

Mit ihrem 35,8 x 23,9 mm großen 12-Megapixel-CMOS erreicht die EOS 5D Auflösungswerte etwa auf dem Niveau der Nikon D300, muss sich beim Rauschen (0,7/1,1 VN bei ISO 100/400) und beim Objektkontrast (9,0/8,5 Blenden bei ISO 100/400) den neueren Konkurrenzmodellen allerdings geschlagen geben. Beim Weißabgleich schafft sie mit 1 Delta RGB (4 Punkte) den möglichen Bestwert. Sehr ausgeglichen das Gesamtergebnis für die Bildqualität bei ISO 100/400: 59/58,5 Punkte.

Menü Detail Einstellung Canon EOS 5D
Beim Verstellen der Parameter bleibt die ursprüngliche Einstellung (graue Marke) sichtbar.
© Archiv
Menü Bildstil Canon EOS 5D
Im Info-Modus kann man die aktuellen Kameraeinstellungen auf einen Blick sehen.
© Archiv

Canon EOS 5D

Canon EOS 5D
Hersteller Canon
Preis 1900.00 €
Wertung 67.0 Punkte
Testverfahren 1.5

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