Testbericht

Canon EOS 1000D

20.3.2009 von Redaktion pcmagazin und Karl Stechl

Die EOS 1000D (350 Euro) leitet sich vom ehemaligen Einsteigermodell EOS 400D und der etwas höher angesiedelten EOS 450D mit 12-Megapixel-Sensor und etwas griffigerem Gehäuse ab.

ca. 2:15 Min
Testbericht
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© Archiv

Im Vergleich zu den Modellen von Nikon und Pentax fühlt sich der Kunststoff der EOS noch mehr nach "Plastik" an, was allerdings wenig über seine mechanische Belastbarkeit aussagt. Der Spiegelsucher der Canon ist mit einer effektiven Vergrößerung von 0,48 einer der kleinsten im Testfeld, das Gesichtsfeld von 95 Prozent entspricht dem Klassenstandard.

Ein mit Ultraschallschwingungen arbeitendes Reinigungssystem gehört bei Canon zum Standard.Mit maximal sieben AF-Sensoren inklusive zentralem Kreuzsensor stellt die EOS 1000D automatisch scharf. Auch beim Live-View wird der Phasen-AF auf Wunsch aktiv, wenn man es nicht vorzieht, den Kontrast-AF zu wählen, der langsamer, aber ohne störende Dunkelpause seinen Dienst versieht. Wer lieber manuell fokussiert, kann eine 5- oder 10-fach vergrößernde Bildschirmlupe zu Hilfe nehmen. Wobei das manuelle Scharfstellen bei allen billigen Set-Objektiven kein reines Vergnügen ist, da die Fokussierschnecken zu leichtgängig und der Griffbereich für die Fokussierung am Frontglied zu klein sind. Bei der Auslöseverzögerung erreicht die EOS 1000D sehr gute Werte von 0,23/ 0,38 s bei 3000/30 Lux. Die Einschaltverzögerung ist mit 0,3 s ebenfalls angenehm kurz.

Aufnahmerelevante Daten lassen sich am 2,5-Zoll-Monitor zwar anzeigen, dort aber nicht direkt verändern - wenn man von Zeit, Blende und Belichtungskorrektur absieht. Die Tasten des 4-Wege-Schalters sind doppelt belegt und erlauben im Aufnahmemodus direkte Zugriffe auf verschiedene Einstellmenüs, darunter Belichtungsmessmethode (Matrix, mittenbetont, selektiv), AF-Funktion (Einzelbild, kontinuierlich, dynamisch), Bildstil (5 RGB-Presets, Monochrom, 3 Anwender definiert) und Betriebsart (Einzel-/Serienbild, Selbstauslöser).

Für die Wahl der Weißabgleichsmethode und die ISO-Einstellung besitzt die Kamera zwei separate Tasten. Diese sind auch im Live-View-Modus aktiv, während man den 4-Wege-Schalter in diesem Fall zum Verschieben des AF-Felds verwendet und die zuvor erwähnten Direktzugriffe auf bestimmte Einstellmenüs somit entfallen. Dafür bekommt man beim Live-View ein Histogramm und Belichtungssimulation geboten.

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Bildstabilisierte Kit-Objektive sind bei Canon und Nikon die Antwort auf die Konkurrenz mit Bildstabilisator im Kameragehäuse.
© Archiv

Insgesamt wirkt das Tastenauf-gebot bei der EOS 1000D etwas unübersichtlich, was eigentlich nicht canontypisch ist - man vergleiche etwa die EOS 40D. Klar ist dagegen die Menüstruktur: Sieben horizontal angeordnete Registerkarten lassen sich per Drehrad oder Links-rechts-Tasten schnell anwählen, wobei man jede Seite ohne Scrollen überblicken kann. Was auffällt: Wichtige Funktionen wie den AF-Modus im Live-View oder die Spiegelverriegelung versteckt Canon unter den Individualfunktionen, obwohl man sie eher im Aufnahmemenü sucht. Auch dass man die Live-View-Funktion erst im Werkzeugmenü vorab aktivieren muss, bevor man das Live-View mit der Set-Taste aktivieren kann, bleibt letztlich rätselhaft. Positiv wiederum: Über "My Menu" kann sich der Anwender das Menü nach Belieben konfigurieren. Auf Bearbeitungsfunktionen hat Canon bei der EOS 1000D verzichtet.

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Den Weißabgleich im Grafikmenü mit optionalem WB-Bracketing bieten auch die Einsteigermodelle von Canon.
© Archiv

Bildqualität

Mit einer Grenzauflösung von 1151 LP/BH bei ISO 100 bewegt sich die Canon EOS 1000D etwa in der Mitte des Testfeldes, übertroffen nur von den Sony-Modellen, denen sie beim Texturverlust überlegen ist, ohne in diesem Punkt die Werte von Nikon oder Pentax zu erreichen. Bei ISO 1600 rauscht die Canon mit VN 3,4 relativ stark, ist aber besser als Pentax K-m und Olympus E-420. Die Dynamik ist mit Werten zwischen 9 und 7 Blenden auf dem klassen-üblichen Niveau.

 

Detaillierte Testergebnisse - Canon EOS 1000D

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