Testbericht

Canon Canoscan 5600F

Multifunktional präsentiert sich der A4-Flachbettscanner von Canon mit einer Durchlichteinheit. Diese ermöglicht nach einem kleinen Umbau im Deckel des Scanners auch eine Digitalisierung von gerahmten Dias oder Kleinbildfilmstreifen (35 mm).

© Canon

Canon Canoscan 5600F

Der Umbau ist denkbar einfach: Man entfernt aus dem Deckel bloß eine per Plastikraster festgeklemmte Platte, die beim Dokumenten-Scan das Licht des Abtasters wieder nach unten reflektiert.

Beim Dia- oder Filmstreifen-Scan muss das Licht das Bild des Dias durch die Vorlage auf die Abnehmer im Deckel des Scanners projezieren, von wo es dann in elektronische Signale und letztendlich in ein digitales Bild gewandelt wird. Für die Dias (4 Stück) oder Filmstreifen (6 Bilder) liegen der Lieferung Kleinbildfilmhalter (35 mm) bei, in die man die Vorlagen klemmt. Die Filmhalter sitzen dank einer Aussparung im Rahmen des Vorlageglases und einer Zunge am Filmhalter exakt und ohne zu verrutschen im Fokus der Durchlichteinheit.

Gescannt wird über die Scan-Software "ScanGear" von Canon. Hier hat man vor dem Scan die Möglichkeit, einige Grundeinstellungen wie z.B. die Auflösung (optisch max. 4.800 dpi) festzulegen. In der Vorschau werden alle Dias als einzelne Vorschaubilder angezeigt. Mit einer Markierung per Mauslick legt man fest, welche Bilder man scannen möchte. Nach dem Scan speichert man die Bilder im MP Navigator von Canon. Um diese weiter zu bearbeiten, wählt man ein Bild und den Schaltknopf zum Bearbeiten.

Canon liefert mit der Treiberinstallation die Bildbearbeitungs-Software Photostudio von ArcSoft mit. Mit dieser lassen sich dann grundlegende Bildbearbeitungen wie z.B Zuschneiden oder Helligkeit- und Kontrastveränderungen durchführen. Es ist hier auch eine Kratzer- und Staubkorrektur möglich. Die ist manuell sehr zeitraubend und gewöhnungsbedüftig. Man erzielt aber mit Geduld durchaus sehr gute Resultate, denn der eigentliche Scan liefert eine gute bis sehr gute Ausgangsqualität.

Fazit zum Canon Canoscan 5600F:

Der Flachbettscanner mit Durchlichteinheit (150 Euro) bietet die Möglichkeit, einzelne oder kleine Serien von Lichtbildern zu digitalisieren. Die Abarbeitung ist aber relativ zeitaufwendig, weil eine Bildverbesserung erst nachträglich erfolgen kann. Bei sauberen und guten Vorlagen ist der Canon aber durchaus eine Alternative zum Plustek, zumal man ihn für den normalen Papierfoto- und Dokumentenscan bis zum A4-Format auch nach der Dia-Abarbeitung weiter nutzen kann.

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